Kreuzung mit Palmen
Reiseplanung

Die Checkliste für deinen perfekten Roadtrip

Ein Road­trip ist für mich eine super Rei­se­art um mög­lichst viel von einem Land oder einer Regi­on zu ent­de­cken. Des­we­gen ste­hen Road­trips bei mir seit eini­ger Zeit ganz hoch im Kurs. Mei­ne Lie­be zu Road­trips wur­de durch eine klas­si­sche Tour durch die USA geweckt — 2017 fuh­ren wir für gut zwei Wochen durch Kali­for­ni­en, Neva­da und Ari­zo­na und ent­deck­ten dort wun­der­vol­le Orte. Danach folg­te eine klei­ne Road­trip-Pau­se und in die­sem Som­mer waren wir in Ita­li­en unter­wegs. Die­ses Ziel konn­ten wir ohne Flug mit dem eige­nen Auto berei­sen, was ich auch als Vor­teil anse­he. Auf unse­rer Tour hat­ten wir ins­ge­samt 4 grö­ße­re Sta­tio­nen und mach­ten klei­ne­re Aus­flü­ge in die Umge­bung.

Mir gefällt es bes­ser so zu rei­sen, als nur an einem Ort zu sein. Du denkst, ein Road­trip sei super kom­pli­ziert zu pla­nen und bringt vie­le Unsi­cher­hei­ten mit sich? Wenn dich die­se Gedan­ken bis­lang davon abge­hal­ten haben, selbst einen Road­trip zu pla­nen, bekommst du jetzt von mir die bes­ten Tipps für eine ent­spann­te Rei­se.

Wer­bung: In die­sem Bei­trag wer­den Leis­tun­gen ver­schie­de­ner Unter­neh­men genannt, ich wur­de hier­für nicht bezahlt. Alle Emp­feh­lun­gen basie­ren auf mei­nen eige­nen Erfah­run­gen.

Autobahn mit Schilderbrücke in der Schweiz
Lee­re Auto­bah­nen in der Schweiz

Checkliste: Roadtrip

  1. Rei­se­ziel fest­le­gen
    • Rou­ten­pla­nung
    • Zeit­plan erstel­len
  2. Flug und Miet­wa­gen buchen (optio­nal)
  3. Hotels buchen
  4. wich­ti­ge Rei­se-Doku­men­te
    • Füh­rer­schein
    • Inter­na­tio­na­ler Füh­rer­schein
    • Rei­se­pass
    • Per­so­nal­aus­weis
    • Fahr­zeug­schein
    • grü­ne Ver­si­che­rungs­kar­te
  5. Kar­ten­ma­te­ri­al
    • auf Papier
    • Navi oder Kar­ten-App
  6. Infor­ma­tio­nen über Ver­kehrs­re­geln im Rei­se­land
    • Vignet­te & Maut
    • Umwelt­zo­ne
  7. Auto über­prü­fen (optio­nal)
    • Mit­glied­schaft im Auto­mo­bil-Club

Hier gibt es die Check­lis­te zum Down­load als PDF-Doku­ment:
Check­lis­te | Road­trip mit dem eige­nen Auto
Check­lis­te | Road­trip mit dem Miet­wa­gen

Schritt 1 | Finde das Reiseziel für deinen Roadtrip

Vie­le Regio­nen rund um den Glo­bus sind super für einen Road­trip geeig­net. Vor allem in Euro­pa kannst du ganz ent­spannt einen Road­trip unter­neh­men — auch mit dem eige­nen Auto, was auch Geld spa­ren kann. Aus mei­ner Sicht bie­ten sich fast alle Län­der in Euro­pa für einen Road­trip an, je nach Ent­fer­nung kannst du mit dei­nem eige­nen Auto dort­hin fah­ren und auch schon auf der An- und Abrei­se ins Rei­se­land einen schö­nen Zwi­schen­stopp ein­le­gen.

Die USA sind ein super Land für ein Road­trip — das Stra­ßen­netz ist gut aus­ge­baut und es gibt vie­le Mög­lich­kei­ten für groß­ar­ti­ge Rei­se­rou­ten. Sei es die West­küs­te oder aber auch eine Tour ent­lang der Ost­küs­te. Und auch in Kana­da bist du gut auf­ge­ho­ben, wenn du einen Road­trip unter­neh­men möch­test.

Tipps und Inspi­ra­ti­on für einen Road­trip ent­lang der West­küs­te der USA fin­dest du auf die­ser Sei­te.

Roadtrip | Routenplanung

Für die Pla­nung der per­fek­ten Rei­se­rou­te, neh­me ich mir immer zuerst die Land­kar­te vor und schaue, wel­che mar­kan­ten Städ­te oder Orte ich auf jeden Fall besu­chen möch­te. Außer­dem lese ich in Blogs und Rei­se­füh­rern und las­se mich inspi­rie­ren. Wenn ich dann die wich­tigs­ten Punk­te auf der Rou­te fest­ge­legt habe, las­se ich mir bei Goog­le Maps die Ent­fer­nun­gen zwi­schen die­sen Orten anzei­gen und brin­ge die Zie­le in eine sinn­vol­le Rei­hen­fol­ge. Je nach­dem wie groß die Ent­fer­nung ist, suche ich noch nach schö­nen Orten für eine Zwi­schen­über­nach­tung. Meist haben wir kei­ne Lust einen gan­zen Tag nur mit Fah­ren zu ver­brin­gen — Etap­pen von max. 200–300 km fin­de ich da ganz sinn­voll.

Straße unter einem Bergüberhang - rechts ein leuchtend blauer See
On the Road …

Roadtrip | Zeitplan erstellen

Nach­dem die Rou­te so grob abge­steckt ist, geht es natür­lich dar­um, wie viel Zeit bei den ein­zel­nen Sta­tio­nen ein­ge­plant wer­den soll. Das ist mit davon abhän­gig, wie viel Zeit du über­haupt für dei­ne Rei­se zur Ver­fü­gung hast oder wie viel Zeit du dir neh­men möch­test. Für mich ist es bes­ser, die Rou­te etwas zu kür­zen um so weni­ger gestresst auf der Rei­se zu sein und die ein­zel­nen Orte inten­si­ver ken­nen ler­nen zu kön­nen.

Anmer­kung: In den USA haben wir in 15 Tagen gut 3000 km abge­ris­sen, das war schon Eini­ges. Ähn­lich viel war es aller­dings auch bei unse­rem Road­trip durch Ita­li­en — hier waren es inkl. An- und Abfahrt gut 2.400 km, wobei die längs­ten Stre­cken (gut 1.700 km) schon für An- und Abfahrt drauf­gin­gen. Vor Ort waren die Ent­fer­nun­gen gar nicht mehr so groß.

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Schritt 2 | Flug und Mietwagen buchen (optional)

Ist das Ziel dei­nes Road­trips nur mit dem Flug­zeug zu errei­chen oder auch inner­halb von Euro­pa sehr weit von dei­nem Hei­mat­ort ent­fernt oder dein Auto ist nicht Road­trip-taug­lich, musst du ver­mut­lich einen Flug, in jedem Fall aber einen Miet­wa­gen buchen.

Zur Flug­bu­chung ver­wen­de ich ger­ne Flug­such­ma­schi­nen um die Prei­se ein­zel­ner Flug­ge­sell­schaf­ten zu ver­glei­chen. Lei­der gibt es bei eini­gen Anbie­tern Kos­ten für die Zah­lung mit Kre­dit­kar­te oder Ähn­li­ches, die erst bei der Buchung auf­tre­ten. Es lohnt sich von daher immer auch ein­mal auf der Home­page der jewei­li­gen Flug­ge­sell­schaft die Prei­se zu ver­glei­chen und ggf. direkt bei der Air­line zu buchen.

Für die Buchung eines Miet­wa­gen gibt es auch vie­le Ver­gleichs­por­ta­le, die dir den bes­ten Preis zei­gen. Hier­bei ist dar­auf zu ach­ten, dass die Ver­si­che­run­gen alle schon inklu­si­ve sind um Kos­ten vor Ort zu ver­mei­den. Außer­dem bie­tet es sich an, ein Ange­bot mit unbe­grenz­ten Kilo­me­tern zu wäh­len und den Miet­wa­gen voll­ge­tankt zurück zu brin­gen. Das kann ggf. güns­ti­ger sein. Auch wenn du alle not­wen­di­gen Ver­si­che­run­gen usw. schon inklu­si­ve hast, ver­su­chen die Anbie­ter dir vor Ort häu­fig noch zusätz­li­che Leis­tun­gen auf­zu­schwat­zen. Wenn du genau weißt, dass du das alles nicht brauchst, soll­test du dich davon nicht beein­flus­sen las­sen.

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Ein Navi zu lei­hen ist in vie­len Fäl­len sehr teu­er und du kannst genau so gut mit einer Kar­ten-App navi­gie­ren und so Kos­ten spa­ren. Dazu gibt es vie­le Anbie­ter von Apps, wich­tig ist mir immer, dass es die Mög­lich­keit zur Off­line-Navi­ga­ti­on gibt. Daher habe ich mich für die App Here WeGo ent­schie­den und bin damit immer gut gefah­ren. Alter­na­tiv funk­tio­niert natür­lich auch Goog­le Maps.

Auto steht auf einer Straße mitten im Wald
Unser zuver­läs­si­ger Jeep in den USA

Schritt 3 | Unterkünfte buchen

Nach­dem du dei­ne Rou­te und einen Zeit­plan fest­ge­legt hast, kannst du direkt mit der kon­kre­ten Pla­nung und Buchung von Unter­künf­ten für dei­nen Trip star­ten. Dabei ist es ganz allein dei­ne Ent­schei­dung, ob du eher spon­tan bist und nur die ers­te Unter­kunft vor­ab buchst oder du alles vor dei­ner Rei­se buchst. Ich gehe ger­ne auf Num­mer sicher und buche Unter­künf­te vor­ab um in Ruhe ein schö­nes Hotel / Motel / Hos­tel aus­su­chen zu kön­nen. In den USA ist eine spon­ta­ne Buchung aller­dings auch sehr gut mög­lich und je nach Sai­son voll­kom­men unpro­ble­ma­tisch. In der Haupt­sai­son wür­de ich davon aber eher abra­ten.

Für die Suche nach dem pas­sen­den Hotel ver­glei­che ich meist ver­schie­de­ne Prei­se und stö­be­re erst ein­mal auf booking.com und teil­wei­se auf den Sei­ten der ein­zel­nen Tou­ris­mus­ver­bän­de. Hier­bei bist du fle­xi­bel und kannst dei­ne Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten ganz nach dei­nem gesetz­ten Bud­get und dei­nen Ansprü­chen aus­wäh­len. So kannst du dir dei­ne per­fek­te Rei­se ein­fach selbst zusam­men­stel­len. Ich mische ger­ne zwi­schen güns­ti­ge­ren Unter­künf­ten, vor allem wenn es nur für eine Nacht ist, und etwas bes­se­ren Hotels für län­ge­re Auf­ent­hal­te oder ein­fach so als High­light zwi­schen­durch.

Affi­lia­te Link Booking.com

Schritt 4 | Dokumente für deinen Roadtrip

Je nach­dem wohin du reist, brauchst du die ver­schie­dens­ten Doku­men­te, damit dei­ne Rei­se rei­bungs­los abläuft. Damit du vor der Abrei­se nicht in Zeit­stress kommst, soll­test du dich bereits eini­ge Wochen / Mona­te um die wich­tigs­ten Doku­men­te küm­mern. Behör­den­gän­ge und ‑läu­fe kön­nen bekann­ter­ma­ßen auch schon ein­mal län­ger dau­ern.

Personalausweis | Reisepass

Selbst­ver­ständ­lich darf auf kei­ner Rei­se ein gül­ti­ger Per­so­nal­aus­weis bzw. Rei­se­pass feh­len. Wich­tig ist nur, dass die Doku­men­te gül­tig sind, je nach Land, in das du reist, muss der Rei­se­pass noch mind. 6 Mona­te gül­tig sein. Ansons­ten gibt es hier­bei das glei­che zu beach­ten, wie bei allen ande­ren Aus­wei­sen auch: Denk dar­an, recht­zei­tig einen neu­en Pass zu bean­tra­gen, damit du am Ende nicht unter Druck gerätst.

Führerschein | Internationaler Führerschein

Ein Road­trip wird ohne Füh­rer­schein zu einem unmög­li­chen Unter­fan­gen, aber ich gehe ein­fach mal davon aus, dass du den schon hast 😉 Den­noch darfst du die­sen auf kei­nen Fall zu Hau­se lie­gen las­sen und muss mit­ge­nom­men wer­den.

In Län­dern außer­halb der EU wird der Natio­na­le Füh­rer­schein unter Umstän­den nicht aner­kannt. Daher soll­test du dich vor­ab über das Rei­se­land infor­mie­ren und die Bedin­gun­gen für den Füh­rer­schein recher­chie­ren. Die Bean­tra­gung für den Inter­na­tio­na­len Füh­rer­schein kann ganz unkom­pli­ziert bei der zustän­di­gen Stra­ßen­ver­kehrs­be­hör­de vor­ge­nom­men wer­den. Dafür wird nur ein bio­me­tri­sches Foto und der natio­na­le Füh­rer­schein benö­tigt. Die Kos­ten für den Inter­na­tio­na­len Füh­rer­schein lie­gen bei unge­fähr 15 €.

Auch wenn du mit einem Inter­na­tio­na­len Füh­rer­schein unter­wegs bist, ersetzt das nicht dei­nen natio­na­len Füh­rer­schein, denn der Inter­na­tio­na­le Füh­rer­schein ist nur ein Zusatz­do­ku­ment und nicht allein für sich gül­tig.

Fahrzeugschein (optional)

Wenn du mit dei­nem eige­nen Auto reist, soll­test du natür­lich immer dei­nen Fahr­zeug­schein bei dir haben (nicht den Brief!).

Grüne Versicherungskarte (optional)

Bist du wäh­rend dei­nes Road­trips mit dem eige­nen Auto unter­wegs, soll­test du sicher­heits­hal­ber die so genann­te grü­ne Ver­si­che­rungs­kar­te dabei haben. Die­se wird dann benö­tigt, wenn du im Aus­land einen Unfall haben soll­test. Mit­hil­fe die­ser “Grü­nen Kar­te” kannst du nach­wei­sen, dass für dein Auto ein Ver­si­che­rungs­schutz besteht.

In Euro­pa wird das Mit­füh­ren der Ver­si­che­rungs­kar­te vor allem in ost­eu­ro­päi­schen Län­dern erwar­tet. In den meis­ten Nach­bar­län­dern Deutsch­lands, ist das Mit­füh­ren nicht zwin­gend erfor­der­lich. Aber auch hier­für gibt es Lis­ten, die du ganz ein­fach im Inter­net ein­se­hen kannst, um her­aus­zu­fin­den, ob du die Kar­te brauchst.

Bei Abschluss dei­ner Auto­ver­si­che­rung bekommst du die Grü­ne Kar­te auto­ma­tisch, aller­dings ist die Gül­tig­keit beschränkt. Soll­te dei­ne Kar­te nicht mehr gül­tig sein, kannst du ganz unkom­pli­ziert und kos­ten­los eine Neue bei dei­ner Ver­si­che­rung bean­tra­gen.

Schritt 5 | Kartenmaterial & Navigation

Klar, ohne Stra­ßen­kar­te oder Navi geht auf einem Road­trip gar nichts. Ich ver­las­se mich dabei ungern nur auf ein Medi­um und bin daher immer super gut aus­ge­rüs­tet unter­wegs. Wenn ich in Euro­pa mit dem eige­nen Auto unter­wegs bin, ver­wen­de ich ger­ne mein trag­ba­res Navi (voll alt­mo­disch — ich weiß 😉 ) aber dort fin­de ich die Anzei­ge der Stra­ßen und Abfahr­ten doch ein biss­chen bes­ser als auf dem Han­dy. Trotz­dem nut­zen wir unter­wegs natür­lich auch mal Goog­le Maps.

Im nicht-euro­päi­schen Aus­land ver­las­sen wir uns auf Off­line-Kar­ten, weil wir nicht immer aus­län­di­sche SIM-Kar­ten besor­gen und somit kein mobi­les Inter­net haben. Das hat bis­lang immer super funk­tio­niert. Mit Off­line-Kar­ten von der App Here­WeGo wur­den wir sehr gut ein­mal quer durch den Wes­ten der USA gelotst und auch in den Städ­ten wie Los Ange­les und Las Vegas hat uns die­ses Navi nicht im Stich gelas­sen. Aber das ist sicher­lich auch Geschmacks­sa­che, schau ein­fach mal im App-Store, dort wirst du vie­le Anbie­ter für Kar­ten-Apps fin­den.

Da ich mich aber nicht aus­schließ­lich auf die elek­tro­ni­schen Kar­ten ver­las­sen möch­te — da kann ja immer mal auch etwas schief gehen — besor­ge ich mir zusätz­lich auch ana­lo­ges Kar­ten­ma­te­ri­al. Als ADAC-Kun­de bekom­me ich auf Anfra­ge immer gutes Tour­ma­te­ri­al zusam­men­ge­stellt. Da sind auch immer gute Kar­ten mit zusätz­li­chen Infos dabei. Ansons­ten fin­dest du in den meis­ten Rei­se­füh­rern zusätz­lich noch Kar­ten oder zumin­dest Kar­ten­aus­schnit­te.

Kartenmaterial vom ADAC
Kar­ten­ma­te­ri­al für unse­ren Ita­li­en-Road­trip

Schritt 6 | Informationen über das Reiseland & Verkehrsregeln

Ande­re Län­der — ande­re Sit­ten.

Selbst in benach­bar­ten Län­dern gibt es schon ande­re Ver­kehrs­re­geln als bei uns und du musst beim Auto­fah­ren beson­ders Acht geben. Neben Geschwin­dig­keits­ver­stö­ßen, wer­den auch ande­re Ver­ge­hen im Ver­kehr im Aus­land meist deut­lich här­ter bestraft als in Deutsch­land. Und da die Rei­se ja nicht durch einen unbe­dach­ten Ver­kehrs­ver­stoß früh­zei­tig enden oder gar sehr teu­er wer­den soll, ist es wich­tig, sich vor­ab über die Regeln im neu­en Land zu infor­mie­ren.

Ich nut­ze dafür schon eini­ge Zeit vor der Abrei­se Infor­ma­tio­nen aus Rei­se­füh­rern und vom ADAC. So füh­le ich mich gut vor­be­rei­tet und kann die Regeln schon ein­mal ver­in­ner­li­chen. Beim Fah­ren im frem­den Land gibt es meist noch so vie­le ande­re Din­ge zu berück­sich­ti­gen, dass man gar nicht mehr alles im Kopf behält.

Vignette & Maut

Maut­ge­büh­ren sind im EU-Aus­land ein gro­ßes The­ma, denn vie­le Län­der erhe­ben sie für Fahr­ten über die Auto­bahn. Je nach Rei­se­land gibt es unter­schied­li­che Rege­lun­gen zur Zah­lung der Maut. So gibt es bei­spiels­wei­se in Öster­reich oder der Schweiz die Vignet­te, die für einen bestimm­ten Zeit­raum gül­tig ist. Die­se kön­nen dann ent­we­der vor Ort an einem Rast­hof gekauft wer­den — oder so wie ich es sehr ger­ne mache schon ganz bequem zu Hau­se. So muss ich unter­wegs nicht noch ein­mal extra dafür anhal­ten und kann es auch nicht ver­ges­sen.

In ande­ren Län­dern, wie Ita­li­en oder Kroa­ti­en, wird die Maut nach Abschnit­ten gezahlt. In die­sen Län­dern gibt es an eini­gen Stel­len auf der Auto­bahn Maut­sta­tio­nen an denen Bele­ge aus­ge­hän­digt wer­den, die bei Abfahrt von der Auto­bahn oder beim Pas­sie­ren einer ande­ren Sta­ti­on bezahlt wer­den müs­sen. Die­se Vor­ge­hens­wei­se hat uns bei unse­rer Rei­se durch Ita­li­en erst ver­un­si­chert, stell­te sich aber als sehr ein­fach her­aus. Wich­tig ist nur, sich strikt an die Beschil­de­rung zu hal­ten und in der rich­ti­gen Spur ein­zu­ord­nen. Ein spä­te­res Wen­den oder Rück­wärts­fah­ren ist näm­lich nicht erlaubt.

Maut-Beleg Italien
Ticket für die Maut in Ita­li­en

Umweltzonen

Im Rah­men des Umwelt­schut­zes sind die unter­schied­lichs­ten Umwelt­zo­nen zu einer neu­en Her­aus­for­de­rung bei einem Road­trip gewor­den. Für uns kam die­ses The­ma ver­stärkt bei unse­rer Rei­se nach Ita­li­en auf. In vie­len Innen­stadt­be­rei­chen der Groß­städ­te gibt es hier Durch­fahrt­ver­bo­te für eini­ge Fahr­zeug­ty­pen (vor­nehm­lich Die­sel). Wir haben vor­ab viel dar­über auf den zuge­hö­ri­gen Sei­ten gele­sen um fest­zu­stel­len ob unser Hotel in einer sol­chen Zone liegt. Das war nicht der Fall, wenn es aber bei dir so sein soll­te, musst du dich mit dei­nem Hotel in Ver­bin­dung set­zen, damit sie dir eine Erlaub­nis orga­ni­sie­ren.

Die Kenn­zeich­nung der Umwelt­zo­nen war in Ita­li­en glück­li­cher­wei­se meist gut zu sehen, sodass wir nicht aus Ver­se­hen in eine sol­che Zone gefah­ren sind (auch wenn es in Vero­na knapp war).

Schritt 7 | Auto überprüfen

Jetzt steht dei­ne Abrei­se schon kurz bevor und du willst mit dei­nem eige­nen Auto auf einen Road­trip star­ten. Natür­lich pflegst du dein Auto das gan­ze Jahr über und lässt not­wen­di­ge Über­prü­fun­gen und TüV in der Werk­statt durch­füh­ren. Trotz­dem soll­te vor einer lan­gen Auto­fahrt noch ein­mal das Wich­tigs­te gecheckt wer­den, denn wenn es schon vor der Abfahrt irgend­wo klap­pert, wird das glau­be ich kei­ne ent­spann­te Rei­se.

Bei grö­ße­ren zu erwar­ten­den Schwie­rig­kei­ten soll­test du natür­lich noch ein­mal eine Werk­statt auf­su­chen. Mei­ne abzu­ha­ken­den Punk­te bezie­hen sich mehr auf die Basics.

Und dazu gehö­ren

  • Voll­tan­ken
  • Wisch­was­ser nach­fül­len
  • Rei­fen­druck prü­fen
  • Schei­ben rei­ni­gen
  • Ölstand prü­fen und ggf. nach­fül­len

Wenn das Auto dann noch mit Gepäck und Pro­vi­ant bela­den ist, kann dein ulti­ma­ti­ver Road­trip los­ge­hen 🙂

Auto an einem Aussichtspunkt bei Sonnenaufgang

Mitgliedschaft in einem Automobil-Club

Wer mit dem eige­nen Auto unter­wegs ist, soll­te sich über­le­gen, ob die Mit­glied­schaft in einem der Auto­mo­bil-Clubs sinn­voll ist. Denn unter­wegs kann immer mal etwas pas­sie­ren — das Auto geht kaputt oder ein Unfall. In so einem Fall ist eine Mit­glied­schaft im Auto­mo­bil-Club sinn­voll, da vie­le Kos­ten über­nom­men wer­den und es eini­ge Ser­vice-Leis­tun­gen gibt — je nach Mit­glied­schaft auch welt­weit.

Für mich hat sich die Mit­glied­schaft zwar nicht auf einem Road­trip, aber den­noch auf der Fahrt in den Urlaub aus­ge­zahlt. Auf dem Weg zum Ski­fah­ren ist unser Auto näm­lich mor­gens um 7 Uhr auf der A 3 kurz vor Nürn­berg ein­fach ste­hen geblie­ben. Dank Auto­mo­bil-Club wur­de das Auto schnell in eine Werk­statt geschleppt und für 7 Tage gab es einen Leih­wa­gen. Dadurch konn­ten wir die Fahrt in den Urlaub mit ein paar Stun­den Ver­zö­ge­rung fort­set­zen wäh­rend unser Auto in der Werk­statt repa­riert wur­de.

Hast du noch Tipps für die Vor­be­rei­tung und Pla­nung des per­fek­ten Road­trips?

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