Titelbild - Moselsteig Cochem - Treis-Karden
Europa

Moselsteig Etappe 19: Wanderung von Cochem nach Treis-Karden

Die 19. Etap­pe auf dem Mosel­steig hat es ganz schön in sich; sie ist eine der bei­den längs­ten Etap­pen des Mosel­steig und teilt sich die­sen Platz nur mit der 1. Etap­pe. Unter­wegs gibt es aber auch viel zu sehen und die Wan­de­rung ver­läuft durch sehr abwechs­lungs­rei­che Natur mit tol­len Aus­bli­cken auf die Mosel. Auf der Wan­de­rung müs­sen fast 800 Höhen­me­ter über­wun­den wer­den und dem­entspre­chend ist die­se Etap­pe rela­tiv schwie­rig und erfor­dert viel Kon­di­ti­on.

High­lights am Weg sind bei der Wan­de­rung von Cochem nach Treis-Kar­den das Pin­ner­kreuz in Cochem, das Natur­schutz­ge­biet Dor­te­bach­tal und der Archäo­lo­gie-Park Mart­berg. Die Natur ist mit vie­len Wein­ber­gen und Wäl­dern selbst­ver­ständ­lich ein High­light für sich.

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Blick auf die Mosel vom Moselsteig - eingebettet in Weinberge liegt ein kleiner Ort im Tal
Unter­wegs auf dem Mosel­steig
Infor­ma­tio­nen zur Etap­pe 19 des Mosel­steig
  • Län­ge: ca. 24 km
  • Höhen­me­ter: 790 m berg­auf und berg­ab
  • Geh­zeit: ca. 6 — 8 Stun­den
  • Schwie­rig­keits­grad: schwer
  • High­lights: Aus­sichts­punkt Pin­ner­kreuz, Natur­schutz­ge­biet Dor­te­bach­tal, Archäo­lo­gie-Park Mart­berg

Die gan­ze Tour fin­dest du zum Nach­wan­dern auch auf mei­nem Komoot-Pro­fil:

Moselsteig | Von Cochem zum Pinnerkreuz

Der offi­zi­el­le Start­punkt jeder Etap­pe des Mosel­steig ist der Bahn­hof des jewei­li­gen Ortes; daher vari­iert der Ein­stiegs­ort und die genaue Län­ge der Tour je nach­dem, wo du dein Hotel bezo­gen hast.

Vom Bahn­hof aus führt dich der Weg in Cochem ein­mal an der Alt­stadt vor­bei bis zur Tal­sta­ti­on der Ses­sel­bahn Cochem. An der Ses­sel­bahn ver­lässt du dann die Stra­ße und gelangst auf einen Wan­der­weg. Der Ein­stieg ist sehr klein, er liegt rechts­sei­tig der Ses­sel­bahn und hier steht eine gro­ße Info­ta­fel zum Mosel­steig.

Der Weg hat es direkt in sich; bis zum Pin­ner­kreuz wan­derst du in Ser­pen­ti­nen die nächs­ten 600 m steil berg­auf und legst schon auf die­sem Stück 130 Höhen­me­ter zurück und die Stei­gung beträgt am steils­ten Stück gut 24 %. Aber die Anstren­gung lohnt sich, denn vom Pin­ner­kreuz aus hast du noch ein­mal eine groß­ar­ti­ge Aus­sicht auf den Ort Cochem und die Reichs­burg.

Wenn du direkt früh mor­gens mit dei­ner Wan­de­rung star­test, hast du zusätz­lich Glück, dass außer dir ver­mut­lich kei­ne ande­ren Men­schen am Aus­sichts­punkt sind, weil die Ses­sel­bahn erst gegen 10:00 Uhr ihren Betrieb auf­nimmt. So kannst du alles noch ein­mal ganz in Ruhe genie­ßen. Aber auch all­ge­mein begeg­nen dir auf dem Mosel­steig nicht all­zu vie­le ande­re Wan­de­rer und du bist über wei­te Tei­le ganz allein in der Natur unter­wegs.

Moselsteig Wanderweg führt unter der Sesselbahn Cochem entlang
Hier führt der Mosel­steig unter der Ses­sel­bahn her
Pinnerkreuz Cochem mit Ausblick auf den Ort
Aus­sichts­punkt Pin­ner­kreuz

Wanderung vom Pinnerkreuz nach Klotten

Ein wenig ent­spann­ter geht es nun durch den Wald wei­ter bis zum Wild- und Frei­zeit­park Klot­ten, der tat­säch­lich ganz oben auf dem Hügel gele­gen ist. Nach­dem du den Park­platz über­quert hast, führt der Mosel­steig dich jetzt in den Wald; die Abzwei­gung befin­det sich auf der rech­ten Sei­te, ist aber gut aus­ge­schil­dert.

Im Wald folgst du dem schma­len Weg und wan­derst ohne grö­ße­re Stei­gun­gen und Anstren­gun­gen bis zum Ort Klot­ten. Unter­wegs gibt es noch an meh­re­ren Stel­len rich­tig schö­ne Aus­sich­ten auf die Mosel und zurück auf Cochem. Hal­te ein­fach die Augen offen und dir wer­den tol­le Orte begeg­nen.

Frau sitzt auf einer Bank und fotografiert das Moseltal
Klei­ner Aus­sichts­punkt am Wald­rand

In Klot­ten ange­kom­men folgt der Mosel­steig ein kur­zes Stück lang der Stra­ße, die in den Ort führt. Hier schei­nen aber nicht all­zu vie­le Autos her­zu­fah­ren, wes­halb es kein Pro­blem ist an der Stra­ße ent­lang zu lau­fen. Nach weni­gen hun­dert Metern folgst du dem Mosel­steig nach links durch eine Wohn­sied­lung und läufst jetzt auf eine alte Burg­rui­ne zu und zwi­schen Wein­ber­gen hin­durch. Der Weg schlän­gelt sich am Aus­sichts­punkt Mosel­schie­fer­blick vor­bei bis in den Ort Klot­ten. Den Ort erreichst du nach ins­ge­samt rund 6 km Wan­de­rung von Cochem aus.

Moselsteig führt durch den Wald
Auf dem Weg nach Klot­ten
kleiner Ort mit Kirche an der Mosel in den Weinbergen
Blick auf den Ort Klot­ten

Unten im Ort folgst du den Weg­wei­sern, die dich links­sei­tig durch den Ort füh­ren und musst am Ende rechts unter einer Bahn­un­ter­füh­rung her­ge­hen. Dort gelangst du an die Bun­des­stra­ße, die du aller­dings nicht über­que­ren musst. Du kannst dich links auf dem Grün­strei­fen hal­ten, der Weg geht dort für rund 400 m an der Bun­des­stra­ße ent­lang und danach geht es nach links in das Natur­schutz­ge­biet Dor­te­bach­tal. Die Bun­des­stra­ße ist schon recht stark befah­ren und die­ses Teil­stück ist nicht schön, aber es gibt wohl kei­ne Alter­na­ti­ve. Da du aber auf dem Grün­strei­fen läufst, ist der Abstand zu den Autos aus­rei­chend groß. Und nach die­sem etwas häss­li­chen Stück kannst du dich dann auf umso mehr Natur und Ruhe im Dor­te­bach­tal freu­en.

Über­nach­ten in Treis-Kar­den

Wein­stu­be Cas­tor — Haupt­stras­se 36, 56253 Treis-Kar­den

Wanderung durch das Naturschutzgebiet Dortebachtal

Nach­dem du den häss­lichs­ten Teil der Wan­de­rung an der Bun­des­stra­ße ent­lang hin­ter dich gebracht hast, tauchst du in das Natur­schutz­ge­biet Dor­te­bach­tal ein. Ein klei­ner Bach plät­schert direkt neben dem Weg und wenn du gut in der Zeit liegst und moti­viert bist, kannst du noch einen Abste­cher zum aus­ge­schil­der­ten Was­ser­fall machen. Ob er sich lohnt, weiß ich nicht, weil wir am ers­ten Wan­der­tag noch nicht genau wuss­ten, wie unser Zeit­ma­nage­ment sein wür­de 😉

Der Mosel­steig führt im Natur­schutz­ge­biet auf einem schma­len Weg durch den Wald und der nächs­te grö­ße­re Anstieg steht bevor. Über Wur­zeln und Stei­ne wan­derst du hier für die nächs­ten 500 m steil berg­auf bis du zu einer gro­ßen Frei­flä­che gelangst. Das Wan­dern im Natur­schutz­ge­biet macht rich­tig Lau­ne und Vor­freu­de auf die wei­te­re Wan­de­rung. Über sanf­te Wie­sen und an Fel­dern ent­lang geht die Wan­de­rung an einem Bau­ern­hof vor­bei wei­ter.

Bei Ver­las­sen des Dor­te­bach­tals hast du rund 10 km der Wan­de­rung zurück­ge­legt und zwei der drei grö­ße­ren Anstie­ge hin­ter dich gebracht.

Bis zu die­sem Punkt hat­ten wir übri­gens das Gefühl, unglaub­lich lang­sam unter­wegs zu sein und waren auch schon mehr als 3 Stun­den unter­wegs, aber der Rest ging nach­her irgend­wie schnel­ler 😉

Frau wandert auf dem Moselsteig im Naturschutzgebiet Dortebachtal im Wald
Schma­le Pfa­de im Natur­schutz­ge­biet Dor­te­bach­tal

Vom Dortebachtal nach Pommern wandern

Nach­dem du das Dor­te­bach­tal hin­ter dir gelas­sen hast, wan­derst du ganz genüss­lich dem klei­nen Ort Kall ent­ge­gen. Der Ort hat auf den ers­ten Blick nicht viel zu bie­ten und du durch­querst den Ort ein­mal an der Stra­ße ent­lang. Am Orts­en­de führt der Mosel­steig dann aber wie­der hin­ein in den Wald und du folgst einem Bach­lauf bis es nach einem kur­zen Anstieg wie­der aus dem Wald hin­aus geht.

Danach geht der Weg bis zum Ort Pom­mern wei­ter über Wirt­schafts­we­ge, die zwi­schen Wein­ber­gen mit tol­ler Aus­sicht auf die Mosel ver­lau­fen. Das lässt sich super ent­spannt wan­dern und die Wein­ber­ge sind auch super Foto­mo­ti­ve. Um nach Pom­mern zu gelan­gen geht es noch ein­mal ein wenig berg­ab und du kannst dei­ne Bei­ne ein biss­chen erho­len.

Wanderweg zwischen Weinbergen an der Mosel
Ent­spannt unter­wegs in Rich­tung Pom­mern

Wanderung von Pommern nach Treis-Karden

Wenn du im Ort Pom­mern ange­kom­men bist, lie­gen nur noch 5 km auf der heu­ti­gen Tages­etap­pe vor dir. Die sind noch ein­mal sehr schön zu wan­dern, sind durch eine Stei­gung ganz zu Anfang aber doch nicht ganz ohne. Am Orts­rand wan­derst du zwi­schen Wein­ber­gen in meh­re­ren Keh­ren nach oben bis du auf einer frei­en Flä­che ankommst. Hier kannst du schon bald den Archäo­lo­gie­park Mart­berg sehen, der einer der höchs­ten Punk­te an die­ser Stel­le ist. Auf einem schö­nen Feld­weg wan­derst du zwi­schen den Fel­dern ent­lang und hast einen unglaub­lich tol­len Weit­blick in alle Rich­tun­gen.

Der Archäo­lo­gie­park selbst lohnt einen klei­nen Abste­cher bzw. Blick hin­ein; es han­delt sich hier um die Rekon­struk­ti­on einer ehe­ma­li­gen Tem­pel­an­la­ge, die zunächst von den Kel­ten erbaut und spä­ter von den Römern wei­ter ent­wi­ckelt und genutzt wur­de. Das Gelän­de selbst ist jeder­zeit frei zugäng­lich, eine Besich­ti­gung des Tem­pels ist zu bestimm­ten Zei­ten mög­lich. Für eine kur­ze Ori­en­tie­rung gibt es auf dem Gelän­de eini­ge Info­ta­feln.

Weg führt zwischen grünen Wegen zum Archäologiepark Martberg
Auf dem Weg zum Archäo­lo­gie­park
Archäologiepark Martberg in Pommern
Archäo­lo­gie­park Mart­berg

Nach die­sem klei­nen his­to­ri­schen Zwi­schen­stopp führt der Wan­der­weg zunächst noch ein kur­zes Stück zwi­schen den Fel­dern ent­lang, geht dann aber in einen Wald­weg über. Der schma­le Pfad im Wald ist recht ent­spannt zu gehen, denn die Stei­gung führt ste­tig berg­ab. In Ser­pen­ti­nen geht es über Stock und Stein nun hin­un­ter in Rich­tung Treis-Kar­den. An der Stel­le, an der sich der Wald lich­tet hast du wie­der ein­mal einen guten Blick auf die Mosel und kannst das Ziel — Treis-Kar­den — schon sehen.

Wegweiser am Moselsteig zeigt nach Treis-Karden
Auf dem Weg nach Treis-Kar­den
Ausblick auf die Mosel in Treis-Karden
Aus­bli­cke auf die Mosel bei Treis-Kar­den

Auf einem brei­te­ren Wan­der­weg wan­derst du nun bis in den Ort hin­un­ter, wo die Etap­pe 19 auf dem Mosel­steig dann am Bahn­hof in Treis-Kar­den endet. Jetzt hast du 23,9 km auf dem Mosel­steig zurück­ge­legt und kannst noch ent­spannt bis zu dei­nem Hotel lau­fen und / oder in einer der vie­len Wein­stu­ben im Ort ein­keh­ren.

Verpflegung am Moselsteig

Wenn du über meh­re­re Tage auf dem Mosel­steig unter­wegs bist, wirst du sicher­lich für unter­wegs mal ein klei­nes Mit­tag­essen benö­ti­gen. Dazu ist aller­dings ein wenig Pla­nung not­wen­dig, denn in vie­len der klei­nen Orte, die der Mosel­steig durch­quert, gibt es weder Super­markt noch Bäcke­rei. Daher ist es auf die­ser Etap­pe 19 rat­sam, bereits in Cochem für das Mit­tag­essen zu sor­gen und z. B. ein paar Bröt­chen beim Bäcker zu kau­fen. So kannst du die Wan­de­rung ganz ent­spannt ange­hen und musst dir unter­wegs kei­ne Gedan­ken mehr um dei­ne Ver­pfle­gung machen.

Für die wei­te­ren Etap­pen in Rich­tung Koblenz gilt übri­gens das Glei­che; wir haben des­we­gen schon am Mor­gen über­prüft, wo wir ggf. einen Bäcker fin­den ohne einen rie­si­gen Umweg lau­fen zu müs­sen. Ver­hun­gert sind wir natür­lich nie und sind immer noch in irgend­ei­nem Ort fün­dig gewor­den 😉

Wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen und Links
  • Von und zu wel­chem Ort ver­läuft die Etap­pe 19 auf dem Mosel­steig?

    Start: Cochem
    Ziel: Treis-Kar­den

  • Wie lang ist die Wan­de­rung von Cochem nach Treis-Kar­den?

    ca. 24 km

  • Wie vie­le Höhen­me­ter müs­sen auf die­ser Etap­pe am Mosel­steig zurück­ge­legt wer­den?

    ca. 790 Höhen­me­ter berg­auf und auch berg­ab

  • Wie ist der Schwie­rig­keits­grad der Wan­de­rung?

    Auf­grund der Län­ge und der Höhen­me­ter ist die Wan­de­rung als “schwer” ein­zu­stu­fen. Klet­ter­stel­len oder aus­ge­setz­te Stü­cke gibt es aller­dings nicht.

  • Ist die Wan­de­rung kin­der­wa­gen­taug­lich?

    Lei­der nein, da es über wei­te Stü­cke über stei­ni­ge und schma­le Wald­we­ge geht.

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