Konstanz - Bodensee mit Uferweg - dahinter eine bunte Häuserreihe
Europa

Konstanz — Kurzbesuch am Bodensee

Unser Mini-Road­trip durch Ita­li­en star­te­te mit einem Zwi­schen­stopp noch in Deutsch­land — und zwar in Kon­stanz am Boden­see. Wie es dazu kam? Ganz ein­fach — die Stre­cke von gut 1.200 km aus dem Müns­ter­land bis nach Mai­land waren uns ein­fach zu weit für eine ein­zel­ne Etap­pe. Daher ent­schie­den wir uns für einen ent­spann­ten Zwi­schen­stopp mit einer Über­nach­tung am Boden­see.

Über die Stadt Kon­stanz hat­te ich vor­ab Eini­ges gele­sen und war schon ganz gespannt auf das klei­ne Städt­chen. An nur einem Tag konn­ten wir eini­ge Ein­drü­cke gewin­nen und uns auch ein biss­chen Ent­span­nung am Boden­see gön­nen. Natür­lich gab es auch Sehens­wür­dig­kei­ten, die sich an nur einem Tag nicht zu besich­ti­gen loh­nen — z. B. die Insel Main­au — aber wir kom­men bestimmt noch ein­mal zurück zum Boden­see 😉

Bodensee - Häuserreihe im Hintergrund

Konstanz — Kurzer Faktencheck

  • liegt in Baden-Würt­tem­berg an der Gren­ze zur Schweiz
  • ca. 84.000 Ein­woh­ner
  • größ­te Stadt am Boden­see
  • Insel Main­au — auch die Blu­men­in­sel genannt — gehört zu Kon­stanz

Unser Hotel

Da wir nur eine Nacht in Kon­stanz über­nach­ten woll­ten, leg­ten wir bei der Wahl des Hotels nur Wert auf einen ver­nünf­ti­gen Preis und eine zweck­mä­ßi­ge Aus­stat­tung. Mit die­sen Kri­te­ri­en blieb für uns gar nicht viel Aus­wahl, weil wir recht kurz­fris­tig bei unse­rer Buchung waren und es im Zen­trum von Kon­stanz nur noch rela­tiv hoch­prei­si­ge Hotels gab. Daher lan­de­ten wir im B&B Hotel Kon­stanz*. Hier konn­ten wir unser Auto kos­ten­los par­ken und das Zim­mer war zwar klein, aber voll­kom­men aus­rei­chend für eine Nacht. Vom Zen­trum der Stadt waren wir gute 2 km ent­fernt, die wir aber gut zu Fuß zurück­le­gen konn­ten. Daher war das B&B Hotel eine sehr gute Wahl für unse­re Über­nach­tung in Kon­stanz.

Bodensee

Der Weg zum Boden­see war für uns vom Hotel aus nicht weit und so star­te­ten wir unse­re Erkun­dungs­tour in der Nähe des Hafens. Wir lie­fen am Rhein ent­lang und kamen so über den Rhein­steig hin­ein nach Kon­stanz und zum Boden­see. Der Weg ließ sich sehr gut lau­fen, weil es eine Art Pro­me­na­de war, auf der kaum Autos fuh­ren. Der Rhein ist an die­ser Stel­le schön breit und wird von meh­re­ren gro­ßen Brü­cken über­spannt.

Unse­re ers­ten Ein­drü­cke vom Boden­see bekommst du direkt als Bild zu sehen. Hüb­sche Häu­ser rei­hen sich anein­an­der und durch die unglaub­li­che Grö­ße des Sees fühl­te es sich ein biss­chen an, wie am Meer 🙂

kleines Boot fährt auf dem Bodensee - am linken Ufer eine Häuserreihe

Zuerst gelang­ten wir in den Stadt­gar­ten, in dem uns vie­le Bäu­me Schat­ten spen­de­ten und so den hei­ßen Tag erträg­li­cher mach­ten. Ein klei­ner Aus­läu­fer des Boden­see ver­läuft um den Stadt­gar­ten her­um und bot schon eine tol­le Foto­ku­lis­se. Im Bild ist zusätz­lich noch die Chris­tus­kir­che zu sehen.

Ausläufer des Bodensee mit grünlichem Wasser umgeben von Bäumen, in der Mitte eine Kirche

Imperia-Statue

Unser Spa­zier­gang durch Kon­stanz führ­te erst ein­mal eine gan­ze Wei­le am Boden­see ent­lang, wobei die Wege hier alle nicht wirk­lich weit waren. Schon aus dem Stadt­gar­ten her­aus war die Impe­ria-Stau­te zu erah­nen, die mit einer Höhe von 9 m weit­hin sicht­bar ist. Sie thront seit 1993 direkt am Anle­ger und ist ein Kunst­werk des Bild­hau­ers Peter Lenk. So viel aber nur am Ran­de. Der Sockel, auf dem die Impe­ria steht, ist beweg­lich und dadurch dreht sich die Sta­tue lang­sam um die eige­ne Ach­se.

Imperia-Statue Bodensee

Für eine Wei­le setz­ten wir uns auf eine der vie­len Bän­ke im Hafen­be­reich und beob­ach­te­ten die vie­len Leu­te um uns her­um. Dabei genos­sen wir natür­lich die strah­len­de Son­ne und ent­deck­ten am Him­mel eini­ge Zep­pe­li­ne, die wir stau­nend ver­folg­ten. Der Erfin­der der Luft­schif­fe stammt übri­gens aus Kon­stanz und es gibt dem­entspre­chend auch eine Gedenk­sta­tue für den Graf von Zep­pe­lin.

Hafenbecken - links und rechts eine Statue

Nach kur­zer Rast lie­fen wir wei­ter am See ent­lang und mach­ten einen klei­nen Abste­cher hin­über in die Schweiz. Mehr so aus Spaß um die grü­ne Gren­ze, die es in Kon­stanz gibt, zu über­que­ren 😉 Danach ging es ganz Ernst (*nicht wirk­lich*) wei­ter mit unse­rer Sight­see­ing-Tour.

Altstadt

Nach­dem wir eini­ge Zeit am See ver­bracht hat­ten, mach­ten wir uns auf den Weg in die Alt­stadt von Kon­stanz. Mit­ten auf dem Markt­platz steht der Kai­ser­brun­nen, der von eini­gen Figu­ren geziert wird. Drum­her­um gibt es far­ben­fro­he Häu­ser und auf dem Platz gibt es viel Außen­gas­tro­no­mie, die bei die­sem schö­nen Wet­ter gut besucht war. Nach einem lecke­ren Eis ging es für uns am Rat­haus vor­bei zum Müns­ter.

Marktplatz Konstanz mit einem Brunnen und bunten Häusern auf beiden Seiten, in der Mitte ein Maibaum
Markt­platz in Kon­stanz

Rathaus

Das Kon­stan­zer Rat­haus fällt durch sei­ne bunt ver­zier­te Fas­sa­de auf und war im 16. Jahr­hun­dert das Zunft­haus der Lein­we­ber. Auf der Fas­sa­de sind Sze­nen aus der Stadt­ge­schich­te zu sehen. Auch der Innen­hof ist wohl sehr sehens­wert, denn hier gibt es noch mehr his­to­ri­sche Gebäu­de­tei­le und einen schö­nen Innen­hof zu ent­de­cken. Den Hof haben wir aller­dings nicht besucht.

bunt verzierte Hausfassade eines historischen Hauses
Rat­haus

Konstanzer ‘Münster’

Den Kirch­turm des Kon­stan­zer ‘Müns­ter Unse­rer Lie­ben Frau’ konn­ten wir schon aus eini­ger Ent­fer­nung sehen und so konn­ten wir den Weg dort­hin gar nicht ver­feh­len. Durch die hüb­schen klei­nen Stra­ßen der Alt­stadt schlen­der­ten wir also bis zum Müns­ter­platz. Da ich sehr ger­ne auch Kir­chen von Innen anschaue, ging ich natür­lich ein­mal hin­ein. Der Dom ist sehr schön hell und hat tol­le Säu­len und Rund­bö­gen.

Altstadt - kleiner Platz mit Häusern und einem Kirchturm in der Mitte
Kirchenraum mit hohen Decken und weißen Säulen

Mehr zur Konstanzer Altstadt

Wei­te­re Ein­drü­cke der schö­nen Alt­stadt: Links das ‘Haus zum Hohen Hafen’ mit tol­len Wand­ma­le­rei­en an der Fas­sa­de. Ins­ge­samt gibt es in Kon­stanz noch eini­ge Häu­ser mit kunst­voll bemal­ten Fas­sa­den zu sehen.

Rechts ein Blick auf den Turm des Bahn­hofs durch die Bahn­hof­stra­ße hin­durch.

See-Gang

Nach einer Tour durch die Alt­stadt woll­ten wir natür­lich wie­der zurück zum Boden­see um den schö­nen Tag wei­ter zu genie­ßen. Ich hat­te vor­ab vom Wan­der­weg See­Gang gele­sen, der ins­ge­samt 50 km lang ist. Ein Teil die­ses Weges ver­läuft durch Kon­stanz. Von der Alt­stadt aus lie­fen wir über den See­Gang bis zum See­bad Horn — das waren gute 3,5 bis 4 km.

Unter­wegs ver­lief die Stre­cke immer am See ent­lang und teil­wei­se schön schat­tig durch den Wald. Wir fan­den Bän­ke, auf denen wir uns ent­span­nen und die Füße ins Was­ser hal­ten konn­ten. Das Was­ser des Boden­sees war sehr ange­nehm kühl und erfri­schend. Wir kamen auch an der Ther­me Kon­stanz vor­bei, die von Außen wie ein Schiff aus­sieht und gelang­ten kur­ze Zeit spä­ter zum See­bad.

Bodensee zur rechten, links ein Fußweg mit Bäumen
Kieselsteine im Bodensee - ein Baum an der linken Seite

Seebad Konstanz

Am See­bad blie­ben wir dann für den rest­li­chen Nach­mit­tag. Es gibt eine / meh­re­re gro­ße Lie­ge­wie­sen und sogar klei­ne Becken für die Kin­der, ansons­ten haben wir Beach-Vol­ley­ball-Fel­der und einen SUP-Ver­leih gese­hen. Am See selbst sind eini­ge Ein­stie­ge mit Gelän­dern aus­ge­stat­tet und wir haben meh­re­re Schwimm­in­seln ent­deckt. Da wir aber nicht im Boden­see schwim­men woll­ten, haben wir nicht wei­ter nach­ge­se­hen.

Auf den gro­ßen Lie­ge­wie­sen fan­den wir immer­hin noch ein schat­ti­ges Plätz­chen für unser Hand­tuch. Weil es ein Sonn­tag mit traum­haf­tem Wet­ter war, war das See­bad sehr gut gefüllt. Die Aus­stat­tung des See­ba­des mit Toi­let­ten war auch aus­rei­chend, wie in einem Frei­bad eben. Neben einem klei­nen Kiosk gab es auch ein Restau­rant. Hier haben wir zu Abend geges­sen, das Essen war aller­dings nur so mit­tel­mä­ßig.

Nach einem lan­gen Tag am Boden­see lie­fen wir dann am Abend noch die gan­ze Stre­cke zurück an der Pro­me­na­de ent­lang zurück zu unse­rem Hotel.

Die Reise geht weiter…

…und zwar nach MAILAND 🙂 Kon­stanz war ja nur ein klei­ner Zwi­schen­stopp auf dem Weg nach Ita­li­en. Nach einer Über­nach­tung fuh­ren wir ein­mal quer durch die Schweiz und erreich­ten nach gut 4,5 Stun­den Fahrt die Mode­me­tro­po­le Ita­li­ens. Alles zu den Sehens­wür­dig­kei­ten und unse­ren Erleb­nis­sen in Mai­land kannst du im Blog nach­le­sen.

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