Meran - Fluss fließt entlang der Stadt
Europa

Meran — Spaziergang durch die Altstadt und die Gärten Trauttmansdorff

Als letz­te Sta­ti­on unse­res Ita­li­en-Road­trips stand ein Ziel in Süd­ti­rol auf dem Plan — es ging nach Meran. Unse­re Unter­kunft hat­ten wir in Dorf Tirol, weni­ge Kilo­me­ter von Meran ent­fernt, bezo­gen. Mehr dazu fin­dest du in mei­nem Blog­post zum Wan­dern in Meran und Dorf Tirol.

Aber natür­lich waren wir nicht nur wan­dern, son­dern haben auch die Stadt Meran selbst besucht. Die his­to­ri­sche Alt­stadt ist super schön, es gibt zwei Pro­me­na­den ent­lang der Pas­ser und ein beson­de­res High­light sind die Gär­ten Trautt­mans­dorff.

Meran — Kurzer Faktencheck

  • zweit­größ­te Stadt in Süd­ti­rol (nach Bozen)
  • ca. 40.000 Ein­woh­ner
  • war frü­her die Lan­des­haupt­stadt von Tirol
  • heu­te: bekann­te Ther­me & Euro­pas größ­ten Pfer­de­renn­platz
Fluss mit Steinen in der Mitte, am Rande die Therme Meran
Blick über die Pas­ser und auf die Ther­me Meran

Historische Altstadt

Die his­to­ri­sche Alt­stadt von Meran besticht nicht nur mit den hüb­schen Lau­ben­gas­sen, dem mar­kan­ten Kur­haus und den Pro­me­na­den ent­lang der Pas­ser. Wei­te­re his­to­ri­sche Gebäu­de sowie die Pfarr­kir­che sind sehr sehens­wert.

Wir sind zu Fuß nach Meran gelau­fen und waren sehr erfreut, dass alle “Sehens­wür­dig­kei­ten” recht nah bei­ein­an­der lagen, sodass wir uns auch hier kom­plett zu Fuß fort­be­we­gen konn­ten. Ins­ge­samt gefiel uns die Stadt Meran rich­tig gut, denn das gesam­te Zen­trum (und auch alles ande­re, was wir gese­hen haben) war sehr gepflegt und sau­ber. Unter­wegs fan­den wir ent­lang der Pro­me­na­de immer mal wie­der schö­ne Kunst­wer­ke. Die zei­ge ich dir hier ein­mal direkt, bevor ich dir von unse­rem Gang durch die Alt­stadt berich­te.

Spirale aus Metall als Kunstwerk

Kurhaus

Adres­se: 
Frei­heits­stra­ße 33
39012 Meran
Süd­ti­rol / Ita­li­en

Vom Tapp­ei­ner­weg aus führ­te unser ers­ter Weg bis hin­un­ter zur Pas­ser, wo wir einen Blick auf die Ther­me Meran war­fen. Nach kur­zer Erho­lungs­pau­se auf einer der vie­len Bän­ke schlen­der­ten wir die Kur­pro­me­na­de ent­lang und gelang­ten so zum Kur­haus. Die­ses wur­de Ende des 19. Jahr­hun­derts erbaut und es wirkt sehr ele­gant und trotz sei­ner Grö­ße unauf­dring­lich. Heu­te fin­den im Kur­haus Ver­an­stal­tun­gen statt.

In Kom­bi­na­ti­on mit der Berg­ku­lis­se und der Pro­me­na­de gefiel es uns hier schon echt gut. Und das war erst der Anfang unse­rer Tour durch Meran 😉

Meran - weißes Kurhaus mit Säulen
Kurhaus Meran

Meraner Lauben

Die Lau­ben­gas­se in Meran ist eine über 800 Jah­re alte Ein­kaufs­stra­ße inmit­ten der Alt­stadt. Sie wird von zwei Häu­ser­rei­hen mit Lau­ben­gas­sen flan­kiert, die noch dazu teil­wei­se mit Erkern und Tor­bö­gen ver­se­hen sind. Das macht die Stra­ße beson­ders und erlaub­te uns an einem hei­ßen Som­mer­tag ein ent­spann­tes Bum­meln durch die Stadt, denn unter den Lau­ben­gän­gen war es schön schat­tig und ein wenig küh­ler 🙂

Mera­ner Lau­ben

Pfarrkirche St. Nikolaus

Adres­se:
Pas­sei­rer Gas­se 3
39012 Meran
Süd­ti­rol / Ita­li­en

Am obe­ren Ende der Mera­ner Lau­ben stan­den wir dann auf dem Kirch­platz der St. Niko­laus-Kir­che. Wir waren nicht in der Kir­che, aber von Außen sieht sie schon echt schön aus. Der Kirch­turm hat direkt meh­re­re Turm­uh­ren und ragt auf­fäl­lig her­vor.

Für uns war die Kir­che ein mar­kan­ter Punkt, weil hin­ter der Kir­che ein Fuß­weg zum Tiro­ler­steig und auch zum Tapp­ei­ner­weg führt.

Kirchturm umgeben von blauem Himmel und kleineren Häusern
Pfarr­kir­che St. Niko­laus

Wander- und Spazierwege

Rund um Meran gibt es vie­le Wan­der- und Spa­zier­we­ge, aber auch mit­ten in Meran sind schö­ne Wege zu fin­den. Da wären z. B. die bekann­te Tapp­ei­ner­pro­me­na­de, der Tiro­ler­steig (Beschrei­bung fin­dest du in mei­nem Blog­post zu Wan­de­run­gen rund um Meran) oder aber die Som­mer- und Win­ter­pro­me­na­de, die ent­lang der Pas­ser ver­lau­fen. Auf dem Weg zu den Gär­ten Trautt­mans­dorff haben wir den Sis­si-Weg ent­deckt, der eben­falls schön zu gehen ist.

Sommer- und Winterpromenade

Die bei­den Pro­me­na­den sind mir sehr gut in Erin­ne­rung geblie­ben, denn hier haben sich die Macher damals rich­tig was gedacht 😉 Es ist nicht unge­wöhn­lich, dass zu bei­den Sei­ten eines Flus­ses je eine Pro­me­na­de ver­läuft, aber hier in Meran befin­det sich am süd­li­chen Ufer der Pas­ser die Som­mer­pro­me­na­de und am nörd­li­chen Ufer die Win­ter­pro­me­na­de.

Wandelhalle an der Winterpromenade
Wan­del­hal­le an der Win­ter­pro­me­na­de

War­um ist das eine jetzt die Som­mer- und das ande­re die Win­ter­pro­me­na­de? Ganz ein­fach — die Som­mer­pro­me­na­de wird von Bäu­men und ande­ren Pflan­zen gesäumt, die im Som­mer wun­der­ba­ren Schat­ten spen­den. So ist ein Spa­zier­gang hier auch bei hei­ßen Tem­pe­ra­tu­ren noch recht ange­nehm. Die Win­ter­pro­me­na­de hin­ge­gen liegt gut in der Son­ne und ver­spricht auch an kal­ten Tagen noch ange­neh­me Spa­zier­gän­ge. An der Win­ter­pro­me­na­de befin­det sich außer­dem die Wan­del­hal­le im Jugend­stil, die für Kul­tur- und Sport­ver­an­stal­tun­gen genutzt wur­de.

Da wir zunächst die Stadt erkun­de­ten, lan­de­ten wir nach einem Gang ent­lang der Kur­pro­me­na­de zunächst auf die Win­ter­pro­me­na­de und lie­fen dann spä­ter noch an der ande­ren Sei­te der Pas­ser die Som­mer­pro­me­na­de ent­lang. Bei­de Wege ver­lau­fen rela­tiv eben und sind schön zu gehen. Wir waren bei wun­der­schö­nem Wet­ter in Meran, daher war der Unter­schied zwi­schen Som­mer- und Win­ter­pro­me­na­de für uns deut­lich spür­bar 😉

Brücke über die Passer mit einem großen Haus im Hintergrund
Spa­zier­gang ent­lang der Pas­ser

Sisi-Weg

Den Sis­si-Weg sind wir, wie oben schon erwähnt, auf dem Weg zu den Gär­ten Trautt­mans­dorff gegan­gen. Er ver­bin­det näm­lich die Alt­stadt mit den etwas außer­halb lie­gen­den Gär­ten. So weit ist der Weg aber gar nicht, er ver­läuft auf einer Stre­cke von 3,2 km vom Zen­trum bis hin zu den Gär­ten Trautt­mans­dorff. Gewid­met ist der Weg der welt­be­rühm­ten Kai­se­rin Eli­sa­beth, die mehr­fach in Meran zu Besuch war und von der Stadt ganz begeis­tert war.

Daher führt der Weg an eini­gen Sta­tio­nen wie z. B. dem Kur­haus, der Kur­pro­me­na­de, der Wan­del­hal­le oder dem Eli­sa­beth Park vor­bei. Aber wir haben nicht so sehr auf die Sta­tio­nen geach­tet, weil für uns wich­tig war, einen schö­nen Weg zu den Gär­ten zu fin­den. Und den konn­ten wir hier auf jeden Fall gehen, denn der Sis­si-Weg führ­te uns aus der Alt­stadt her­aus immer nur durch klei­ne Stra­ßen und Gas­sen, so dass wir die Gär­ten Trautt­mans­dorff ganz ent­spannt erreich­ten.

Blick auf die Altstadt von Meran, davor der Fluss Passer
Blick auf die Alt­stadt von Meran von der Som­mer­pro­me­na­de aus

Gärten Trauttmansdorff

Wir hat­ten uns vor­ab nicht so inten­siv mit den Sehens­wür­dig­kei­ten in Meran aus­ein­an­der­ge­setzt, aber an den Gär­ten Trautt­mans­dorff führ­te für uns kein Weg vor­bei. Also wan­der­ten wir, wie oben schon beschrie­ben, über den Sis­si-Weg bis zu den Gär­ten. Hier bezahl­ten wir den Ein­tritt in Höhe von 14 € / Per­son und betra­ten hin­ter dem Ein­gangs­be­reich eine ganz ande­re Welt. Den Ein­tritts­preis hal­te ich übri­gens für voll­kom­men ange­mes­sen, da der Gar­ten wirk­lich viel zu bie­ten hat und wir uns hier auch stun­den­lang hät­ten auf­hal­ten kön­nen. Außer­dem ist alles hier sehr gepflegt und ein­la­dend gestal­tet.

grüne Berge und ein bewaldeter Platz
Ankunft an den Gär­ten Trautt­mans­dorff

Infos zu den Gärten Trauttmansdorff

Adres­se:
Naifdamm­weg
39012 Meran
Süd­ti­rol / Ita­li­en

Die Gär­ten von Schloss Trautt­mans­dorf, wie die gro­ße Gar­ten­an­la­ge in vol­ler Län­ge heißt, befin­den sich am Ran­de von Meran und sind viel­fach aus­ge­zeich­net wor­den. Auf einer Flä­che von 12 Hekt­ar wur­den hier 80 ver­schie­de­ne Gar­ten­land­schaf­ten erschaf­fen, die über meh­re­re The­men­we­ge zu bege­hen sind. Im Zen­trum steht das Schloss Trautt­mans­dorff, von wo aus sich eine ter­ras­sen­för­mi­ge Anla­ge bis hin­un­ter zu einem See erstreckt. Auf der ande­ren Sei­te geht es einen stei­len Berg hin­auf, auf dem von einem künst­lich ange­leg­ten Strand aus die umlie­gen­de Berg­welt bewun­dert wer­den kann. In den Gär­ten von Schloss Trautt­mans­dorff gibt es neben unzäh­li­gen Bäu­men, Blu­men, Land­schaf­ten und Kunst auch tol­le Aus­sichts­punk­te und ein Muse­um zu ent­de­cken.

Unsere Tour durch die Gartenlandschaft

Gro­ße Men­schen­mas­sen sind uns in den Gär­ten nicht begeg­net, aber viel­leicht hat­ten wir ein­fach nur Glück. Unse­re Tour star­te­ten wir in der Mit­tags­zeit und lie­fen zuerst durch die schat­ti­gen Wald­gär­ten, in denen wir sel­te­ne Baum­ar­ten, Far­ne und Was­ser­fäl­le erle­ben konn­ten.

Wasserfall zwischen grünen Bäumen

Hin­durch zwi­schen hohen Bäu­men lie­fen wir hin­auf bis zum Pal­men­strand, wo wir noch eine klei­ne Mit­tags­pau­se ein­leg­ten und den unge­wöhn­li­chen Kon­trast eines Stran­des vor einer wun­der­vol­len Berg­ku­lis­se auf uns wir­ken lie­ßen. Auf beque­men Lie­ge­stüh­len konn­ten wir es hier sehr gut aus­hal­ten und auch gut einen Blick auf den unter uns lie­gen­den Gar­ten wer­fen.

Palme auf einem Sandstrand - im Hintergrund hohe Berge und grüne Bäume
Pal­men­strand über Meran

Frisch gestärkt wan­der­ten wir wei­ter berg­auf bis zum Aus­sichts­punkt Volie­re. Wie der Name schon sagt, ist es eine gro­ße Volie­re mit bun­ten Vögeln, die auch betre­ten wer­den kann. Durch die Volie­re hin­durch geht es hin­aus auf einen kur­zen Steg, der einen Aus­blick über die Gär­ten von Trautt­mans­dorff ermög­licht. Mei­nen höhen­ängst­li­chen Beglei­ter muss­te ich lei­der zurück­las­sen, ich fand die Aus­sicht aber super gut 🙂

Gärten und Weinberge vor massiven Bergen
Aussichtsplattform mit Glasscheibe - "Die Gedanken sind frei"
Aus­sichts­platt­form an der Volie­re

Und auch der nächs­te Aus­sichts­punkt hat­te es in sich — der “Matteo Thun’scher Gucker” ist eine “schwe­ben­de” Platt­form. Die­ses Kunst­werk ist zu 95 % sicht­durch­läs­sig und somit nichts für ängst­li­che Men­schen. Aber auch hier ist der Pan­ora­ma­blick auf das Schloss und die umlie­gen­den Ber­ge ein­fach unglaub­lich toll. Sieh selbst…

Schloss auf einem Hügel mit Treppenförmigen Terrassen bis hin zu einem See - alles umgeben von grünen Bäumen und Bergen

Neben den Aus­sichts­punk­ten spa­zier­ten wir natür­lich noch durch alle ande­ren Berei­che und waren im Ver­bo­te­nen Gar­ten mit vie­len gif­ti­gen Pflan­zen oder im Gar­ten für Ver­lieb­te, der tol­le Kunst­ob­jek­te in Ver­bin­dung mit dem Gar­ten ent­hält. Über­all am Weges­rand und in den Bee­ten fan­den wir blü­hen­de Blu­men, aber auch etli­che Kräu­ter, Oli­ven­bäu­me und Pal­men. Im Zen­trum der Gär­ten steht das Schloss Trautt­mans­dorff und ein gro­ßer See­ro­sen­teich run­det das Bild ab.

Wie anfangs schon erwähnt, sind die Gär­ten Trautt­mans­dorff wirk­lich rie­sig und wir hät­ten uns hier durch­aus auch noch ein Stünd­chen län­ger auf­hal­ten kön­nen. Aller­dings zog mal wie­der ein schö­nes Som­mer­ge­wit­ter auf, sodass wir am Ende doch etwas schnel­ler wur­den.

Frau überquert Steine in einem See hin zu einer kleinen Insel mit Kunstwerken aus Glas
Gar­ten für Ver­lieb­te

Und weil es so schön war, fol­gen noch eini­ge Bil­der von unse­rer Tour durch die Gär­ten Trautt­mans­dorff:

Die ganze Reise im Überblick

Meran war die letz­te Sta­ti­on unse­res Road­trips durch Ita­li­en — bis­lang fin­dest du in den Rei­se­fun­ken die Rei­se­be­rich­te zu unse­ren Auf­ent­hal­ten in Mai­land, am Gar­da­see und zum Wan­dern in Meran.

Wei­te­re Blog­posts sind in Pla­nung und wer­den noch ergänzt, genau so wie noch ein­mal eine kom­plet­te Über­sicht mit Tipps zur Rei­se­pla­nung und zur Anrei­se.

2 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.