Europa,  Slowenien

Reisen in Europa – 6 Reiseblogger verraten ihre besten Tipps für Slowenien und Montenegro

Noch sind viele Regionen in Slowenien und Montenegro nicht allzu überlaufen und touristisch erschlossen. Die Länder bieten sich aber perfekt an um entweder einen Roadtrip zu unternehmen oder aber dort im Rahmen einer kleinen Rundreise einige Tage zu verbringen. 6 Blogger verraten dir hier ihre besten Reisetipps für Orte in Slowenien und Montenegro.

Reiseziele in Slowenien

Das Land Slowenien grenzt direkt an Österreich, Italien, Kroatien und Ungarn und hat rund 2 Millionen Einwohner. Da das Land zur EU gehört, ist die Einreise ganz unkompliziert möglich und als Währung wird der Euro genutzt. Bekannt ist Slowenien hauptsächlich für seine Berge, Seen und auch zum Skifahren bekannt. Die Hauptstadt von Slowenien ist Ljubljana.

Das kleine Örtchen Bled | Crappy Radio Stations

Bled war der erste Stopp auf meiner Slowenien Rundreise vor ein paar Jahren – und hat gleich mal ziemlich hohe Maßstäbe für den Rest des Urlaubs gesetzt! Das kleine Örtchen hat nur etwa 6.000 Einwohner, aber eine echt gute Infrastruktur für Touristen. Das liegt daran, dass der Ort einer der touristischen Hotspots des Landes ist. Und das völlig zu Recht. Bled ist nicht nur (angeblich) der Heimatort der süßen und mächtigen Cremeschnitte, einem Kuchen mit Puddingfüllung, sondern trumpft auch mit dem malerischen Bleder See auf. Das Besondere am See: in seiner Mitte liegt eine kleine Insel mit einer hübschen Kirche.

Ein Spaziergang rund um den See gehört deshalb auch quasi zum Pflichtprogramm in Bled. Das Wasser im See ist unglaublich klar und überall dort, wo sich am Ufer kleine Nischen auftun, liegen im Sommer Touristen und Einheimische, um im See zu baden. Wer es aktiver mag, kann Ruderboote oder SUPs mieten. Für das tolle Postkartenmotiv vom See, das vermutlich jeder aus Bled kennt, solltest du auf deinem Spaziergang knapp hinter dem Campingplatz (oder davor, je nachdem aus welcher Richtung du kommst) auf den kleinen Pfad zum Aussichtspunkt Ojstrica abbiegen. Von beiden Aussichtspunkten hast du einfach einen super schönen Blick über den See – das solltest du auf keinen Fall verpassen!

Weil Bled einfach so hübsch und entspannt ist, ist es auch für die Slowenen selbst ein beliebtes Ausflugsziel im Sommer. Am Samstag und Sonntag kann es also schon mal voll werden. Überlaufen kam es mir deshalb aber trotzdem nicht vor. Für mich war Bled ein echtes Highlight in Slowenien und ich kann dir einen Besuch nur ans Herz legen. 

Frau posiert an einem Aussichtspunkt am See in Bled
Imke vor dem Bleder See | Foto von Crappy Radio Stations

Über Crappy Radio Stations: Reiselustig trotz Vollzeitjob? Das ist manchmal gar nicht so einfach. Deshalb schlägt Imkes Herz für fantastische Kurztrips und Ausflüge zum Seele baumeln lassen. Auf „Crappy Radio Stations“ bietet Imke allen Teilzeit-Weltenbummlern Inspiration für kleine und große Abenteuer fernab vom Büroalltag.

Triglav Nationalpark in Slowenien für Bergfexe und Wasserratten | Anita auf Reisen

Im Norden Sloweniens erheben sich majestätisch die Julischen Alpen. Ein großer Teil der mehr als 150 Gipfel mit über 2000 Meter Höhe liegt dabei mitten drin im Triglav Nationalpark. Ein riesiger Nationalpark, der sowohl echte Bergfexe als auch gemütliche Wasserratten zum Schwärmen bringt. Und das hat sich bereits herum gesprochen.

Vor allem in Juli und August werden gewisse Gebiete des Nationalparks regelrecht von Besuchern gestürmt. Dazu gehört zum Beispiel der Fluss Soča. Wenn du die Naturschönheiten in aller Ruhe genießen willst, komm lieber außerhalb der Hauptsaison. Im Frühling und im Herbst sind wir oft alleine in den Schluchten und können ungestört das Stativ für die Kamera bei den Wasserfällen aufbauen. Wenn es gar nicht anders geht, dann wenigstens im Juli und August auf den öffentlichen Verkehr umsteigen. Dieser ist nämlich im Nationalpark sehr gut ausgebaut.

Allerdings sollten einem die Kurven in den Bergen nichts ausmachen. Die Straße auf den Gebirgspass Vršič ist berühmt-berüchtigt für ihre Serpentinen – und die tollen Ausblicke auf die grauen Gipfel. Abseits der Besucher-Hotspots gibt es viele Naturschönheiten zu entdecken. So wirkt die Industriestadt Jesenice wenig einladend, aber ihre Almen sind dafür umso liebreizender. In der Tolminer Schlucht funkelt das Wasser türkisfarben und Wasserraten folgen Agatha Christie. Sie sagte über Bohinj, dass dieser Ort einfach zu schön für einen Mord sei. Deshalb hielt sie ihn nie literarisch fest. Aber sie erholte sich hier. Durchaus möglich, dass die Krimiautoren auch mal auf eine der umliegenden Hochalmen wanderte oder im See schwamm. Erfrischt und stillt Mordgelüste.

leuchtend blauer Fluss fließt durch eine Schlucht
Tolmin-Schlucht im Triglav NP | Foto von Anita auf Reisen

Mehr zum Blog „Anita auf Reisen“: Anita lebt mitten im Dreiländereck von Kärnten/Österreich, Slowenien und Italien. Seit Kindheitsbeinen an erkundet sie die vielseitige Region und bloggt darüber seit mehreren Jahren. Auch Bücher hat sie bereits über Slowenien verfasst.

Ljubljana: Reizende Mini-Metropole | Weltreize

Lange hatte ich die slowenische Hauptstadt Ljubljana überhaupt nicht auf dem Schirm. Dabei hat sie nicht nur eine entzückende kleine Altstadt mit Burghügel und allem Drum und Dran, sondern kommt, durch einen Studentenanteil von 20 % auch jung, vielseitig und unheimlich lebenswert daher. In Ljubljana kannst du z. B. in einem ehemaligen Gefängnis übernachten, eine Streetart-Tour machen oder dich den ganzen Tag durch die hippen Cafés entlang der Ljubljanica (das ist der Fluss, der durch Ljubljana fließt) schlemmen. Auf dem Kulturareal Metelkova Mesto (einem ehemaligen Kasernengelände) und dem besetzen ROG-Gelände (einer ehemaliger Fahrradmanufaktur) kannst du das alternative Ljubljana kennenlernen, Konzerte besuchen und dich selbst auf die Suche nach Streetart machen.

Aber auch für klassische Städtereisende hat die charmante Mini-Metropole ganz viel zu bieten. Gestaltet wurde sie seit 1925 praktisch von einem einzigen Architekten: Jozef Plecnik. Es gibt tolle Jugendstilbauten, eine verkehrsberuhigte Altstadt mit einer ganz besonderen Brücke, den Volkspark Tivoli und eine über allem thronende Burg.

Blick über die Altstadt von Ljubljana in der Dämmerung
Blick auf Ljubljana | Foto von Weltreize

Über Weltreize: Claudia und Dominik schreiben seit ihrer einjährigen Weltreise auf ihrem Blog Weltreize.com über ihre kleinen und großen Abenteuer. Ihr Motto: Die Welt beginnt vor der eigenen Haustür. Auf ihren Aktiv-, Erlebnis- und Städtereisen lieben sie es, neue Dinge auszuprobieren und mit ein bisschen Angst im Nacken die Komfortzone zu verlassen.

Reiseziele in Montenegro

Der kleine Balkanstaat mit nur rund 630.000 Einwohnern ist bislang noch ein Geheimtipp für die Reise. Dabei gibt es neben wundervollen Küstenstädten auch viel Natur und Berge zu entdecken. Bislang ist Montenegro ein Beitritts-Kandidat für die EU, dennoch ist der Euro die Landeswährung und du kannst dank einer guten Infrastruktur gut im Land herumreisen.

Kotor | Imprintmytravel

Montenegro, der jüngste Staat Europas, fristet neben den Trendzielen Slowenien und Kroatien noch ein Schattendasein, doch das könnte sich bald ändern. Der kleine Adriastaat überzeugt mit viel unberührter Natur, idyllischen Stränden und malerischen Küstenorten. Wer einmal dort war versteht, warum das bezaubernde Montenegro auch den Beinamen „Perle der Adria“ trägt.

Der bekannteste Ort in Montenegro ist Kotor. Eine wunderschöne mittelalterliche Stadt, die sich über der Bucht von Kotor an die steilen Klippen der Karstberge schmiegt. Die Bucht wird aufgrund der langen Schneise, die tief ins Festland reicht, oft auch als südlichster Fjord Europas bezeichnet. Dabei handelt es sich gar nicht um einen Fjord, sondern um ein Flussdelta, das sich im Laufe von Millionen von Jahren seinen Weg durch die Berge bahnte.

Die strategisch günstige Lage machte Kotor im Laufe der Jahre zu einer reichen Handelsstadt, was sich auch im von Kirchen und Palästen geprägten Stadtzentrum widerspiegelt. Das absolute Highlight der Stadt sind die historische Stadtmauer und die Ruine der Festung San Giovanni, die einst von den Venezianern errichtet wurde.

Die Reste der Wehranlage thronen hoch über der Stadt und sind gegen einen verhandelbaren Obolus über einen halsbrecherischen Pfad zu erreichen. Wer den anstrengenden und ein bisschen wagemutigen Aufstieg wagt, wird mit fantastischen Ausblicken auf Kotor und die malerische Bucht belohnt.

Ausblick über die Hafenstadt und das Meer vor Kotor
Blick über Kotor | Foto von Imprintmytravel

Über Imprintmytravel: Lisa schreibt auf ihrem Blog Imprintmytravel.com seit 2014 über ihre beiden Leidenschaften Reisen und Fotografie und teilt ihr Wissen auf spannenden Fotoreisen zu ihren persönlichen Herzensorten.

Durmitor Nationalpark | Reiseblitz

Der Durmitor-Nationalpark war für uns das Top-Highlight unseres Montenegro-Roadtrips. Die wilde, raue Natur und die ursprünglichen Berglandschaften haben uns sehr begeistert. Genieße einen Spaziergang mit Aussicht um den tiefgrünen See Crno Jezero oder eine ausgedehnte Wanderung durch die hügelige Steppe.

Auf keinen Fall verpassen solltest du eine Fahrt auf der Durmitor-Ringstraße. Diese 80 Kilometer lange Panoramaroute schlängelt sich ringsum durch den Nationalpark und die schroffen Gipfel. Mit der Tara-Schlucht bietet der Durmitor-Nationalpark zudem die tiefste Schlucht Europas. Sie lädt zum Wandern, Raften oder Canyoning ein.

Ein guter Ausgangsort für die Erkundung der Region ist die Kleinstadt Žabljak im Osten des Nationalparks. Was du von dort aus unternehmen kannst, zeigen wir dir in unserem Durmitor-Blogartikel.

Ausblick über Berge und einen See - im Vordergrund ein Schild "Durmitor"
Durmitor Nationalpark | Foto von Reiseblitz

Über Reiseblitz: Um die meist knappe Zeit am Reiseziel bestmöglich zu nutzen, ist gute Organisation für Wolfgang und Jessica oberstes Gebot. Auf reiseblitz.com berichten die beiden von ihren gut geplanten Roadtrips, Kurz- und Rundreisen um die ganze Welt.

Wandern in Montenegro | Komm rum!

Montenegro bietet abseits der stark frequentierten Küstenabschnitte eine überwältigende und wenig touristische Auszeit mit majestätischen Bergen, klaren Seen und beeindruckenden Fjorden – perfekt zum Wandern also. Und das direkt am Mittelmeer und damit optimal mit ein paar Tagen Strand kombinierbar, um den müden Beinen nach der Anstrengung in den Bergen eine Auszeit zu gönnen.

Unsere Empfehlung: einen Wanderroadtrip machen. Also Auto mieten und das kleine Land mit dem Auto auf eigene Faust bereisen. Dabei kann man sich prima an kleine, familiengeführte B&Bs halten, so Land, Leute & Küche bestens kennenlernen und die besten Wandertipps „abstauben“.

Unser Top-Tipp sind die Nationalparks Durmitor und Biogradska, wobei der Durmitor nicht nur den zweittiefsten Canyon der Welt (weit tiefer als 1.000m), sondern mit Bergen bis zu 2.300m auch super schöne alpine Bergwanderungen bereithält. Die Beschilderung ist überall vorbildlich (immer dem kleinen weiß-roten Punkt folgen), sodass man sich in Kombination mit GPS kaum verlaufen kann – es gibt also keine Ausreden :). Unsere Highlights waren der Mount Prutas im Durmitor und der Bendovac im Biogradska. Beide sind für einigermaßen erfahrene und trainierte Wanderer an einem Tag kein Problem und belohnen mit Wahnsinnsausblicken. Aber auch für weniger ambitionierte Wanderer gibt es einiges zu erkunden, wie beispielsweise den einstündigen Anstieg am Mount Curavec, der den wahrscheinlich besten Ausblick auf den Tara Canyon bietet.

Das Beste: ihr werdet selbst im Sommer kaum andere Touristen treffen und habt die atemberaubende Natur größtenteils für euch alleine!

Ausblick über grüne Berge und Seen bei leicht bewölktem Himmel
Ausblicke in den Bergen von Montenegro | Bild von Komm rum!

Über Komm rum!: Komm rum! zeigt euch die Welt aus vier Augen und zwanzig Fingern – Nina und Malte geben euch Einblicke in ihre Lieblingsreiseziele. Oft als Road Trip, immer begleitet von gutem Essen und entsprechenden Empfehlungen. Wer viel rumkommt, ist hier genau richtig!

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