Weinberge, auf einem kleinen Hügel steht ein Schloss; im Hintergrund hohe Berge und Wolken am Himmel
Europa

Wanderurlaub in Meran

Die letz­te Sta­ti­on unse­res klei­nen Ita­li­en-Road­trips führ­te uns nach Meran in Süd­ti­rol. Ich hat­te den Ort aus­ge­sucht, weil ich schon immer mal dort­hin rei­sen woll­te und es noch nie geklappt hat. Bei die­ser Tour lag Süd­ti­rol jetzt ein­fach per­fekt auf der Rei­se­rou­te 🙂

Vor­ab hat­ten wir ein Hotel in Dorf Tirol gebucht, das liegt nur weni­ge Kilo­me­ter von Meran ent­fernt und noch ein wenig höher. Im Hotel Gar­ni Kess­ler* lie­ßen wir es uns 4 Tage lang gut gehen und hat­ten einen opti­ma­len Aus­gangs­punkt für alle unse­re Unter­neh­mun­gen. Nach einem anstren­gen­den Tag konn­ten wir hier auch im Pool und dem schö­nen Gar­ten­be­reich ent­span­nen.

Aber wir lagen natür­lich nicht nur im Gar­ten unse­res Hotels her­um, son­dern waren viel unter­wegs und haben eini­ge Wan­der­we­ge getes­tet. Wenn es nach mir gegan­gen wäre, wären wir sicher­lich noch höher hin­aus gewan­dert, aber ich war ja mit mei­nem Wan­der­muf­fel (*lie­be­voll*) unter­wegs. Also sind wir Kom­pro­mis­se beim Schwie­rig­keits­grad ein­ge­gan­gen und hat­ten trotz­dem wun­der­vol­le Tage.

Die­ser Arti­kel ent­hält Emp­feh­lungs-Links (*). Wenn du ein Hotel über den Emp­feh­lungs-Link buchst, bekom­me ich dadurch eine klei­ne Pro­vi­si­on. Für dich ver­än­dert sich der Preis nicht, aber du kannst mich damit unter­stüt­zen. 

Schwimmteich mit Seerosen und einem kleinen Steg, dahinter eine Wiese mit Fass-Sauna
Schwimm­teich und Sau­na im Gar­ten­be­reich des Hotels

Herrschaftsweg

An unse­rem Ankunfts­tag woll­ten wir am Nach­mit­tag noch ein wenig die Gegend erkun­den und mach­ten uns zuerst auf den Weg zur Tal­sta­ti­on der Seil­bahn Hoch­muth. Hier besorg­ten wir uns eine Wan­der­kar­te und schau­ten, was wir an die­sem Tag noch erle­ben könn­ten. Kur­zer­hand ent­schie­den wir uns für den, als land­schaft­lich schön beschrie­be­nen, Herr­schafts­weg.

  • Start und Ziel: Dorf Tirol
  • höchs­te Stel­le: ca. 820 m
  • Höhen­me­ter: 462 m
  • Län­ge: 6,7 km
  • Schwie­rig­keits­grad: leicht

Wir star­te­ten also an der Seil­bahn und wan­der­ten durch die Apfel­plan­ta­gen bis zum Far­mer­kreuz. Hier kreuzt der Weg wie­der eine klei­ne Stra­ße und am Far­mer­kreuz fan­den wir ein paar Bau­ern­hö­fe und ein Restau­rant vor.

Meran -Blick auf Dorf Tirol über grüne Wiesen und Apfelbäume

Nach­dem wir bis hier­her immer berg­auf gelau­fen waren, ging es jetzt über eine lan­ge Trep­pe wie­der ein Stück­chen nach unten und über einen schö­nen Wan­der­weg wei­ter durch den Wald. Nach eini­ger Zeit konn­ten wir schon ers­te Bli­cke auf das Schloss Tirol wer­fen und näher­ten uns ste­tig dem Ziel.

Immer wie­der war der Blick ins Tal frei und durch das son­ni­ge Wet­ter hat­ten wir einen guten Pan­ora­ma­blick auf Meran. Unter­wegs gab es auch mal eine Bank mit Aus­sicht, die war aber so heiß, dass ich nach weni­gen Sekun­den schon wie­der auf­ge­stan­den bin 😉

Ausblick auf Meran - Der Ort ist umgeben von Bergen
Steinmännchen am Wanderweg - im Hintergrund: Ausblick auf Meran

Am Schloss Tirol ange­kom­men über­leg­ten wir kurz, die­ses auch zu besich­ti­gen, aber es war schon spä­ter Nach­mit­tag und so ent­schie­den wir uns dage­gen. Ansons­ten ist es bestimmt ein tol­les Erleb­nis, das Muse­um im Inne­ren zu besu­chen. Also ver­weil­ten wir nur kurz und folg­ten dann der Stra­ße zurück ins Dorf.

Die Tour über den Herr­schafts­weg ist land­schaft­lich schön und leicht zu gehen (ging auch in Sport­schu­hen super gut). Wir haben knapp 2 Stun­den für den Rund­weg gebraucht und sind trotz der Hit­ze nur zu Beginn kurz ins Schwit­zen gekom­men.

Wanderung auf den Mutkopf

Am zwei­ten Tag in Meran stand unse­re größ­te Wan­de­rung an. Es war mit Abstand nicht die längs­te Stre­cke, die wir in Meran gewan­dert sind, aber die mit den meis­ten Höhen­me­tern. Ich war schon mor­gens sehr gespannt auf die Aus­bli­cke, die uns unter­wegs erwar­ten wür­den. Für dich gibt es zunächst eine kur­ze Über­sicht zum Wan­der­weg:

  • Start & Ziel: Dorf Tirol
  • höchs­te Stel­le: Gast­hof Mut­kopf — 1.684 m
  • Höhen­me­ter: 1.186
  • Stre­cke: je nach Weg 8–9 km
  • Schwie­rig­keits­grad: mit­tel*

*der Schwie­rig­keits­grad ist mei­ne per­sön­li­che Ein­schät­zung.

Der Start der Wan­de­rung zum Mut­kopf befin­det sich in Dorf Tirol und führt zunächst über den uns bereits bekann­ten Weg durch die Apfel­plan­ta­gen bis zum Far­mer­kreuz. Hier über­quer­ten wir kurz die Stra­ße und lie­fen ab in den Wald. Der Wald kam uns sehr gele­gen, weil die Son­ne auch mor­gens um 9 Uhr schon sehr kräf­tig war. Schat­tig war es dann zwar, aber die Hit­ze blieb irgend­wie auch im Wald bestehen. Oder lag es am anstren­gen­den Auf­stieg? Wir kamen auf jeden Fall nach kur­zer Zeit ordent­lich ins Schwit­zen, denn der Weg (Nr. 23B) führ­te direkt steil berg­auf.

Wegweiser mit mehreren hölzernen Schildern mitten im Wald
Unter­wegs zu den Mut­hö­fen

Bis zu den Mut­hö­fen führ­te der Wan­der­weg größ­ten­teils durch den Wald und die­ser war nur an weni­gen Stel­len unter­bro­chen. Zwi­schen­durch gab es auch recht schma­le Wege, die direkt an einem Hang ent­lang führ­ten und von denen aus es einen tol­len Blick auf den unter uns lie­gen­den Ort gab. Nach einer guten Stun­de erreich­ten wir die Mut­hö­fe und waren jetzt unge­fähr auf Höhe der Berg­sta­ti­on der Gon­del.

Zum ers­ten Mal tra­fen wir hier auf ande­re Wan­de­rer. Und wir wähl­ten direkt den fal­schen Weg, denn die Weg­be­schrei­bung der Wan­der­kar­te hät­te uns genau in die ande­re Rich­tung geführt. Weil uns das aber nicht ganz klar war, wähl­ten wir den Weg (Nr. 23) quer über die Wie­se und fan­den eine Beschil­de­rung zum Gast­hof Mut­kopf. Also haben wir uns im Prin­zip nicht ver­lau­fen, sind aber den Rund­weg in ent­ge­gen­ge­setz­te Rich­tung gegan­gen (Nr. 22). Das soll­te sich im Nach­hin­ein noch als gute Ent­schei­dung her­aus­stel­len, denn unser Hin­weg berg­auf war dadurch deut­lich stei­ler als der Rück­weg berg­ab — und das emp­fin­de ich beim Wan­dern als ganz ange­nehm.

Ausblick auf die Stadt Meran, Berge im Hintergrund, Sonnenstrahlen brechen durch die Wolken, im Vordergrund ein Paragleiter
Blick auf einen Berg mit Feldern und der Bergstation einer Gondel
Blick auf die Berg­sta­ti­on

Nach einer kur­zen Ver­schnauf­pau­se bei den Mut­hö­fen wan­der­ten wir wei­ter in Rich­tung Gip­fel. Der Weg führ­te wie­der durch den Wald und so lie­fen wir über Stock und Stein immer wei­ter nach oben. Hier gab es kaum Stre­cken­ab­schnit­te zum Erho­len, denn es ging wirk­lich die gan­ze Zeit steil berg­auf. Dabei kamen wir ganz schön ins Schwit­zen und freu­ten uns umso mehr, als der Gip­fel immer näher kam. Kurz vor dem Ziel lich­te­te sich der Wald kurz­zei­tig, sodass ich noch ein­mal nach unten foto­gra­fie­ren konn­te und wir sehen konn­ten, wo wir gera­de her­ge­kom­men waren 🙂

Ausblick auf Meran zwischen Bäumen hindurch

Ordent­lich nass geschwitzt kamen wir nach gut 2 Stun­den oben am Gast­haus Mut­kopf an. Die Ter­ras­se war schon gut besucht und emp­fing uns mit Tischen, Bän­ken und Son­nen­schir­men — und natür­lich bes­tem Aus­blick 🙂 Wir stärk­ten uns kurz mit einer Apfel­schor­le, bevor wir dann den Weg berg­ab in Angriff nah­men. Weil ein Gewit­ter ange­sagt war und sich der Him­mel schon ein wenig zuzog, fiel die Pau­se für uns eher kurz aus.

Ein wenig erfrischt und erholt star­te­ten wir in die zwei­te Etap­pe unse­rer Wan­de­rung immer den Berg hin­un­ter. Dies­mal ging es über den Weg Nr. 22, der tat­säch­lich deut­lich fla­cher war, als unser Hin­weg (Nr. 23). So wan­der­ten wir recht unan­ge­strengt auf die Berg­sta­ti­on der Gon­del zu. Unter­wegs kamen uns auf die­sem Weg wirk­lich vie­le Wan­de­rer ent­ge­gen, denn der Weg von der Berg­sta­ti­on aus ist nicht so weit und wird offen­sicht­lich auch von vie­len Fami­li­en gegan­gen.

Gasthaus Mutkopf - 1.684 m
Frau steht auf einem schmalen Bergweg, im Hintergrund Wald, links ein abfallender Hang mit Wiese

Kurz bevor wir die Berg­sta­ti­on erreich­ten, gelang­ten wir zu einer Weg­ga­be­lung, an der ein Weg zur Mut­spit­ze führ­te und der ande­re wei­ter zur Berg­sta­ti­on. Hier gibt es eine klei­ne Aus­sichts­platt­form, die wir natür­lich für einen Rund­um-Blick und eine kur­ze Pau­se nutz­ten. Die Platt­form ist noch rela­tiv neu und die Hin­weis­ta­feln zei­gen die Namen der umlie­gen­den Ber­ge. Fas­zi­niert war ich von den Fern­glä­sern, bei denen beim Durch­schau­en gleich­zei­tig der Name des ange­se­he­nen Gip­fels ange­zeigt wird. Bei die­sem klei­nen Zwi­schen­stopp sind natür­lich noch eini­ge Bil­der ent­stan­den 😉

Nach dem Besuch der Aus­sichts­platt­form wur­den wir dann noch ein­mal rich­tig schnell, denn wir hör­ten das ers­te Don­ner­grol­len in der Fer­ne und ers­te Regen­trop­fen fie­len. Also wan­der­ten wir zügig berg­ab und leg­ten den kom­plet­ten Rück­weg nach Dorf Tirol in rasan­tem Tem­po zurück. Dabei nah­men wir zuerst ein Stück den Wirt­schafts­weg bis wir wie­der auf den Weg 23B gelang­ten. Ein wenig erschöpft kamen wir unten in Dorf Tirol an und sind fast tro­cken geblie­ben 🙂

Alles in allem haben wir für die Wan­de­rung etwas mehr als 4 Stun­den benö­tigt und haben dabei gute 8 km zurück­ge­legt. Mir hat die Wan­de­rung super gut gefal­len, weil es auch bei hei­ßem Wet­ter genü­gend Schat­ten unter­wegs gibt und die Aus­bli­cke auf Meran unglaub­lich schön sind 🙂

Wandern nach Meran über den Tappeinerweg

Der Tapp­ei­ner­weg ver­läuft ober­halb von Meran auf einer Höhe von ca. 380 m und bie­tet schö­ne Aus­bli­cke und ein biss­chen medi­ter­ra­nes Flair. Ins­ge­samt ist der gut 4 km lan­ge Weg nicht schwie­rig zu gehen und mehr ein Spa­zier­weg. Aber die­sen ent­spann­ten Weg, der uns gut von Dorf Tirol nach Meran führ­te, möch­te ich dir natür­lich nicht vor­ent­hal­ten.

Wir star­te­ten wie­der in Dorf Tirol und lie­fen zunächst ein Stück­chen über den Gnaid­weg bis wir zum offi­zi­el­len Ein­stieg in den Tapp­ei­ner­weg gelang­ten. Hier steht ein alter Tor­bo­gen mit der Auf­schrift “Tapp­ei­ner-Pro­me­na­de” — ganz klar, hier sind wir rich­tig.

Weg umgeben von Bäumen mit Torbogen "Tappeiner-Promenade"
Weg zwischen Weinbergen
Start auf dem Gnaid­weg

Wo zuvor ein Teil unse­res Weges noch über einen unbe­fes­tig­ten Weg quer durch den Wald führ­te, fan­den wir jetzt einen asphal­tier­ten Weg vor, der sich am Hang ent­lang schlän­gel­te. Direkt zum Start ent­deck­ten wir eini­ge Pal­men und Blu­men, die den Weg säum­ten. Schon nach weni­gen Metern gab es die ers­te Aus­sichts­mög­lich­keit, die den Blick auf Meran frei­gab.

Ganz in Ruhe spa­zier­ten wir über die Pro­me­na­de bis nach Meran, wo wir unse­ren Tag ver­brin­gen woll­ten. Mehr dazu gibt es spä­ter noch in einem eige­nen Blog-Bei­trag.

Mein Fazit für den Tapp­ei­ner­weg: Der Weg ist ein sehr leicht zu gehen­der und schö­ner Pan­ora­ma­weg und gleich­zei­tig eine gute Ver­bin­dung von Dorf Tirol nach Meran. Die­ser Weg ist übri­gens auch kin­der­wa­gen­taug­lich und hat fast kei­ne Stei­gun­gen — also eine kla­re Emp­feh­lung für dei­nen Auf­ent­halt in Meran oder Dorf Tirol.

Frau steht auf Aussichtsplattform - im Hintergrund Berge und die Stadt Meran

Wanderung auf dem Panoramaweg

Neben dem Tapp­ei­ner­weg gibt es noch meh­re­re ande­re Ver­bin­dungs­we­ge von Dorf Tirol nach Meran. Und da wir tat­säch­lich für die gan­ze Zeit in Dorf Tirol das Auto ste­hen gelas­sen haben, konn­ten wir alle Wege nach Meran tes­ten. Den Pan­ora­ma­weg sind wir dabei auf dem Rück­weg von Meran hoch nach Dorf Tirol gelau­fen.

  • Start: Meran
  • Ziel: Dorf Tirol
  • Län­ge: ca. 2,5 km
  • Höhen­me­ter: 223 m
  • Schwie­rig­keits­grad: ein­fach
alter Einer-Sessellift - im Hintergrund die Stadt Meran

Wir sind direkt hin­ter der Pfarr­kir­che Sankt Niko­laus in Meran auf dem Tiro­ler­steig gestar­tet. Der Tiro­ler­steig führt über meh­re­re Keh­ren steil nach oben zum Tapp­ei­ner­weg. Hier kreu­zen sich die Wege und die Wan­de­rung führt nach links wei­ter zum Gast­hof Saxif­ra­ga, wo sich der Weg wie­der­um teilt. An die­ser Stel­le ver­lie­ßen wir den Tapp­ei­ner­weg und folg­ten dem Pan­ora­ma­weg, der rechts­sei­tig für gut einen Kilo­me­ter bis zum Segen­bü­hel­weg führ­te.

Der Weg hat eine ste­ti­ge Stei­gung, ist aber asphal­tiert / geschot­tert und lässt sich super gut gehen. Zur Tal­sei­te hin hat­ten wir immer wie­der einen guten Aus­blick auf Meran und konn­ten die Stadt noch ein­mal ganz in Ruhe von oben anschau­en.

Ange­kom­men am Segen­bü­hel­weg lie­fen wir den letz­ten Kilo­me­ter bis in den Orts­kern von Dorf Tirol an der Stra­ße ent­lang. Das ist zwar kei­ne span­nen­de Wan­de­rung, aber auch unpro­ble­ma­tisch, weil die Stra­ße nicht all­zu stark befah­ren ist. Dafür konn­ten wir uns die vie­len Hotels anschau­en und bewun­dern, was für schi­cke Anla­gen es hier gibt 😉

Straße mit Häusern am Rand - im Hintergrund begrünte 'Berge
unter­wegs auf dem Segen­bü­hel­weg

Wanderung von Dorf Tirol nach Schenna

Die letz­te Wan­de­rung unse­rer Rei­se führ­te uns in den Ort Schen­na, der auf der gegen­über­lie­gen­den Tal­sei­te von Dorf Tirol liegt. Die Idee zur Wan­de­rung war ein Kom­pro­miss und ver­sprach für uns bei­de eine ange­neh­me Wan­de­rung, mit weni­gen Höhen­me­tern, aber trotz­dem span­nen­den Wan­der­we­gen. Außer­dem hat­ten wir geplant, den Waal­weg in Schen­na zu lau­fen — die­sen Plan konn­ten wir lei­der auf­grund eines star­ken Gewit­ters nicht mehr umset­zen. Also berich­te ich dir hier nur von der klei­nen Wan­de­rung von Dorf Tirol nach Schen­na.

  • Start: Tou­ris­mus­bü­ro Dorf Tirol
  • Ziel: Schen­na
  • Län­ge: 5 km
  • Höhen­me­ter berg­auf: 267 m
  • Höhen­me­ter berg­ab: 265 m
  • höchs­te Stel­le: 577 m
Straße neben Weinbergen, ein Haus steht an der Straße

Wir began­nen die Wan­de­rung nicht am Tou­ris­mus­bü­ro, denn unser Hotel lag am Ling­weg und von hier aus gibt es eine schö­ne Quer­ver­bin­dung zwi­schen den Apfel­hai­nen hin­durch bis zum Aich­weg. Am Beginn des Aich­wegs befin­det sich das Tou­ris­mus­bü­ro, aber unser Weg kam ein Stück­chen davon ent­fernt an der Chie­sa di San Ruper­to aus. Die klei­ne Kir­che haben wir bei der Gele­gen­heit natür­lich auch kurz ange­schaut.

kleine alte Holzkirche am Rande der Straße in den Bergen
Chie­sa di San Ruper­to

Der Wan­der­weg führt zu Beginn den kom­plet­ten Aich­weg ent­lang bis zu Jau­fen­stra­ße. Die­se Stre­cke ist eine ganz nor­ma­le, asphal­tier­te Stra­ße mit Bür­ger­steig; uns begeg­ne­ten nur weni­ge Autos, aber wir freu­ten uns schon auf einen inter­es­san­te­ren Wan­der­weg. Die Jau­fen­stra­ße wie­der­um ist eine viel befah­re­ne Haupt­stra­ße, an der die Beschil­de­rung kurz­zei­tig man­gel­haft war. Da wir eine Kar­te dabei hat­ten, wuss­ten wir, dass wir gute 100 m nach rechts an der Stra­ße ent­lang lau­fen müs­sen. Ansons­ten hät­te es hier kein Schild gege­ben und auch der Ein­stieg in den Wald­weg war kaum sicht­bar auf der lin­ken Stra­ßen­sei­te. Nach­dem wir aber die­ses häss­li­che Stück des Weges hin­ter uns gebracht hat­ten, ging es rich­tig los.

Über einen Wald­weg (Nr. 5A) wan­der­ten wir jetzt durch die Apfel­hai­ne bis zum Puren­weg — von hier aus ging es wei­ter zum Pas­serweg. Wir über­quer­ten unter­wegs schon eine Brü­cke mit Blick auf einen klei­nen Was­ser­fall und auch die Beschil­de­rung zur Pas­ser war gut sicht­bar und sehr ein­deu­tig 🙂 Bis hier­her ver­lief die Wan­de­rung übri­gens immer nur berg­ab. Der Pas­serweg war dann rela­tiv eben und erst nach über­que­ren der Brü­cke über die Pas­ser wur­de es anstren­gend und ging wie­der berg­auf.

Das ers­te Stück brach­te uns dann direkt ins Schwit­zen und wir stie­fel­ten einen stei­len, schma­len Weg über Wur­zeln hin­auf. Ab jetzt war ich voll in mei­nem Ele­ment und konn­te die Wan­de­rung noch mehr genie­ßen, denn der Wald­weg war an eini­gen Stel­len rela­tiv schmal und ein klei­nes Flüss­chen floss zwi­schen Weg und Berg. Land­schaft­lich war der Weg also super schön und auch nicht zu anspruchs­voll. Nach einer hal­ben Stun­de Berg­auf-Wan­dern erblick­ten wir die Pfar­rei Maria Him­mel­fahrt und das Mau­so­le­um Schen­na. Bei­de lie­gen expo­niert am Berg und sind weit­hin sicht­bar. Das Ziel war also in Sicht und der Weg nicht mehr weit, ins­ge­samt waren wir jetzt 1:10 h unter­wegs.

Ange­kom­men in Schen­na mach­ten wir uns zunächst auf den Weg zur Kir­che und lug­ten ein­mal in die hüb­sche Kir­che hin­ein. Über den Fried­hof gelang­ten wir zum Mau­so­le­um, das heu­te lei­der geschlos­sen war. An man­chen Tagen kann es besich­tigt wer­den.

Straße neben Weinbergen, auf einem Hügel sind zwei Kirchen zu sehen
Friedhof mit Kirche und Grabsteinen, im Hintergrund Berge und dunkle Wolken

Geplant war jetzt, wie bereits erwähnt, die Wan­de­rung über den Waal­weg, als wir ein ers­tes Don­ner­grol­len hör­ten. Ein Stück­chen lie­fen wir in Rich­tung Waal­weg, muss­ten aber nach 15 Minu­ten abbre­chen, weil die ers­ten Blit­ze am Him­mel zu sehen waren und das Gewit­ter kurz dar­auf zusam­men mit Stark­re­gen über Schen­na her­ein­brach. Also setz­ten wir uns kur­zer­hand in den nächs­ten Bus und fuh­ren nach Meran, wo wir noch ein biss­chen durch die Stadt spa­zier­ten und das Bes­te aus dem ver­reg­ne­ten Tag mach­ten.

Weinberge und grüne Hügel, dazwischen immer wieder Häuser und Berge
Aus­blick über die Wein­ber­ge von Schen­na aus

2 Comments

    • CoRi

      Hal­lo San­ne,
      uns hat es auch wirk­lich gut gefal­len in Dorf Tirol.
      Da schaue ich doch ger­ne mal bei dir auf dem Blog vor­bei, wel­che Wan­de­run­gen ihr mit den Kin­dern unter­nom­men habt 🙂
      Schö­ne Grü­ße
      Corin­na

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