Strand mit Palmen und Meer auf Ko Samui
Asien

Ko Samui — Tempel, Strände und Erlebnisse

Die Insel Ko Samui war die zwei­te Sta­ti­on unse­rer Rund­rei­se durch Thai­land und die ers­te Insel, die wir besuch­ten. Schon wäh­rend der Anrei­se war ich super gespannt auf Ko Samui, hat­te ich doch zuvor so vie­le wun­der­vol­le Bil­der gese­hen. Und die vie­len traum­haf­ten Strän­de und Was­ser­fäl­le woll­te ich jetzt end­lich selbst erle­ben.

Ange­reist sind wir von Bang­kok aus mit einem Inlands­flug nach Surat Tha­ni und von dort aus ging es wei­ter mit dem Bus zum Fähr­an­le­ger. Die Fäh­re brach­te uns nach Ko Samui. Die­se Schrit­te lie­fen alle ganz pro­blem­los, die ers­ten klei­ne­ren Kom­pli­ka­tio­nen tra­ten bei der Ankunft auf Ko Samui auf.

So hat­ten wir uns bis­lang nicht um unse­ren Trans­fer nach Lamai geküm­mert, wo sich unser Bun­ga­low befand. Vor­ab hat­te ich gele­sen, bloß nicht auf die Ange­bo­te der Taxi­fah­rer direkt am Hafen ein­zu­ge­hen, die­se sei­en alle viel zu teu­er. Also lie­fen wir zuerst ein biss­chen durch den Ort Nathon, an dem unse­re Fäh­re anleg­te und such­ten uns spä­ter in der Stadt ein Sam­mel-Taxi. Nach eini­gen Dis­kus­sio­nen und Ver­hand­lun­gen wur­den wir dann von einem Fah­rer mit­ge­nom­men und los ging die Fahrt über die hal­be Insel.

Strand auf Ko Samui - Bäume an beiden Seiten mit Blick auf das Meer und Hügel im Hintergrund

Auf den ers­ten Blick konn­te Ko Samui noch nicht über­zeu­gen, das wür­de sich lei­der auch in den nächs­ten Tagen nur bedingt ändern. So viel sei vor­ab ver­ra­ten: Ich bin mit der Insel nicht so rich­tig warm gewor­den, obwohl es auch echt schö­ne Ecken gibt. Aber mehr dazu gleich, denn dann ver­ra­te ich dir, was wir in 5 Tagen auf Ko Samui erlebt haben. Erst kommt noch der kur­ze Fak­ten­check 😉

Und ein klei­ner Hin­weis zum Taxi­fah­ren: Taxi­fah­rer schal­ten hier nur sehr ungern das Taxa­me­ter ein, wir haben einen dazu gebracht und es hat sich gelohnt. Ansons­ten muss­ten wir mit Taxi- und Sam­mel­ta­xi-Fah­rern hart ver­han­deln, um für einen halb­wegs guten Kurs mit­fah­ren zu kön­nen. 500 Baht für uns Drei waren der “nor­ma­le” Kurs für eine Fahrt um die Hal­be Insel (mal haben wir etwas weni­ger gezahlt).

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Kurzer Faktencheck: Ko Samui

  • zweit­größ­te Insel Thai­lands
  • Län­ge: 25 km / Brei­te 21 km
  • der höchs­te Berg ist 635 m hoch
  • die Ring­stra­ße führt ein­mal um die Insel her­um und ist 51 km lang

Unsere Unterkunft

Wir haben uns für einen Bun­ga­low im Mali Samui Resort* in Lamai ent­schie­den und die klei­ne Anla­ge lag ein Stück­chen im Lan­des­in­ne­ren. Bis nach Lamai-Zen­trum waren es gute 3 km, die lei­der über­wie­gend an der Ring­stra­ße zurück­ge­legt wer­den muss­ten. Das war der Nach­teil der Unter­kunft, Vor­teil war die Lage im Grü­nen und der net­te Besit­zer, der jeden Mor­gen ein schö­nes, klei­nes Früh­stück vor­be­rei­tet hat. Und auch unser Bun­ga­low war sehr groß und wir hat­ten eine eige­ne Ter­ras­se. Wenn du mit einem Rol­ler oder Miet­wa­gen mobil bist, ist das Mali Samui Resort* bestimmt gut für dich geeig­net. Gleich gibts auch noch ein paar Ein­drü­cke von der schnu­cke­li­gen Anla­ge.

Vom Ort und Strand her wür­de ich bei einem erneu­ten Auf­ent­halt auf Ko Samui auch nicht unbe­dingt den Süd-Osten der Insel aus­wäh­len, son­dern ein schö­nes Hotel am Strand von Mae Nam oder Bophut. Hier gefiel es mir per­sön­lich ein­fach etwas bes­ser.

Sehenswürdigkeiten in Lamai

Dann star­te ich ein­fach mal direkt mit den Sehens­wür­dig­kei­ten in Lamai, auch wenn es hier nicht so viel zu berich­ten gibt. Im Rei­se­füh­rer wird für die­sen Ort die Fels­for­ma­ti­on ‘Grandfather’s Grandmother’s Rocks’ oder auch ‘Hin Ta Hin Yai’ und der Strand genannt. Es gibt auch einen View­point, der ganz schön sein soll, hier waren wir aber nicht. Statt­des­sen sind wir wäh­rend einer Wan­de­rung beim Over­lap Stone gelan­det und das war rich­tig cool 🙂

Hin Ta Hin Yai

Die bei­den Fel­sen sind berühmt gewor­den, weil sie wie männ­li­che und weib­li­che Geschlechts­tei­le aus­se­hen. Und ja, mit ein wenig Fan­ta­sie sehen die Fel­sen wirk­lich so aus. Aber war­um das in jedem Rei­se­füh­rer so ange­prie­sen wird, kann ich nicht ver­ste­hen. Der Weg hin zu die­sem Mini-Strand ist zuge­müllt und dre­ckig. Am Strand selbst gibt es nur die Fel­sen und ein paar Meter Sand, dafür etli­che klei­ne Ver­kaufs­stän­de für Sou­ve­nirs und Geträn­ke. Nach weni­gen Minu­ten sind wir hier schnell wie­der weg­ge­gan­gen und zum ver­meint­li­chen Lamai View­point hoch­ge­lau­fen. Der wird hier näm­lich aus­ge­schil­dert, ist aber, wie wir spä­ter fest­stell­ten, doch nicht der offi­zi­el­le Lamai View­point. Trotz­dem gab es hier eine hüb­sche Aus­sicht auf den Strand von Lamai.

Ko Samui - Hin Ta Hin Yai, Felsen in Form von Geschlechtsteilen im Meer
Die Fel­sen Hin Ta und Hin Yai

Lamai Strand

Und dort­hin soll­te es als nächs­tes für uns gehen. Durch den Ort gelang­ten wir schließ­lich zum Strand, der rela­tiv lang und breit ist. Der Sand ist hier etwas grob­kör­nig und das Was­ser ist schön zum Schwim­men. Wir haben am Strand von Lamai eini­ge Stun­den ver­bracht und konn­ten uns gut ent­span­nen. Lei­der sahen wir bei einem Strand­spa­zier­gang auch hier viel Müll am Rand her­um­lie­gen.

Aussicht auf Lamai Beach auf Ko Samui; Strand mit Palmen und Meer
Aus­sicht auf Lamai Beach vom View­point
Strand mit Bergen am linken Rand; Wellen treffen auf den Strand
am Strand von Lamai

Overlap Stone

Der Over­lap Stone ist (glau­be ich) noch ein klei­ner Geheim­tipp auf Ko Samui. Die­sen Aus­sichts­punkt haben wir eher zufäl­lig ent­deckt, als wir auf einer ver­rück­ten Wan­de­rung waren (die­se Geschich­te zu erzäh­len wür­de den Blog spren­gen 😉 ).

Und wie kommt man zum Over­lap Stone? Also direkt hin­ter unse­rem Hotel führt ein Stra­ße ins Lan­des­in­ne­re und es geht echt steil den Berg hin­auf. Das ers­te Stück ist auch noch mit Auto und Rol­ler befahr­bar, irgend­wann endet die Stra­ße aber und es geht zu Fuß wei­ter. Wir wan­der­ten also den Berg hin­auf und sahen irgend­wann einen Weg­wei­ser, der den Weg zum Over­lap Stone mar­kier­te.

Wir folg­ten die­sem Weg­wei­ser über einen klei­nen Pfad durch den Wald und stan­den nach kur­zer Zeit vor einem Haus. Hier sahen wir den Over­lap Stone schon und muss­ten über die Ter­ras­se des Hau­ses gehen um zu der Hän­ge­brü­cke zu gelan­gen, die zum Over­lap Stone führt. Das ist nichts für ängst­li­che Men­schen, denn die Brü­cke schau­kelt ein wenig und der View­point ist gar nicht gesi­chert. Die Aus­sicht und die­ser Ort sind dafür aber der Ober­ham­mer 🙂

Kann ich also nur emp­feh­len; kos­ten tut das übri­gens nichts, aber wir haben dem Haus­be­sit­zer eine klei­ne Spen­de in die bereit­ste­hen­de Box gesteckt.

Ko Samui - Overlap Stone - Frau geht über eine Hängebrücke zu einem riesigen Felsen hinüber
Dschungel auf Ko Samui; Hängebrücke zwischen den Palmen
Das ist die klei­ne Hüt­te, an der es auf die Hän­ge­brü­cke geht
Aussicht über Ko Samui; Wälder, Meer und Gebäude sind sichtbar
Aus­sicht vom Over­lap Stone

Tempel auf Ko Samui

Natür­lich gibt es hier, wie auch über­all anders in Thai­land eine Viel­zahl an Tem­pel­an­la­gen. Nach­dem wir aber zuvor auf unse­rer Rei­se schon etli­che Tem­pel in Bang­kok und Sin­ga­pur besucht hat­ten, war unse­re Moti­va­ti­on für ech­tes Sight­see­ing nicht mehr ganz so hoch. Daher haben wir uns nur zwei Tem­pel her­aus­ge­sucht, die wir dann an einem Tag besich­tigt haben. Und zwar den bekann­ten Big Bud­dha und den etwas ver­steck­te­ren Wat Plai Laem.

Big Buddha

Im Nord­wes­ten von Ko Samui befin­det sich eine der belieb­tes­ten Sehens­wür­dig­kei­ten der Insel. Der Big Bud­dha ist weit­hin sicht­bar und ist auf einer klei­nen, vor­ge­la­ger­ten Insel errich­tet wor­den. Über eini­ge Trep­pen­stu­fen führt der Weg nach oben zur 12 Meter hohen Bud­dha-Sta­tue. Da es sich um eine Tem­pel­an­la­ge han­delt, ist hier ange­mes­se­ne Klei­dung (Schul­tern und Knie bedeckt) erfor­der­lich. Eigent­lich müss­ten auch die Schu­he aus­ge­zo­gen wer­den, aber bei unse­rem Besuch hier war das nicht erfor­der­lich und das war gut so, denn die Trep­pen­stu­fen wer­den in der Son­ne super heiß.

Oben konn­ten wir dann die Bud­dha-Sta­tue bewun­dern, hat­ten aber auch eine echt gute Aus­sicht auf die nahe gele­ge­nen Strän­de und Orte. Ein­tritt kos­tet ein Besuch beim Big Bud­dha nicht, aber eine frei­wil­li­ge Spen­de zur Erhal­tung der Tem­pel­an­la­ge ist ger­ne gese­hen.

Ko Samui - Aussicht vom Big Buddha über die Bucht mit Felsen im Hintergrund
Bucht in der Nähe der Big Bud­dha-Sta­tue

Wat Plai Laem

Vom Big Bud­dha aus mach­ten wir uns auf den Weg zu der groß­ar­ti­gen Tem­pel­an­la­ge Wat Plai Laem. Die­se liegt ein Stück­chen im Inland und ich kann dir einen Besuch hier nur emp­feh­len. Die rela­tiv gro­ße Anla­ge wur­de erst 2004 errich­tet, ist sehr modern und park­ähn­lich ange­legt.

Die rie­si­ge 18-armi­ge Guanyin-Sta­tue steht mit­ten in einem See, in dem Fische und Schild­krö­ten schwim­men. Über einen Weg gelang­ten wir bis zur Sta­tue, wo wir die­se umrun­den konn­ten. Von dort aus konn­ten wir auch die Budai-Sta­tue sehen, die sich eini­ge Meter wei­ter links befin­det. Die Sta­tu­en und Tem­pel-Gebäu­de sind bunt ange­malt und es ist wirk­lich schön sich hier auf­zu­hal­ten.

Auch der Besuch die­ses Tem­pels ist kos­ten­los und nur eine Spen­de wird erbe­ten.

Bophut / Fisherman’s Village

Im Norden/Nordwesten von Ko Samui liegt der hüb­sche Ort Bophut. Mit sei­ner Fisherman’s Vil­la­ge hat er mir super gut gefal­len und auch der Strand hier ist ein tol­ler Ort für ent­spann­te Stun­den.

Fisherman’s Vil­la­ge ist die Stra­ße, die par­al­lel zum Strand in Bophut ver­läuft. Hier rei­hen sich schi­cke Restau­rants und klei­ne Geschäf­te anein­an­der. Auch eini­ge ursprüng­li­che­re Gebäu­de sind dazwi­schen ver­steckt und teil­wei­se mari­tim deko­riert. Im Fisherman’s Vil­la­ge wirkt alles recht klein und gemüt­lich, ganz anders als in ande­ren Orten der Insel 😉

Mae Nam Beach

Ganz im Nor­den liegt der Mae Nam Beach, mein abso­lu­ter Favo­rit auf Ko Samui. Der Strand ist fast 5 km lang, also per­fekt für einen rich­tig aus­gie­bi­gen Strand­spa­zier­gang und es ist wenig los hier. Außer­dem fällt der Strand flach ins Was­ser ab und es gibt vie­le Plät­ze im Schat­ten, denn ent­lang des gan­zen Stran­des ste­hen Pal­men.

Ach­te nur dar­auf, dich nicht direkt unter eine Pal­me zu lie­gen, denn ab und zu fal­len Kokos­nüs­se her­un­ter!

Wie schon gesagt, hat mir die­ser Strand am aller­bes­ten gefal­len und wir haben hier für eini­ge Stun­den unser Hand­tuch aus­ge­brei­tet und ein gutes Buch gele­sen.

Choeng Mon Beach

Einen eben­falls sehr schö­nen und etwas ver­steck­ten Strand fan­den wir im Nord­os­ten von Ko Samui. Ver­rückt wie wir sind, lie­fen wir quer­feld­ein vom Wat Plai Laem aus zur Ost­sei­te der Insel und fan­den so den Choeng Mon Beach. Der Strand ist auch gar nicht so klein und wun­der­bar fein­san­dig. Hier gibt es ein paar Hotels und Restau­rants direkt am Strand. Am Choeng Mon Beach waren schon deut­lich mehr Men­schen, als am Mae Nam Beach, aber es war immer noch nicht zu voll.

Ko Samui - Choeng Mon Beach
Strand mit Meer im Hintergrund
Ent­span­nung am Strand

Chaweng Beach

Mit 6 Kilo­me­tern Län­ge ist der Cha­weng Beach an der Ost­küs­te von Ko Samui der längs­te Strand der Insel und gleich­zei­tig auch der Bekann­tes­te. Daher ist der Cha­weng Beach auch sehr belebt und es gibt vie­le Restau­rants und Bars direkt am Strand. Und auch der Ort Cha­weng ist etwas grö­ßer als ande­re Orte auf Ko Samui, daher gibt es hier eine wirk­lich lan­ge Ein­kaufs­stra­ße und auch ein klei­nes Ein­kaufs­cen­ter.

Trotz der Beliebt­heit des Stran­des hat es uns hier sehr gut gefal­len. Der Strand ist fein­san­dig und sehr breit, sodass man hier ent­spannt lie­gen kann. An eini­gen Stel­len sind die Lie­ge­plät­ze begrenzt, weil sie zu den Hotels gehö­ren, aber der Strand ist auf jeden Fall lang genug, dass man gut einen Platz fin­det. Viel­leicht lag es an unse­rer Rei­se­zeit Ende Janu­ar / Anfang Febru­ar, aber es war, so wie an allen ande­ren Orten auch, nicht über­trie­ben voll.

Abends haben wir uns am Cha­weng Beach noch ein klei­nes Din­ner am Strand gegönnt und konn­ten mit Meer­blick im Son­nen­un­ter­gang essen 🙂 An eini­gen Tagen gibt es in Cha­weng übri­gens einen Nacht­markt, den haben wir aller­dings nicht besucht.

Na Muang Wasserfälle

Der Na Muang Was­ser­fall II ist mit einer Höhe von 80 m der größ­te Was­ser­fall auf Ko Samui. Etwas wei­ter unten befin­det sich der 27 m hohe Na Muang Was­ser­fall I.

Von der Stra­ße aus gelang­ten wir zuerst zum klei­ne­ren Na Muang Was­ser­fall I. Der Was­ser­fall endet direkt in einem natür­li­chen Pool, in dem man sich abküh­len und eine Wei­le schwim­men kann. Wir woll­ten aber nicht schwim­men, son­dern lie­fen über klei­ne Stei­ne und Fel­sen auf die ande­re Sei­te des Pools. Das geht sogar mit tro­cke­nen Füßen, ansons­ten ist das Was­ser hier aber auch sehr flach und ein wenig Erfri­schung an den Füßen tat uns echt gut 🙂 Auf grö­ße­ren Fel­sen am Rand des Was­ser­falls haben wir eine klei­ne Pau­se ein­ge­legt und die Umge­bung genos­sen.

Ko Samui, Na Muang Wasserfall 1; Wasserfall fällt zwischen den Bäumen in einen Teich
Na Muang Was­ser­fall I
Na Muang Wasserfall 1, Ko Samui

Nach­dem wir eine Wei­le am Na Muang Was­ser­fall I ver­bracht hat­ten, mach­ten wir uns auf den Weg zum wirk­lich impo­san­ten Na Muang Was­ser­fall II. Zu Fuß ging es erst gute 500 m auf dem Weg zurück in Rich­tung Stra­ße, dann gab es einen Abzweig zum Was­ser­fall (gut aus­ge­schil­dert). Auf der Par­al­lel­stra­ße lie­fen wir ca. 2 km teil­wei­se berg­auf bis zum Na Muang Safa­ri­park. Bis hier­her kommst du übri­gens auch mit dem Rol­ler oder Auto. Wir sind aber kom­plett zu Fuß gelau­fen.

Am Ein­gang des Safa­ri Parks wird man dann ver­su­chen, dir eine Tour mit einem Pick-Up anzu­bie­ten. Nach Aus­sa­ge der Mit­ar­bei­ter des Parks wäre der Weg zum Was­ser­fall mega weit. Davon lie­ßen wir uns aber nicht beein­dru­cken. Wir woll­ten ohne­hin zum Was­ser­fall lau­fen, hät­ten aber sowie­so in die­sem Park kei­nen Cent aus­ge­ge­ben, weil die Tie­re hier unter sehr frag­wür­di­gen Ver­hält­nis­sen gehal­ten wer­den. Die Gehe­ge waren alle win­zig, Ele­fan­ten wur­den ange­ket­tet an ihre Jung­tie­re durch den Park geführt. Für mich gilt das schon als Tier­quä­le­rei.

Da es aber kei­nen ande­ren Weg gibt, durch­quer­ten wir den Park zügig und nach einem stei­len Anstieg, gelang­ten wir etwa 20 Minu­ten spä­ter an das unte­re Ende des Was­ser­fal­les (ist also kein wei­ter Weg). Von hier an begann die eigent­li­che Klet­ter­par­tie über Stock und Stein. Gut aus­ge­schil­dert lie­fen wir zunächst über eine wacke­li­ge Brü­cke über die Aus­läu­fer des Was­ser­falls und anschlie­ßend einen stei­len und stei­ni­gen Pfad immer berg­auf bis zum eigent­li­chen Was­ser­fall. Der Weg befin­det sich mit­ten im Wald und ich emp­feh­le dir fes­tes Schuh­werk; natür­lich haben wir auch Leu­te in Flip-Flops gese­hen, aber mir per­sön­lich wäre das zu ris­kant gewe­sen.

Oben ange­kom­men wur­den wir für die Kra­xe­lei wie­der ein­mal mit einer tol­ler Aus­sicht über Ko Samui und Blick auf den Was­ser­fall belohnt. Auch hier kannst du dich wie­der in einem natür­li­chen Pool am Was­ser­fall erfri­schen. Wenn du Lust hast, kannst du auch auf die ande­re Sei­te hin­über­schwim­men / klet­tern. Das haben wir uns aller­dings gespart und sind auf glei­chem Weg wie­der zurück­ge­wan­dert, weil es schon spä­ter Nach­mit­tag war und wir nicht sicher waren, ob auf der ande­ren Sei­te auch ein Weg zurück­führt.

Ko Samui, Na Muang Wasserfall 2 - Ausblick vom Gipfel des Wasserfalls auf die Wälder
Aus­blick von der Spit­ze des Was­ser­falls
Na Muang Wasserfall 2 Ko Samui

Tarnim Magic Garden

Der Tanim Magic Gar­den oder auch Secret Bud­dha Gar­den genannt, befin­det sich im Inland von Ko Samui mit­ten in den Ber­gen und Wäl­dern. Die Anfahrt ist dem­entspre­chend recht weit und führt über kur­vi­ge und teil­wei­se stei­le Stra­ßen berg­auf. Wir waren (wie immer) zu Fuß unter­wegs und das war dann doch etwas weit (auch wenn es angeb­lich von unse­rem Hotel aus nur 1,5 Stun­den zu Fuß gewe­sen wären — laut Hotel­mit­ar­bei­ter). Aber egal, dafür haben wir unter­wegs viel gese­hen 😉

Wegweiser im Dschungel von Ko Samui
Kei­ne Ahnung wo wir sind — mit­ten in den Ber­gen
Buddha Statue an einem Weg im Wald
Eine Bud­dha-Sta­tue mit­ten im Wald

Der Gar­ten mit den vie­len Skulp­tu­ren, einem Fluss­lauf und Was­ser­fall wur­de in den 70er-Jah­ren von einem Mönch ange­legt und ist tat­säch­lich ein sehr ange­neh­mer Ort. Mit­ten im Wald war es bei unse­rem Besuch auch in der Mit­tags­zeit schön kühl. Aller­dings gibt es außer den inter­es­san­ten Sta­tu­en nicht viel zu sehen. Da hat­ten wir mehr erwar­tet und uns auch nur eine gute hal­be Stun­de hier auf­ge­hal­ten.

Wenn du ohne­hin eine Tour in die Ber­ge machst, soll­test du den Gar­ten auch besu­chen. Extra dort­hin zu fah­ren, wür­de ich nicht emp­feh­len. Der Ein­tritt beträgt hier übri­gens 80 Baht.

Tarnim Magic Garden Ko Samui - Steinfiguren

Mein Fazit zu Ko Samui

Wie oben schon erwähnt, hat­te ich mei­ne Schwie­rig­kei­ten mit Ko Samui. Im Rück­blick und bei Betrach­tung der Fotos erscheint es gar nicht so, als gäbe es etwas an der Insel aus­zu­set­zen und auch ich bin noch ein­mal ins Grü­beln gekom­men. Aber letzt­lich war es für mich das Drum­her­um, das nicht so rich­tig pass­te. Viel­leicht lag es am fal­schen Aus­gangs­punkt auf der Insel in Lamai, viel­leicht an rela­tiv viel Müll und Dreck in den Gas­sen, der häu­fig auf­fiel, sobald wir uns weni­ge Meter von den schö­nen Strän­den und Orten weg­be­weg­ten.

Ein klei­nes High­light kann ich dir aber noch ver­ra­ten, das du im Golf von Thai­land fin­dest: Den Ang Thong Mari­ne Natio­nal­park. Von Ko Samui aus kannst du ganz­tä­gi­ge Boots­tou­ren dort­hin machen und das lohnt sich wirk­lich. Wir haben auch eine sol­che Tour gemacht, aber die ist einen gan­zen Blog­post wert und folgt in Kür­ze 🙂 Vor­ab bekommst du schon mal ein Foto zur Ein­stim­mung.

Thailand - Ang Thong Marine Nationalpark
wun­der­vol­le Insel­welt im Koh Ang Thong Mari­ne Natio­nal­park

Die Reise geht weiter…

…und zwar auf die Inseln Ko Phan­gan und Ko Tao. Rei­se­be­rich­te und Tipps für einen Auf­ent­halt auf die­sen Inseln folgt vor­aus­sicht­lich im Herbst 🙂

2 Comments

  • Gabi

    Hal­lo Corin­na,
    Dei­ne Art zu schrei­ben gefällt mir sehr gut.
    Z.B ken­ne ich den Gar­de­see sehr gut und wie ich fin­de hast du ihn sehr tref­fend beschrie­ben.
    Ich las­se Dir mei­ne E‑Mail und hof­fe noch vie­le schö­ne Berich­te von Dir zu lesen.

    VG
    Gabi

    • CoRi

      Hal­lo Gabi,
      vie­len Dank für dei­nen lie­ben Kom­men­tar.
      Der Gar­da­see ist ein­fach so wun­der­schön, dass man dort gar nicht viel falsch machen kann 😉
      Ich wer­de auf jeden Fall noch ein­mal zurück­kom­men um auch die ande­ren Ecken dort zu erkun­den.
      Lie­be Grü­ße
      Corin­na

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