Ausblick über die Elbe in Dresden
Europa

Dresden | Kleiner Reiseführer für deinen Städtetrip

Dres­den ist eine wun­der­schö­ne Stadt und hat ins­be­son­de­rer in ihrer Alt­stadt vie­le Sehens­wür­dig­kei­ten auf engs­tem Raum zu bie­ten. Doch neben den bekann­tes­ten Sehens­wür­dig­kei­ten wie der Frau­en­kir­che oder Sem­per­oper hat die Lan­des­haupt­stadt von Sach­sen noch eini­ge wei­te­re tol­le Ecken zu bie­ten.

Hier fin­dest du in Kür­ze die wich­tigs­ten Sehens­wür­dig­kei­ten für ein ver­län­ger­tes Wochen­en­de in Dres­den. Wir waren für 2,5 Tage dort und konn­ten ganz in Ruhe alles anschau­en und sogar noch einen kur­zen Aus­flug ins Elb­sand­stein­ge­bir­ge machen 🙂 In der Weih­nachts­zeit kann Dres­den zusätz­lich noch mit dem berühm­ten Strie­zel­markt und vie­len ande­ren, schö­nen Weih­nachts­märk­ten punk­ten.

Als Hotel kann ich wärms­tens das Star Inn Hotel Dres­den Alt­markt emp­feh­len. Die Lage direkt am Alt­markt ist super zen­tral, wir hat­ten ein sehr gro­ßes Zim­mer mit allen benö­tig­ten Annehm­lich­kei­ten und aus dem 5. Stock gab es einen tol­len Aus­blick auf den Strie­zel­markt gra­tis dazu.

Die­ser Arti­kel ent­hält Emp­feh­lungs-Links, die mit [Wer­be­link] gekenn­zeich­net sind. Wenn du ein Pro­dukt über den Emp­feh­lungs-Link kaufst oder ein Hotel­zim­mer buchst, bekom­me ich von dei­nem Ein­kauf / dei­ner Buchung eine klei­ne Pro­vi­si­on. Für dich ändert sich dabei nichts am Preis.
Blick über die Elbe am Morgen - links historische Gebäude, im Vordergrund eine Fähre
Mor­gend­li­cher Blick über die Elbe

Altstadt | Die besten Sehenswürdigkeiten

In der his­to­ri­schen Alt­stadt von Dres­den reiht sich eine Sehens­wür­dig­keit an die nächs­te. Das Schö­ne dar­an ist, dass alles sehr gut zu Fuß erreich­bar ist und sich vie­le Attrak­tio­nen in einem ange­neh­men Spa­zier­gang mit­ein­an­der ver­bin­den las­sen.

Frauenkirche

Eines der bekann­tes­ten Bau­wer­ke in Dres­den ist mit Sicher­heit die Frau­en­kir­che und durch ihre zen­tra­le Lage in der Alt­stadt führt dar­an auch kein Weg vor­bei. Die Frau­en­kir­che liegt direkt am Neu­markt und ist ursprüng­lich ein aus dem 18. Jahr­hun­dert stam­men­des Bau­werk. Im Krieg wur­de sie aller­dings zer­stört und dar­auf­hin erst 1994 wie­der auf­ge­baut und 2005 geweiht. Daher hebt sich der noch sehr hel­le Sand­stein deut­lich von ande­ren Gebäu­den in der Alt­stadt ab.

Ein Besuch der Frau­en­kir­che bie­tet sich direkt zur Öff­nung der Kir­che um 10:00 Uhr an, denn dann ist es hier noch nicht ganz so voll. Im Inne­ren fin­dest du ein wun­der­schö­nes pas­tell­far­be­nes Altar­bild und auch die rund 37 m hohe Kup­pel ist sehr schön bemalt. Der Besuch der Frau­en­kir­che ist kos­ten­los, ledig­lich der Auf­stieg in die Kup­pel kos­tet 8 € für Erwach­se­ne.

Frauenkirche Dresden mit umstehenden Häusern
Frau­en­kir­che | Dres­den

Tipp: Der Auf­stieg auf die Kup­pel der Frau­en­kir­che lohnt sich rich­tig. Von hier aus bekommst du einen wun­der­ba­ren Aus­blick über die Alt­stadt und die Elbe. Für den Auf­stieg soll­test du aller­dings gut zu Fuß und schwin­del­frei sein — immer­hin geht es über 127 Stu­fen hin­auf bis auf 67 m Höhe. Die letz­ten Stu­fen sind sehr steil und es folgt noch eine enge Wen­del­trep­pe. Der Abstieg erfolgt spä­ter über ins­ge­samt 263 Stu­fen.

Von der Frauenkirche zum Zwinger | Fürstenzug und Residenzschloss

Unter­wegs von der Frau­en­kir­che zum Zwin­ger kannst du bereits wei­te­re Sehens­wür­dig­kei­ten der Stadt ent­de­cken. An der Außen­wand des Stall­hofs in der Augus­tus­stra­ße fin­dest du den 102 m lan­gen Fürs­ten­zug. Er ist damit das größ­te Por­zel­lan­wand­bild der Welt und ein ech­ter Hin­gu­cker.

Wenn du aus der Augus­tus­stra­ße her­aus­kommst, siehst du zu dei­ner lin­ken schon das Resi­denz­schloss und direkt vor dir die Katho­li­sche Hof­kir­che. Der Turm des Resi­denz­schloss (Haus­mann­sturm) kann übri­gens in der Som­mer­zeit auch erklom­men und als Aus­sichts­punkt genutzt wer­den.

Residenzschloss Dresden
Blick auf das Resi­denz­schloss

Zwinger

Der Zwin­ger liegt direkt gegen­über vom Resi­denz­schloss und ist ein gro­ßer Gebäu­de­kom­plex mit einer Park­an­la­ge im Inne­ren. Die Gebäu­de beher­ber­gen ver­schie­de­ne Muse­en. Neben einem Spa­zier­gang durch die Park­an­la­ge kann ich dir emp­feh­len, auch ein­mal nach oben auf die Zwin­ger­ba­lus­tra­den zu gehen. Hier kannst du den schö­nen Gar­ten inmit­ten des Zwin­ger von oben bewun­dern und fast eine gan­ze Run­de lau­fen. Ein­tritt kos­tet das nicht und du kannst über meh­re­re Trep­pen oder den Ein­gang zur Por­zel­lan­samm­lung dort­hin gelan­gen.

Semperoper

Durch einen Tor­bo­gen am Zwin­ger gelangst du zur Sem­per­oper, die weit­hin aus der Wer­bung bekannt ist. Auch in der Rea­li­tät ist sie ein beein­dru­cken­des Bau­werk, das du auf jeden Fall besu­chen soll­test. Vom gro­ßen Vor­platz aus kannst du die Sem­per­oper von Außen in aller Ruhe betrach­ten, aber auch ein Besuch im Inne­ren lohnt sich.

Dies ist aus­schließ­lich im Rah­men einer Füh­rung oder eines Kon­zert­be­suchs mög­lich. Wir haben vor­ab Tickets für die High­light-Füh­rung gekauft (11 € für Erwach­se­ne), jetzt im Dezem­ber waren die Füh­run­gen aller­dings bei wei­tem nicht aus­ge­bucht, sodass auch ein spon­ta­ner Besuch mög­lich gewe­sen wäre. Die Füh­rung dau­er­te rund 45 Minu­ten und war mit inter­es­san­ten Ein­bli­cken in das Gebäu­de sowie die Geschich­te gespickt. Für 3 € habe ich zusätz­lich eine Foto­li­zenz erwor­ben, damit ich auch in der Sem­per­oper foto­gra­fie­ren durf­te.

Brühlsche Terrasse

Direkt an der Elbe und leicht erhöht fin­dest du die Brühl­sche Ter­ras­se. Die­se füh­ren ein­mal an der Hoch­schu­le für bil­den­de Küns­te mit ihrer Glas­kup­pel, der “Zitro­nen­pres­se” vor­bei und ermög­li­chen einen Blick über die Elbe bis hin zur Sem­per­oper. Je nach Stand­ort kannst du von hier aus einen Blick auf die Kup­pel der Frau­en­kir­che wer­fen oder ein­fach nur die Aus­sicht auf die gegen­über­lie­gen­de Elb­sei­te genie­ßen. Abge­schlos­sen wird die Brühl­sche Ter­ras­se von einer klei­nen Park­an­la­ge.

Aussicht über mehrere historische Gebäude von der Brühlschen Terrasse in Dresden
Blick von der Brühl­schen Ter­ras­se

Dresdener Neustadt

Nur einen Kat­zen­sprung von der Alt­stadt ist die Dres­de­ner Neu­stadt ent­fernt, wenn du die Elbe über die Augus­tus­brü­cke über­quert hast. So läufst du direkt auf die Sta­tue “Gol­de­ner Rei­ter” zu. Die Sta­tue zeigt August den Star­ken und leuch­tet in der Son­ne, denn sie ist tat­säch­lich kom­plett gol­den. Für mich war die­se Sta­tue aller­dings nicht das eigent­li­che High­light in der Neu­stadt. Ins­ge­samt gilt die Neu­stadt als Sze­ne- und Aus­geh­vier­tel in Dres­den und bie­tet somit vie­le Restau­rants und Bars.

Statue eines goldenen Reiters auf einem hohen Steinsockel
Gol­de­ner Rei­ter in der Dres­de­ner Neu­stadt

Kunsthofpassage

Mein eigent­li­ches High­light in der Dres­de­ner Neu­stadt war die Kunst­hof­pas­sa­ge. Die­ser Innen­hof ist ein ech­ter Hin­gu­cker und noch gar nicht über­lau­fen. Die Kunst­hof­pas­sa­ge wur­de als Pro­jekt ein­ge­rich­tet um die nicht sehr schö­nen Hin­ter­hö­fe wie­der leben­dig zu machen und so ent­stan­den hier in meh­re­ren Höfen ech­te Kunst­wer­ke. Die Haus­fas­sa­den sind kunst­voll bemalt und gestal­tet wor­den und klei­ne Läden und Ate­liers haben sich hier ange­sie­delt.

Mein Tipp: Auf jeden Fall ein­mal durch die Kunst­hof­pas­sa­ge spa­zie­ren, Kunst genie­ßen und in den klei­nen Läden stö­bern.

Sehenswürdigkeiten in Dresden fernab der Massen

Auch wenn es bei unse­rem Besuch im Dezem­ber eigent­lich über­all in Dres­den schön leer war (die Weih­nachts­märk­te am Abend mal aus­ge­nom­men), gibt es doch noch eini­ge Sehens­wür­dig­kei­ten außer­halb des eigent­li­chen Stadt­zen­trums.

Großer Garten | Riesige Parkanlage inmitten von Dresden

Der Gro­ße Gar­ten ist sicher­lich im Som­mer sehens­wer­ter als im Win­ter. Trotz­dem hat die­se gigan­ti­sche Park­an­la­ge nicht nur grü­ne Wie­sen zu bie­ten, son­dern beher­bergt neben dem Bota­ni­schen Gar­ten und dem Zoo auch noch ein baro­ckes Schloss. Das Palais Gro­ßer Gar­ten thront inmit­ten des Gro­ßen Gar­tens und wird von grü­nen Wie­sen und einem gro­ßen See ein­ge­fasst. Für eine klei­ne Aus­zeit im Grü­nen lohnt sich der Besuch hier alle­mal.

barockes Stadtschloss spiegelt sich in einem See
Palais Gro­ßer Gar­ten

Loschwitz

Der Stadt­teil Losch­witz liegt eini­ge Kilo­me­ter vom Zen­trum Dres­dens ent­fernt und kann ent­we­der mit den öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln, der Fäh­re oder aber zu Fuß ent­lang der Elbe erreicht wer­den (aber Ach­tung: der Weg zieht sich doch ganz schön). In Losch­witz gibt es meh­re­re Beson­der­hei­ten zu ent­de­cken. Neben eini­gen wirk­lich hüb­schen Fach­werk­häu­sern gibt es hier sowohl eine Stand­seil­bahn als auch eine Schwe­be­bahn. Die­se führt zu einer Aus­sichts­platt­form mit Blick auf die Elbe. Außer­dem gibt es in Losch­witz eine rela­tiv bekann­te Brü­cke “Blau­es Wun­der”, die in man­chem Rei­se­füh­rer als Sehens­wür­dig­keit gilt.

Ich fand die Brü­cke jetzt nicht so beson­ders und emp­feh­le einen Aus­flug nach Losch­witz nur dann, wenn du wirk­lich aus­rei­chend Zeit in Dres­den hast. Ansons­ten lohnt es sich nicht so sehr.

Fachwerkhäuser auf der rechten Seite, links eine Straße mit Kopfsteinpflaster
Fach­werk­häu­ser in Dres­den-Losch­witz

Gläserne Manufaktur | Autobauern über die Schulter geschaut

Die Glä­ser­ne Manu­fak­tur liegt gleich am Ran­de des Gro­ßen Gar­ten. Wir sind eher zufäl­lig hier vor­bei gekom­men und durch das Inter­es­se mei­nes Man­nes erst hin­ein gegan­gen. Die Glä­ser­ne Manu­fak­tur ist ein Vor­zei­ge-Fer­ti­gungs­an­la­ge von VW. Aktu­ell (Dez. 2019) wird hier der E‑Golf gebaut und dabei kann jeder zuschau­en. Es gibt eine Lob­by, die frei zugäng­lich ist, hier wer­den neue, inno­va­ti­ve Fahr­zeug­mo­del­le aus­ge­stellt, die noch gar nicht auf dem Markt sind. Wer jetzt mehr erle­ben möch­te, kann eine 1–1,5 stün­di­ge Füh­rung buchen und so den gesam­ten Fer­ti­gungs­pro­zess direkt in der Manu­fak­tur anschau­en. Wir haben die 7 € pro Erwach­se­nen inves­tiert und eine inter­es­san­te Füh­rung durch die­ses unge­wöhn­li­che Werk mit­ge­macht.

Mein Tipp: Beson­ders für Regen­ta­ge und Fami­li­en geeig­net.

Gläserne Manufaktur Dresden
Glä­ser­ne Manu­fak­tur

Weihnachtsmärkte in Dresden

Ins­be­son­de­re in der Weih­nachts­zeit lohnt sich ein Besuch in der Stadt an der Elbe, denn es gibt vie­le zau­ber­haf­te Weih­nachts­märk­te zu besu­chen. Am bekann­tes­ten ist dabei der Strie­zel­markt auf dem Alt­markt.

Striezelmarkt

Der Dres­de­ner Strie­zel­markt gilt als einer der ältes­ten Weih­nachts­märk­te der Welt und fand im Jahr 2019 schon zum 585. Mal statt. Der Namen stammt vom Dres­de­ner Stol­len, der auch Strie­zel genannt wird. Eine Beson­der­heit ist die Stu­fen­py­ra­mi­de, die in der Mit­te des Alt­mark­tes steht. Die­se ist mit 14,62 m Höhe die welt­größ­te, erz­ge­bir­gi­sche Stu­fen­py­ra­mi­de — die Figu­ren, die sich auf der Pyra­mi­de dre­hen sind sogar bis zu 1,80 hoch. Neben die­sem Hin­gu­cker gibt es mehr als 200 Stän­de, an denen viel Hand­werk, aber auch lecke­res Essen ange­bo­ten wird. Auch für Kin­der wird eini­ges gebo­ten, denn es gibt einen klei­nen Mär­chen­wald, eine Back­stu­be zum Plätz­chen backen und mehr.

Überblick über den Dresdener Striezelmarkt bei Nacht
Blick über den Strie­zel­markt

Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt im Stallhof

Eben­falls in der Alt­stadt gele­gen und als Erwei­te­rung des Strie­zel­mark­tes gilt der Weih­nachts­markt im Stall­hof. Der gesam­te Stall­hof hat sich hier in ein mit­tel­al­ter­li­ches Dorf ver­wan­delt, in dem sowohl mit­tel­al­ter­li­che Beklei­dung, Schmuck und wei­te­re Ware als auch aus­rei­chend Glüh­wein und wohl­rie­chen­des Essen ange­bo­ten wer­den.

Die gesam­te Atmo­sphä­re sowie der Auf­bau haben uns sehr gut gefal­len, auch wenn es recht eng und voll war. Posi­tiv ist aller­dings, dass an bei­den Zugän­gen zum Weih­nachts­markt Ord­ner ste­hen, die dar­auf ach­ten, dass es nicht zu voll wird. Daher kann sich schon ein­mal eine Schlan­ge bil­den, solan­ge dar­auf gewar­tet wird, dass Besu­cher den Markt wie­der ver­las­sen.

Advent auf dem Neumarkt | Weihnachtsmarkt an der Frauenkirche

Irgend­wie auch noch leicht mit­tel­al­ter­lich ange­haucht, aber viel grö­ßer kommt der Weih­nachts­markt an der Frau­en­kir­che daher. Unter dem Mot­to “Advent auf dem Neu­markt” gibt es hier ver­hält­nis­mä­ßig vie­le Essens-Stän­de und weni­ger Hand­werk. Den­noch ist der Markt einen Besuch wert, denn die Frau­en­kir­che im Hin­ter­grund gibt ein ganz tol­les Bild ab.

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