Deutschland

Wandern in der Wanderregion Solling-Vogler im Weserbergland in Niedersachsen

Die Wanderregion Solling-Vogler liegt im Südwesten von Niedersachsen und grenzt direkt an Ostwestalen. Die Region Solling-Vogler erstreckt sich über eine Strecke von rund 85 km entlang der Weser und ist ein Zusammenschluss aus zehn Urlaubsorten, wie z. B. Holzminden, Uslar und Bodenfelde. Für Aktivurlauber steht in der Region ein buntes Programm an Outdoor-Aktivitäten zur Verfügung; es gibt insgesamt 17 Qualitätswanderrouten und zahlreiche Radwege.

Besonders hervorzuheben ist, dass die Wanderregion Solling-Vogler Niedersachsens 1. Qualitätsregion Wanderbares Deutschland ist; das bedeutet, dass es in dieser Region des Weserberglandes besonders gut gepflegte Wanderwege, spezielle Unterkünfte für Wanderer und Pauschalangebote zum Wandern in der Region gibt. Und von diesen Qualitätsmerkmalen durfte ich mich im August 2022 selbst überzeugen.

Auf meiner Reise standen insgesamt drei besondere Wander-Erlebnisse auf dem Programm: Eine Rundwanderung auf der Zweitürmetour bei Bodenwerder, eine Etappe auf dem Weitwanderweg „Weserberglandweg“ und eine Wanderung mit Huskys in Silberborn.

Die Reise durfte ich auf Einladung der TourismusMarketing Niedersachsen GmbH im Rahmen einer Pressereise erleben. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

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Ausblick über ein Dorf umgeben von einer geschwungenen Straße und grünen Feldern
Ausblick auf Bodenwerder bei der Zweitürmetour

Rundwanderung Zweitürmetour in Bodenwerder

Die Reise startete nach einem köstlichen Mittagessen in der Schlosswirtschaft Hehlen mit der Rundwanderung auf dem Zwei-Türme-Weg in Bodenwerder. Zusammen mit einem Gästeführer startete die mittelschwere Tour mit rund 8 km Länge und tollen Aussichten vom Wanderparkplatz „Lenne-Freizeit-Weg“ [Buchhagen 8, 37619 Bodenwerder].

Zunächst führt der Wanderweg für gut 2 km stetig bergauf bis zur Königszinne auf ca. 275 m Höhe. Unterwegs dorthin passiert man einen alten Gutshof aus wundervollem Fachwerk und ein sehr verstecktes und selten zugängliches orthodoxes Kloster. Nach einem etwas steileren Anstieg kommt hinter einer Kehre die Königszinne zum Vorschein. Bei unserer Wanderung dorthin wurden wir an dieser Stelle leider von einem kräftigen Regenschauer inklusive Gewitter überrascht. Daher war die Aussicht auf Bodenwerder und das Umland leider nicht ganz so super. Aber bei gutem Wetter wird sie richtig gut sein. Der Regen verzog sich beim Abstieg zum Glück und so war die Aussicht vom Bismarckturm später umso besser.

Bild zeigt einen Wanderweg im Wald mit Blick auf einen höher gelegenen Turm mit Zinnen und einer Fahne
Blick auf die Königszinne
Ausblick von oben auf eine kleine Stadt im Regen
Aussicht von der Königszinne im Regen

Nach dem Abstecher zur Königszinne verlief der Wanderweg in schmalen Serpentinen im Wald stetig bergab bis hinunter zum Ort Bodenwerder. Auf einer Strecke von knapp 2 km werden hierbei ca. 150 Höhenmeter zurückgelegt. Dann gelangt man zur Hauptstraße, die hier überquert werden muss. Nach wenigen Metern wird noch eine Brücke über die Weser passiert, hinter der es dann direkt wieder hinein in die Wälder geht. Und dort folgt auch schon der zweite Anstieg der Wanderung hinauf zum Bismarckturm. Dieser Anstieg ist definitiv etwas fordernder als der zur Königszinne. Diesmal geht es auf einer Strecke von 600 m in Serpentinen den Berg hinauf und es werden wiederum 100 Höhenmeter überwunden.

schmaler Wanderweg im Wald an einem Hang im Sonnenschein umgeben von Bäumen
Wanderweg hinauf zum Bismarckturm

Oben angekommen werden die Anstrengungen des Aufstieges mit einer grandiosen Aussicht belohnt – wer noch Energie hat, kann sogar bis hinauf in den 13 m hohen Bismarckturm steigen. Von der Aussichtsplattform gibt es einen tollen Blick auf die Weser, die hier in einer kleinen Schleife am Ort Bodenwerder vorbeifließt und natürlich die Ortschaften. Für mich war dieser Ausblick – auch unabhängig vom Wetter – etwas lohnenswerter als der von der Königszinne.

Ausblick bei Sonnenschein über die leicht geschwungene Weser und einige kleine Städte mit vielen Feldern und grünen Wiesen vor sanften Hügeln
Aussicht vom Bismarckturm

Der Abstieg erfolgte nun recht moderat auf der Rückseite des Bismarckturmes bis hinunter in den Ort Linse und von dort aus über ebene Wald- und Feldwege bis zurück zum Wanderparkplatz.

Forstweg am Rande eines Waldes mit Blick über Felder und einige Hügel mit grünen Bäumen
Idyllische Wege auf dem Weg zurück nach Bodenwerder

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Hotelempfehlungen Holzminden

Weserhotel Schwager – Am Steinhof 2, 37603 Holzminden

Wandern auf dem Weserberglandweg – Etappe 6

Der Weserberglandweg verläuft auf einer Strecke von 225 km in 13 Etappen von Hann-Münden bis nach Porta-Westfalica. Auf dieser Route kann man beim Wandern das gesamte Weserbergland von Süd nach Nord durchqueren und erlebt viele Highlights am Weg; dazu gehören historische Städte, Schlösser und Burgen und zahlreiche Aussichtsplattformen mit einem tollen Blick auf die Weser.

Ich bin bei meinem Aufenthalt im Weserbergland auf Etappe 6 gewandert. Diese verläuft auf einer Strecke von 22 km von Silberborn bis Stadtoldendorf. Die Highlights auf der Wanderung sind der Aussichtsturm Hochsolling, das Hochmoor Mecklenbruch und das idyllische Hellental. Hinter dem Ort Heinade folgt noch der Holzberg mit einer guten Aussicht auf die Landschaft. Diese Aussicht konnte ich leider nicht genießen, da meine Wanderung in Heinade nach rund 16 km endete.

Forstweg führt an grünen Bäumen entlang durch ein eingeschnittenes Tal
Wanderweg durch das Hellental

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Wanderung von Silberborn bis ins Hellental

Am Rande von Silberborn startet die Wanderung auf dem Weserberglandweg direkt mit einem Highlight, denn nach rund 600 m gelangt man zum Aussichtsturm Hochsolling. Der rund 33 m hohe Turm bietet bei gutem Wetter eine großartige Aussicht auf die umliegende Landschaft mit seinen Ortschaften. Bei meiner Wanderung war von dieser Aussicht leider nicht viel zu sehen, aber ich konnte schon erahnen, wie weit man blicken könnte.

Weg führt zwischen Wiesen und Bäumen zu einem hölzernen Aussichtsturm
Aussichtsturm Hochsolling

Nach dem Abstecher zum Aussichtsturm führt der Wanderweg nun für gut 2 km über schmale Pfade weiter durch den Wald, vorbei an einer historischen Köhlerhütte bis nach Silberborn.

In Silberborn angekommen verläuft der Wanderweg für ein kurzes Stück an der Straße entlang bis zu einem Wanderparkplatz direkt am Hochmoor Mecklenbruch in Silberborn. Im 63 ha großen Hochmoor führen Bohlenwege durch die Natur und bieten gute Blicke auf die Moorlandschaft. Relativ zu Beginn gibt es auch noch einmal einen kleinen Aussichtsturm. Unterwegs geben einige Info-Tafeln weitere Einblicke in die Geschichte des Moores. Nach Durchquerung des Moores hatten wir Glück und konnten einige Exmoor-Ponys am Wegesrand entdecken; diese weideten dort zusammen mit Galloway-Rindern.

Für die nächsten 4 km geht es auf dem Weserberglandweg weiter über breite Forstwege in den Wäldern des Naturschutzgebietes Vogelherd. Am Wegesrand gibt es einige super Aussichten auf das Hellental, das durch einen Grabenbruch entstanden ist. Inmitten des Grabens fließt der kleine Fluss „Helle“.

Blick über eine Moorlandschaft mit einem kleinen See umrundet von lila blühender Heide und Birken
Hochmoor Mecklenbruch

Durch das Hellental bis nach Heinade wandern

Nach dem Abstieg hinunter ins Hellental verläuft der Wanderweg in der Ebene weiter zwischen den beiden Anhöhen entlang. Zu beiden Seiten des Weges gibt es grüne Wiesen, auf denen im 17. Jahrhundert Glasbläserhütten standen. Die historischen Überreste sind leider nicht mehr zu sehen, aber im Heimatmuseum im Ort Hellental sind weitere Informationen und Ausstellungsstücke zu finden.

Auf dem Weg nach Heinade wird nach rund 2 km der Ort Merxhausen erreicht. Dieser wird zwar nicht durchquert, aber auf der Wanderung gibt es gute Aussichten von oben auf den Ort. Nun führt der Wanderweg ausschließlich auf Feld- und Forstwegen zwischen den sanft geschwungenen Hügeln des Weserberglandes entlang. Die ganze Landschaft hier ist sehr idyllisch und es sind nur wenige Menschen unterwegs.

Im Ort Heinade angekommen, sind knapp 17 km der Etappe 6 auf dem Weserberglandweg geschafft. Von nun an sind es noch rund 5 km bis zum Aussichtspunkt auf dem Holzberg und dann noch einmal etwa 3 km bis zum Etappenziel in Stadtoldendorf. Meine Wanderung endete allerdings in Heinade, weil es aufgrund der Wetterverhältnisse keinen allzu großen Sinn gemacht hätte, noch die letzten Kilometer zu laufen. Aussicht war an diesem Tag leider ohnehin nicht mehr zu erwarten.

Kühe mit Kälbern auf einer Weide umgeben von Bäumen an einem Hügel
Kühe weiden im Hellental
Forstweg umgeben von einem Holzzaun und sanft geschwungenen Hügeln mit Feldern und Bäumen
Idyllische Wanderung auf dem Weg nach Heinade

Husky-Trekking auf der Wildnisfarm Silberborn

Ein ganz besonderes Erlebnis der Reise war das Husky-Trekking auf der Wildnisfarm Silberborn. Dort gibt es ein tolles Areal für viele Erlebnisse und hier leben aktuell 16 Huskies und 10 Rentiere zusammen mit einigen Hühnern, Enten und Kaninchen. Neben den Erlebnis-Touren mit Huskys und Rentieren kann man auf dem Gelände in einem zauberhaften Glamping-Zelt zwischen den Rentieren übernachten. Mehr Infos zu den einzelnen Aktivitäten auf der Wildnisfarm findest du auf der Homepage vom Wildguide.

Wildnisfarm Silberborn
Schießhäuserstraße 4
37603 Silberborn

vorne ein Kreis aus einfachen Holzbänken mit Feuerstelle in der Mitte, dahinter ein einfacher Holzzaun und ein helles Zelt. Umgeben ist alles von Wiesen und Bäumen
Wildnisfarm Silberborn

Für unsere Gruppe stand eine rund 5 km lange Wanderung mit den Huskies auf dem Programm. Daher durften wir zunächst die Hunde kennenlernen und erhielten einen Hüftgurt (ähnlich wie ein Klettergeschirr), an dem später die Leine befestigt wird sowie eine kurze Einweisung in den Umgang mit den Huskys. Der Gurt zur Befestigung der Leine war wirklich notwendig, denn die Huskies haben eine unglaubliche Energie und ziehen schon sehr kräftig, wenn es mit der Wanderung losgeht. Jeder Teilnehmer der Wanderung bekommt dann einen Hund, mit dem er die Wanderung unternehmen wird.

Das Tempo der kleinen Rundwanderung durch den Wald war ganz schön hoch, denn die Huskies haben da ein wenig mitbestimmt und Tempo gemacht. Nur bei den Pfützen am Wegesrand konnten sie doch nicht einfach vorbeigehen und so nahmen einige der Hunde zwischendurch noch ein kleines Bad. Nachdem sich mein Husky ein wenig ausgetobt hatte und wir uns aneinander gewöhnt hatten, wurde die Wanderung für mich ein wenig entspannter und es wurde nicht mehr so stark an der Leine gezogen. Da konnte ich dann auch anfangen, die Zeit ein wenig mehr zu genießen. Und zwischendurch gab es natürlich auch mal eine kleine Streicheleinheit für meinen Husky Elena.

sitzender Husky mit schwarzem Fell, weißer Nase und blauen Augen
Husky Elena nach der Wanderung
breiter Wanderweg im Wald. Zu sehen sind einige Huskys an langen Leinen sowie weitere Personen
Wanderung mit Huskies

Nach der tollen Wanderung gaben wir unsere Huskies wieder ab, damit diese sich ein wenig ausruhen konnten. Für uns ging es dann weiter zu den Rentieren, die wir mit einer tollen Leckerei aus Flechten füttern durften. So kamen wir ganz nah an die Rentiere heran und es war eine großartige Erfahrung, diese schönen Tiere mal aus der Nähe zu erleben.

Außerdem konnten wir einen Blick in das super gemütlich eingerichtete Glamping-Zelt werfen, das mitten auf der Wiese bei den Rentieren steht. Dort kann man zu jeder Jahreszeit übernachten, denn für den Winter gibt es sogar einen kleinen Ofen im Zelt.

Rentier mit einem roten Halfter wird aus der Hand gefüttert
Rentiere füttern auf der Wildnisfarm Silberborn

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