Ausblick über die Elbe in Dresden
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Dresden Sehenswürdigkeiten | Ein Reiseführer für deinen Städtetrip

Dresden ist eine wunderschöne Stadt und hat insbesondere in ihrer Altstadt viele Highlights auf engstem Raum zu bieten. Doch neben den bekanntesten Sehenswürdigkeiten wie der Frauenkirche oder Semperoper gibt es im Elbflorenz noch viele weitere tolle Ecken zu entdecken.

Hier findest du die wichtigsten Orte und Sehenswürdigkeiten für ein verlängertes Wochenende in Dresden. Wir waren für 2,5 Tage dort und konnten ganz in Ruhe alles anschauen und sogar noch einen kurzen Ausflug ins Elbsandsteingebirge machen. In der Weihnachtszeit kann Dresden zusätzlich noch mit dem berühmten Striezelmarkt und vielen anderen, schönen Weihnachtsmärkten punkten.

Informationen rund um Dresden
– Landeshauptstadt von Sachsen
– auch als „Elbflorenz“ bekannt
– rund 540.000 Einwohner
– besondere Sehenswürdigkeiten: Semperoper, Frauenkirche, Dresdener Zwinger, Striezelmarkt

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Als Hotel kann ich wärmstens das Star Inn Hotel Dresden Altmarkt empfehlen. Die Lage direkt am Altmarkt ist super zentral, wir hatten ein sehr großes Zimmer mit allen benötigten Annehmlichkeiten und aus dem 5. Stock gab es einen tollen Ausblick auf den Striezelmarkt gratis dazu.

Dresden: Blick von der Brühlschen Terrasse über die Elbe am Morgen - links historische Gebäude, im Vordergrund eine Fähre
Morgendlicher Blick über die Elbe

Altstadt Dresden| Die besten Sehenswürdigkeiten

In der historischen Altstadt von Dresden reiht sich eine Sehenswürdigkeit an die nächste. Das Schöne daran ist, dass alles sehr gut zu Fuß erreichbar ist und sich viele Attraktionen in einem angenehmen Spaziergang miteinander verbinden lassen.

Frauenkirche

Eines der bekanntesten Bauwerke in Dresden ist mit Sicherheit die Frauenkirche und durch ihre zentrale Lage in der Altstadt führt daran auch kein Weg vorbei. Die Frauenkirche liegt direkt am Neumarkt und ist ursprünglich ein aus dem 18. Jahrhundert stammendes Bauwerk. Im Krieg wurde sie allerdings zerstört und daraufhin erst 1994 wieder aufgebaut und 2005 geweiht. Daher hebt sich der noch sehr helle Sandstein deutlich von anderen Gebäuden in der Altstadt ab.

Ein Besuch der Frauenkirche bietet sich direkt zur Öffnung der Kirche an, denn dann ist es hier noch nicht ganz so voll. Im Inneren findest du ein wunderschönes pastellfarbenes Altarbild und auch die rund 37 m hohe Kuppel ist sehr schön bemalt. Der Besuch der Frauenkirche ist kostenlos, lediglich der Aufstieg in die Kuppel kostet 8 € für Erwachsene.

Frauenkirche Dresden in der Altstadt
Frauenkirche | Dresden

Tipp: Der Aufstieg auf die Kuppel der Frauenkirche lohnt sich richtig. Von hier aus bekommst du einen wunderbaren Ausblick über die Altstadt und die Elbe. Für den Aufstieg solltest du allerdings gut zu Fuß und schwindelfrei sein – immerhin geht es über 127 Stufen hinauf bis auf 67 m Höhe. Die letzten Stufen sind sehr steil und es folgt noch eine enge Wendeltreppe. Der Abstieg erfolgt später über insgesamt 263 Stufen.

Besuch der Frauenkirche
– Eintritt Frauenkirche: frei
– Eintritt Kuppelaufstieg: 8 € für Erwachsene, 5 € ermäßigt, 20 € für Familien
– Öffnungszeiten: Mo – Fr. 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr; Sa. 09:00 Uhr bis 19:00 Uhr

– alle aktuellen Infos und Öffnungszeiten findest du auf der offiziellen Homepage der Frauenkirche Dresden

Von der Frauenkirche zum Zwinger | Fürstenzug und Residenzschloss

Unterwegs von der Frauenkirche zum Zwinger kannst du bereits weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt entdecken. An der Außenwand des Stallhofs in der Augustusstraße findest du den 102 m langen Fürstenzug. Er ist damit das größte Porzellanwandbild der Welt und ein echter Hingucker.

Wenn du aus der Augustusstraße herauskommst, siehst du zu deiner linken schon das Residenzschloss und direkt vor dir die Katholische Hofkirche. Der Turm des Residenzschloss (Hausmannsturm) kann übrigens in der Sommerzeit auch erklommen und als Aussichtspunkt genutzt werden. Im Residenzschloss findest du auch das bekannte Grüne Gewölbe, ein Schatzkammermuseum mit vielen Ausstellungsstücken.

Residenzschloss Dresden
Blick auf das Residenzschloss

Dresdner Zwinger

Der Zwinger liegt direkt gegenüber vom Residenzschloss und ist ein großer Gebäudekomplex mit einer Parkanlage im Inneren. Die Gebäude beherbergen verschiedene Museen wie die Gemäldegalerie Alte Meister, den mathematisch-physikalischen Salon und die Porzellansammlung.

Neben einem Spaziergang durch die Parkanlage kann ich dir empfehlen, auch einmal nach oben auf die Zwingerbalustraden zu gehen. Hier kannst du den schönen Garten inmitten des Zwinger von oben bewundern und fast eine ganze Runde laufen. Eintritt kostet das nicht und du kannst über mehrere Treppen oder den Eingang zur Porzellansammlung dorthin gelangen.

Semperoper

Durch einen Torbogen am Zwinger gelangst du zur Semperoper, die weithin aus der Werbung bekannt ist. Auch in der Realität ist sie ein beeindruckendes Bauwerk, das du auf jeden Fall besuchen solltest. Vom großen Vorplatz aus kannst du die Semperoper von Außen in aller Ruhe betrachten, aber auch ein Besuch im Inneren lohnt sich.

Dies ist ausschließlich im Rahmen einer Führung oder eines Konzertbesuchs möglich. Wir haben vorab Tickets für die Highlight-Führung gekauft (11 € für Erwachsene), jetzt im Dezember waren die Führungen allerdings bei weitem nicht ausgebucht, sodass auch ein spontaner Besuch möglich gewesen wäre. Die Führung dauerte rund 45 Minuten und war mit interessanten Einblicken in das Gebäude sowie die Geschichte gespickt. Für 3 € habe ich zusätzlich eine Fotolizenz erworben, damit ich auch in der Semperoper fotografieren durfte.

Brühlsche Terrasse

Direkt an der Elbe und leicht erhöht findest du die Brühlsche Terrasse. Diese führen einmal an der Hochschule für bildende Künste mit ihrer Glaskuppel, der „Zitronenpresse“ vorbei und ermöglichen einen Blick über die Elbe bis hin zur Semperoper. Je nach Standort kannst du von hier aus einen Blick auf die Kuppel der Frauenkirche werfen oder einfach nur die Aussicht auf die gegenüberliegende Elbseite genießen. Abgeschlossen wird die Brühlsche Terrasse von einer kleinen Parkanlage.

Aussicht von der Brühlschen Terrasse in Dresden auf die Elbe, das Residenzschloss und die Semperoper
Blick von der Brühlschen Terrasse

Dresdener Neustadt

Nur einen Katzensprung von der Altstadt ist die Dresdener Neustadt entfernt, wenn du die Elbe über die Augustusbrücke überquert hast. So läufst du direkt auf die Statue „Goldener Reiter“ zu. Die Statue zeigt August den Starken und leuchtet in der Sonne, denn sie ist tatsächlich komplett golden. Für mich war diese Statue allerdings nicht das eigentliche Highlight in der Neustadt. Insgesamt gilt die Neustadt als Szene- und Ausgehviertel in Dresden und bietet somit viele Restaurants und Bars.

Statue des Goldenen Reiter in der Dresdener Neustadt
Goldener Reiter in der Dresdener Neustadt

Kunsthofpassage

Mein eigentliches Highlight in der Dresdener Neustadt war die Kunsthofpassage. Dieser Innenhof ist ein echter Hingucker und noch gar nicht überlaufen. Die Kunsthofpassage wurde als Projekt eingerichtet um die nicht sehr schönen Hinterhöfe wieder lebendig zu machen und so entstanden hier in mehreren Höfen echte Kunstwerke. Die Hausfassaden sind kunstvoll bemalt und gestaltet worden und kleine Läden und Ateliers haben sich hier angesiedelt.

Mein Tipp: Auf jeden Fall einmal durch die Kunsthofpassage spazieren, Kunst genießen und in den kleinen Läden stöbern.

Sehenswürdigkeiten in Dresden fernab der Massen

Auch wenn es bei unserem Besuch im Dezember eigentlich überall in Dresden schön leer war (die Weihnachtsmärkte am Abend mal ausgenommen), gibt es doch noch einige Sehenswürdigkeiten außerhalb des eigentlichen Stadtzentrums.

Großer Garten | Riesige Parkanlage inmitten von Dresden

Der Große Garten ist sicherlich im Sommer sehenswerter als im Winter. Trotzdem hat diese gigantische Parkanlage nicht nur grüne Wiesen zu bieten, sondern beherbergt neben dem Botanischen Garten und dem Zoo auch noch ein barockes Schloss. Das Palais Großer Garten thront inmitten des Großen Gartens und wird von grünen Wiesen und einem großen See eingefasst. Für eine kleine Auszeit im Grünen lohnt sich der Besuch hier allemal.

Großer Garten in Dresden - Das Palais Großer Garten spiegelt sich in einem See
Palais Großer Garten

Dresden Loschwitz

Der Stadtteil Loschwitz liegt einige Kilometer vom Zentrum Dresdens entfernt und kann entweder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, der Fähre oder aber zu Fuß entlang der Elbe erreicht werden (aber Achtung: der Weg zieht sich doch ganz schön). In Loschwitz gibt es mehrere Besonderheiten zu entdecken. Neben einigen wirklich hübschen Fachwerkhäusern gibt es hier sowohl eine Standseilbahn als auch eine Schwebebahn. Diese führt zu einer Aussichtsplattform mit Blick auf die Elbe. Außerdem gibt es in Loschwitz eine relativ bekannte Brücke „Blaues Wunder“, die in manchem Reiseführer als Sehenswürdigkeit gilt.

Ich fand die Brücke jetzt nicht so besonders und empfehle einen Ausflug nach Loschwitz nur dann, wenn du wirklich ausreichend Zeit in Dresden hast. Ansonsten lohnt es sich meiner Meinung nach nicht so sehr.

Dresden-Loschwitz: Fachwerkhäuser auf der rechten Seite, links eine Straße mit Kopfsteinpflaster
Fachwerkhäuser in Dresden-Loschwitz

Gläserne Manufaktur | Autobauern über die Schulter geschaut

Die Gläserne Manufaktur liegt gleich am Rande des Großen Garten. Wir sind eher zufällig hier vorbei gekommen und durch das Interesse meines Mannes erst hinein gegangen. Die Gläserne Manufaktur ist ein Vorzeige-Fertigungsanlage von VW. Aktuell (Dez. 2019) wird hier der E-Golf gebaut und dabei kann jeder zuschauen. Es gibt eine Lobby, die frei zugänglich ist, hier werden neue, innovative Fahrzeugmodelle ausgestellt, die noch gar nicht auf dem Markt sind. Wer jetzt mehr erleben möchte, kann eine 1-1,5 stündige Führung buchen und so den gesamten Fertigungsprozess direkt in der Manufaktur anschauen. Wir haben die 7 € pro Erwachsenen investiert und eine interessante Führung durch dieses ungewöhnliche Werk mitgemacht.

Mein Tipp: Besonders für Regentage und Familien geeignet.

Gläserne Manufaktur Dresden von außen
Gläserne Manufaktur

Weihnachtsmärkte in Dresden

Insbesondere in der Weihnachtszeit lohnt sich ein Besuch in der Stadt an der Elbe, denn es gibt viele zauberhafte Weihnachtsmärkte zu besuchen. Am bekanntesten ist dabei der Striezelmarkt auf dem Altmarkt.

Striezelmarkt

Der Dresdener Striezelmarkt gilt als einer der ältesten Weihnachtsmärkte der Welt und fand im Jahr 2019 schon zum 585. Mal statt. Der Namen stammt vom Dresdener Stollen, der auch Striezel genannt wird. Eine Besonderheit ist die Stufenpyramide, die in der Mitte des Altmarktes steht. Diese ist mit 14,62 m Höhe die weltgrößte, erzgebirgische Stufenpyramide – die Figuren, die sich auf der Pyramide drehen sind sogar bis zu 1,80 hoch. Neben diesem Hingucker gibt es mehr als 200 Stände, an denen viel Handwerk, aber auch leckeres Essen angeboten wird. Auch für Kinder wird einiges geboten, denn es gibt einen kleinen Märchenwald, eine Backstube zum Plätzchen backen und mehr.

Überblick über den Dresdener Striezelmarkt bei Nacht
Blick über den Striezelmarkt

Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt im Stallhof

Ebenfalls in der Altstadt gelegen und als Erweiterung des Striezelmarktes gilt der Weihnachtsmarkt im Stallhof. Der gesamte Stallhof hat sich hier in ein mittelalterliches Dorf verwandelt, in dem sowohl mittelalterliche Bekleidung, Schmuck und weitere Ware als auch ausreichend Glühwein und wohlriechendes Essen angeboten werden.

Die gesamte Atmosphäre sowie der Aufbau haben uns sehr gut gefallen, auch wenn es recht eng und voll war. Positiv ist allerdings, dass an beiden Zugängen zum Weihnachtsmarkt Ordner stehen, die darauf achten, dass es nicht zu voll wird. Daher kann sich schon einmal eine Schlange bilden, solange darauf gewartet wird, dass Besucher den Markt wieder verlassen.

Advent auf dem Neumarkt | Weihnachtsmarkt an der Frauenkirche

Irgendwie auch noch leicht mittelalterlich angehaucht, aber viel größer kommt der Weihnachtsmarkt an der Frauenkirche daher. Unter dem Motto „Advent auf dem Neumarkt“ gibt es hier verhältnismäßig viele Essens-Stände und weniger Handwerk. Dennoch ist der Markt einen Besuch wert, denn die Frauenkirche im Hintergrund gibt ein ganz tolles Bild ab.

Weiterführende Informationen und Links

Alle Infos für deine Städtereise nach Dresden im Überblick

  • Was muss man in Dresden unbedingt gesehen haben?

    – Dresdner Zwinger
    – Frauenkirche
    – Semperoper
    – Residenzschloss
    – Historisches Grünes Gewölbe
    – Gemäldegalerie Alte Meister
    – Brühlsche Terrasse

  • Wie alt ist Dresden?

    Die Stadt Dresden ist mehr als 800 Jahre alt. Sie wurde im Jahr 1206 zum ersten Mal erwähnt und ist seit 1990 Landeshauptstadt von Sachsen.

  • Was kann man bei schlechtem Wetter in Dresden machen?

    – Besuch diverser Museen wie der Gemäldegalerie Alte Meister, Historisches Grünes Gewölbe, Semperoper, Gläserne Manufaktur
    – Shopping in der Dresdner Innenstadt

  • Wie lange braucht man für eine Besichtigung der Stadt Dresden?

    Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Alt- und Neustadt reichen ein Wochenende bzw. 2 bis 3 Tage vollkommen aus.

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