Titelbild KAT-Walk
Europa,  Österreich

KAT-Walk Alpin: In 6 Etappen quer durch die Kitzbüheler Alpen wandern

Der Name KAT-Walk hat mich am ers­ten Moment schon ein biss­chen an den Lauf­steg erin­nert 😉 Aber da gibt es dann bei genaue­rem Hin­se­hen doch kaum Parallelen. 

Der KAT-Walk Alpin führt in 6 Etap­pen durch die Kitz­bü­he­ler Alpen; Start­punkt ist Hopf­gar­ten im Bri­xen­tal und die letz­te Etap­pe endet in St. Ulrich am Pil­ler­see. Unter­wegs wer­den noch die Orte Kelch­sau, Aschau, Kitz­bü­hel und St. Johann in Tirol pas­siert und die­nen als Orte für die Über­nach­tun­gen auf den ein­zel­nen Etappen.

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KAT-Walk Alpin: Alle Fak­ten in Kürze
  • Start­punkt: Hopf­gar­ten im Brixental
  • End­punkt: St. Ulrich am Pillersee
  • Anzahl Etap­pen:
  • Stre­cke: 106 km
  • Höhen­me­ter: 6.350 m berg­auf / 6.100 m bergab
  • höchs­ter Punkt: 1.996 m 
  • Schwie­rig­keits­grad: mittelschwierig
  • High­lights: Kitz­bü­he­ler Horn, Hah­nen­kamm Renn­stre­cke, Pen­gel­stein, fabel­haf­te Aussichten
  • Alter­na­ti­ve Rou­te: KAT-Walk Kompakt 

Der KAT-Walk Alpin war mei­ne ers­te Weit­wan­de­rung in den Alpen und weil wir uns sehr spon­tan für die­se Tour ent­schie­den haben, nutz­ten wir die Mög­lich­keit, alle Unter­künf­te ganz unkom­pli­ziert über den Tou­ris­mus­ver­band Kitz­bü­he­ler Alpen zu buchen. Im Preis inklu­si­ve war auch der Gepäck­trans­port über alle Etap­pen, sodass wir unse­re Wan­de­rung sehr bequem mit leich­ten Tages­ruck­sä­cken antre­ten konn­ten. Gar nicht schlecht für die ers­te lan­ge Wan­de­rung in den Bergen.

Unter­wegs über­nach­te­ten wir in guten Gast­hö­fen und 3- oder 4‑S­ter­ne-Hotels mit aus­ge­zeich­ne­ter Küche. Die Rei­se wur­de von mir kom­plett selbst bezahlt und alle Ein­drü­cke spie­geln aus­schließ­lich mei­ne eige­ne Mei­nung wieder.

Blick auf Kitzbühel mit zwei Speicherseen; im Vordergrund eine Tafel der Hahnenkamm-Rennstrecke im Sommer
KAT-Walk Alpin beim Abstieg nach Kitzbühel

Ankunft in Hopfgarten im Brixental

Die Anrei­se nach Hopf­gar­ten ist super leicht mit den öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln mög­lich, auf­grund der aktu­el­len Situa­ti­on ent­schie­den wir uns aller­dings für die Anrei­se mit dem Pkw. Im Ort ste­hen meh­re­re kos­ten­freie Park­plät­ze (im Frei­en) zur Ver­fü­gung aber es gibt auch ein kos­ten­pflich­ti­ges Park­haus an der Gon­del­sta­ti­on “Hohe Sal­ve”, an dem das Auto für die Zeit der Wan­de­rung abge­stellt wer­den kann. 

Unse­re ers­te Unter­kunft war der Gast­hof Trau­be direkt im Orts­zen­trum von Hopf­gar­ten. Das Zim­mer war hier ein­fach, aber gut gehal­ten und wir hat­ten einen super Aus­gangs­punkt für unse­re Wan­de­rung am nächs­ten Tag. Das Abend­essen im Rah­men der Halb­pen­si­on ließ kei­ne Wün­sche offen, nur das Früh­stück am nächs­ten Mor­gen hät­te ger­ne etwas reich­hal­ti­ger aus­fal­len dürfen.

Für alle, die es kom­for­ta­bler mögen, wird vom Tou­ris­mus­ver­band das Sport­re­sort Hohe Sal­ve emp­foh­len. Das haben wir auf dem Weg zur Gon­del gese­hen und von außen mach­te es mit sei­nem gro­ßen Frei­schwimm­bad doch einen sehr schi­cken Eindruck.

Kuh steht im Vordergrund auf einer Weide am Berg - dahinter Bergkulisse und ein Stausee
Kühe und Aus­sicht an der Hohen Sal­ven in Hopfgarten

Wandern in Hopfgarten 

Wenn du, genau wie wir, auch am Anrei­se­tag schon ein biss­chen wan­dern gehen möch­test, bie­tet sich der Haus­berg von Hopf­gar­ten, die Hohe Sal­ve an. Auf dei­ner Wan­de­rung über den KAT-Walk Alpin über­querst du die­sen Gip­fel näm­lich nicht. 

Wir ent­schie­den uns auf­grund der Uhr­zeit am frü­hen Nach­mit­tag für eine Fahrt mit der Gon­del bis auf den Gip­fel der Hohen Sal­ve (1.828 m). Von dort oben ist die Aus­sicht unglaub­lich gut und wir konn­ten einen 360°-Rundumblick auf die umlie­gen­den Gip­fel genie­ßen. Vom Gip­fel aus füh­ren ver­schie­de­ne Wan­der­we­ge wie­der hin­ab in die Orte, sodass für jeden der pas­sen­de Weg dabei ist. Wir ent­schie­den uns für die Wan­de­rung rund um die Stau­se­en, die wirk­lich sehr schön war. Unter­wegs leg­ten wir rund 6,5 km und 600 Höhen­me­ter berg­ab zurück. So kamen wir nach gut 2 Stun­den Wan­de­rung mit ent­spann­ter Pau­se an einem der Seen an der Mit­tel­sta­ti­on der Gon­del an und konn­ten den Rück­weg nach Hopf­gar­ten mit der Gon­del antreten.

Stausee an der Hohen Salve mit Berggipfel im Hintergrund
Stau­see an der Hohen Salve

KAT-Walk Etappe 1: Von Hopfgarten nach Kelchsau

Die ers­te Etap­pe auf dem KAT-Walk ist bes­tens für den Ein­stieg in die Wan­de­rung geeig­net, denn der Weg ist recht leicht zu wan­dern und führt die meis­te Zeit über Forst­we­ge und klei­ne Stra­ßen. Sie ist wenig spek­ta­ku­lär, bie­tet aber doch schö­ne Ausblicke.

KAT-Walk Alpin: Etap­pe 1
  • Län­ge: 17,5 km
  • Höhen­me­ter: 800 m berg­auf und 650 bergab
  • Geh­zeit: ca. 5–6 Stunden
  • Schwie­rig­keits­grad: mittel
  • High­lights: Haa­galm, Bau­ern­hö­fe am Penningberg

Für uns star­te­te die Wan­de­rung am Mor­gen direkt mit einer Umlei­tung, denn der eigent­li­che Wan­der­weg war auf dem ers­ten Stück auf­grund von Sturm­schä­den gesperrt. Die Umlei­tung war aber super gut aus­ge­schil­dert und führ­te über rund 2 km ent­lang einer ande­ren Stre­cke durch den Wald, bevor es wie­der zurück auf den KAT-Walk ging.

Der Anstieg ver­lief auf die­ser Etap­pe ganz gemäch­lich und ver­teil­te sich über die ers­ten 14 Kilo­me­ter der Tour. Bis dahin wech­sel­ten sich leich­te Anstie­ge und ebe­ne Stre­cken immer wie­der ab und sorg­ten so für ein ange­neh­mes und ent­spann­tes Wan­der­erleb­nis. Auch auf die­ser leich­ten Wan­de­rung gab es immer wie­der schö­ne Aus­bli­cke zurück ins Tal und auf die gegen­über­lie­gen­den Ber­ge wie z. B. die Hohe Salve.

Bank mit Aussicht über Wiesen und auf die Berge in Hopfgarten
Pau­se mit Aus­blick auf die Berge

Das ers­te High­light am Weg war das klei­ne Bau­ern­dorf “Pen­ning­dörfl”. Die­ses erreich­ten wir nach gut 6 km Weg­stre­cke und spa­zier­ten hier eine Stra­ße ent­lang zwi­schen alten Bau­ern­häu­sern und fan­den auch eine klei­ne Kapel­le. Das Dorf ist wirk­lich hübsch anzu­se­hen und an Wochen­ta­gen kann man hier z. B. in einer klei­nen Käse­rei ein­kau­fen. Da wir an einem Sonn­tag unter­wegs waren, war die­se lei­der geschlossen.

Also setz­ten wir unse­ren Weg am Ende des Dor­fes fort und folg­ten einem kur­zen Anstieg durch Wald und Wie­sen. Bis zum höchs­ten Punkt der Etap­pe an der Haa­galm wech­sel­ten sich unter­wegs nun kaum befah­re­ne Stra­ßen, geschot­ter­te Forst­we­ge und klei­ne­re Wald­we­ge ab. Unter­wegs sahen wir eini­ge Flüs­se und Bäch­lein und pas­sier­ten eine nur im Win­ter bewirt­schaf­te­te Alm. 

An der Haa­galm (1.320 m) ange­kom­men erfreu­ten wir uns an der Selbst­ver­sor­ger-Bar und genos­sen ein küh­les Getränk auf einer schat­ti­gen Bank mit groß­ar­ti­ger Aus­sicht auf die Ber­ge. Im Som­mer ist die Haa­galm nicht bewirt­schaf­tet und für einen klei­nen Preis schmeck­ten die küh­len Geträn­ke aus der mit Was­ser gefüll­ten Trän­ke her­vor­ra­gend. Eine tol­le Idee vom dor­ti­gen Päch­ter, der allen Wan­de­rern auch so eine Erfri­schung beschert.

Selbstversorger-Bar an der Haag-Alm am KAT-Walk
Selbst­ver­sor­ger-Bar an der Haag-Alpe
Bergpanorama mit grünen Wiesen
Berg­pan­ora­ma beim Wan­dern auf dem KAT-Walk

Frisch gestärkt mach­ten wir uns dann auf den Weg für die letz­ten Meter bis zum höchs­ten Punkt der Tour auf 1.338 m. Von hier aus wan­der­ten wir durch das Ski­ge­biet hin­ab bis ins Tal nach Kelch­sau. Der Abstieg war kaum anstren­gend und es galt nur noch den beschil­der­ten Forst­we­gen zu fol­gen. Nach rund 18 km erreich­ten wir dann unser Tages­ziel in Kelch­sau und freu­ten uns auf eine küh­le Dusche im Gast­hof Fuchswirt.

Übernachten in Kelchsau

Unse­re ers­te Über­nach­tung auf dem KAT-Walk haben wir im his­to­ri­schen Gast­hof Fuchs­wirt in Kelch­sau ver­bracht. Das Zim­mer war super gemüt­lich, wenn auch nicht für gro­ße Men­schen geeig­net. Das alte Bau­ern­haus ist sehr char­mant ein­ge­rich­tet und ein wirk­li­ches Über­nach­tungs-High­light. Auch die Ver­pfle­gung am Abend sowie das Früh­stück lie­ßen kei­ner­lei Wün­sche offen. Beim Früh­stück konn­ten wir uns gegen eine klei­ne Gebühr ein Lunch­pa­ket für unter­wegs packen, denn auf der 2. Etap­pe des KAT-Walk gibt es eben­falls kei­ne Verpflegungsmöglichkeit.

Uriges Bauernhaus mit Sitzbank und Holztüren
Blick in den uri­gen Gast­hof Fuchswirt

KAT-Walk Alpin Etappe 2: Von Kelchsau ins Windautal

Die zwei­te Etap­pe auf dem KAT-Walk war noch ein wenig ein­sa­mer als die ers­te und so tra­fen wir den gan­zen Tag kei­ne ande­ren Wan­de­rer außer den bei­den Mit-Wan­de­rin­nen, die zeit­gleich mit uns den KAT-Walk begon­nen haben. Vom klei­nen Ört­chen Kelch­sau führt die­se Etap­pe in das wun­der­schö­ne Wind­au­tal, das fern­ab jeder Ort­schaft gele­gen ist. Ziel­punkt ist hier das Gast­haus Stein­berg, das auf den Schil­dern auch ger­ne als Stein­berg­haus aus­ge­wie­sen wird. 

KAT-Walk Alpin: Etap­pe 2
  • Län­ge: 15,5 km
  • Höhen­me­ter: 1.200 m berg­auf und 1.100 m bergab
  • Geh­zeit: ca. 6 Stunden
  • Schwie­rig­keits­grad: mittel
  • High­lights: Gip­fel­kreuz am Lodron

Kon­di­tio­nell ging es unter­wegs auf der 2. Etap­pe schon etwas mehr zur Sache als bei der ers­ten Etap­pe. Direkt zu Beginn stand ein kna­cki­ger Anstieg über eine Stra­ße an, der sich über meh­re­re Kilo­me­ter zog. Aber nach einem guten Früh­stück war das natür­lich kein Pro­blem und so wan­der­ten wir ste­tig wei­ter hin­auf bis die Stra­ße ende­te und es zum ers­ten Mal auf einen Wan­der­weg ging, der über Stock und Stein quer durch den Wald führte.

Kühe auf einer Alm am Berg
Kühe an der Lodronalm

Ent­lang der Forst­we­ge pas­sier­ten wir eini­ge Almen und Wei­den, auf denen sich die Kühe das Gras schme­cken lie­ßen. Nach ca. 8 km Wan­de­rung berg­auf erreich­ten wir die Lodro­nalm auf einer Höhe von gut 1.700 m. Hier ende­ten die Forst­we­ge end­gül­tig und die letz­ten 225 m des Anstiegs bis zum Lodron führ­ten uns über Wei­de­flä­chen. Da es in den Tagen zuvor ganz gut gereg­net hat­te, waren die Wie­sen mat­schig und es war eine Her­aus­for­de­rung, zwi­schen Kuh­fla­den und auf­ge­weich­tem Boden nicht all­zu sehr ein­zu­sin­ken. Die Mar­kie­run­gen des Weges waren den­noch sehr gut sicht­bar und so lie­fen wir ste­tig wei­ter berg­auf — scha­de nur, dass das Ziel erst nach einer letz­ten Keh­re sicht­bar wurde. 

Kühe stehen bei einem Gipfelkreuz auf einer Bergkuppe im Nebel
Letz­te Meter bis zum Gip­fel­kreuz am Lodron

Das Gip­fel­kreuz des Lodron (1.925 m) lag bei unse­rer Ankunft dort voll­kom­men in den Wol­ken und wir konn­ten nur sehr wenig vom (eigent­lich) sehr tol­len Aus­blick auf die Täler dort genie­ßen. Daher leg­ten wir nur eine kur­ze Foto- und Mit­tags­pau­se ein bevor wir uns an den Abstieg bega­ben. Das Gip­fel­kreuz ist aber auch bei schlech­tem Wet­ter sehr schön anzu­schau­en und war für uns ein ers­tes High­light an die­sem Tag — mit Ein­trag im Gip­fel­buch natürlich.

Kühe stehen vor einem Gipfelkreuz auf einem grünen Berggipfel in den Wolken
Fotos gab es am Lodron nur mit Kühen

Der Abstieg war zwar immer noch eine sehr mat­schi­ge und teils ver­reg­ne­te Ange­le­gen­heit, aber trotz­dem konn­te auch das schlech­te Wet­ter die Schön­heit der Natur hier nicht ver­ber­gen. Wir wan­der­ten über grü­ne Wie­sen ent­lang an Bächen und klei­nen Seen. Unter­wegs tra­fen wir auf vie­le Tie­re — Kühe, Scha­fe und sogar Pfer­de — die hier oben am Berg gras­ten. Die Gras­land­schaft hät­te durch­aus als Film­ku­lis­se die­nen kön­nen, denn es sah schon ein wenig mys­tisch aus, wobei das auch an den Nebel­schwa­den gele­gen haben könnte. 

Wanderweg über matschige Wiesen
Wan­der­weg am Lodron

Bis zur Unte­ren Lär­chen­bergalm (1.480 m) ver­lief der Abstieg über Wie­sen und Wei­den und wie im Wan­der­füh­rer ange­kün­digt, tra­fen wir an der Alm sogar auf den “Alm­li­te­ra­ten” und hiel­ten ein kur­zes Schwätz­chen mit ihm. 

Hin­ter der Alm ging der Weg dann für die letz­ten 4 bis 5 Kilo­me­ter weni­ger spek­ta­ku­lär durch die Wäl­der wei­ter. Immer wie­der war schon das Ziel “Stein­berg­haus” aus­ge­schil­dert und schon unter­wegs konn­ten wir erah­nen wo die­ses Ziel lie­gen würde. 

Wanderweg mitten durch grüne Wiesen in den Grasbergen
Wun­der­schö­ner Wan­der­weg beim Abstieg ins Windautal

Nach einem anstren­gen­den Wan­der­tag kamen wir am Nach­mit­tag am Stein­berg­haus an und wur­den direkt herz­lich emp­fan­gen. Nach einem lecke­ren Stück Kuchen erkun­de­ten wir noch ein wenig den Gar­ten und die Wege rund um das Haus. Das Abend­essen im Gast­haus Stein­berg war ein rei­ner Genuss, denn die tra­di­tio­nel­le tiro­ler Küche wur­de hier modern interpretiert. 

KAT-Walk Alpin Etappe 3: Vom ruhigen Windautal nach Aschau bei Kirchberg

Vom wun­der­schö­nen Gast­haus Stein­berg führ­te die 3. Etap­pe des KAT-Walk Alpin über die Hin­ten­kar­schar­te auf 1.829 m bis nach Aschau bei Kirch­berg. Hier tra­fen wir zum ers­ten Mal auf der Wan­de­rung wie­der auf mehr Men­schen und auf den letz­ten Kilo­me­tern war von der Ein­sam­keit der ver­gan­ge­nen Etap­pen nichts übrig. 

KAT-Walk Alpin: Etap­pe 3
  • Län­ge: 19 km
  • Höhen­me­ter: 1050 m berg­auf und 900 bergab
  • Geh­zeit: ca. 6,5 Stunden
  • Schwie­rig­keits­grad: mittel
  • High­lights: Hin­ten­kar­schar­te, Aschau

Auch wenn wir den Start der Wan­de­rung am Gast­hof Stein­berg ein wenig hin­aus­ge­zö­gert haben, muss­ten wir am Ende den­noch im Regen los­wan­dern. Der Regen beglei­te­te uns ent­ge­gen der Wet­ter­vor­her­sa­ge auch den gan­zen Tag und so waren die Aus­sich­ten teil­wei­se nicht so schön wie erwar­tet und für ent­spann­te Pau­sen ließ uns das Wet­ter lei­der auch kei­ne Gele­gen­heit. Erst kurz vor dem Ziel in Aschau wur­den wir dann mit strah­len­dem Son­nen­schein begrüßt.

Wanderweg inmitten der Grasberge
KAT-Walk Etap­pe 3

Die 3. Etap­pe begann mit einem Anstieg, der sich wirk­lich in die Län­ge zog — auf einer Stre­cke von gut 8 km folg­ten wir einem kur­vi­gen Forst­weg über den es ste­tig berg­auf ging. Erst an der Schei­ben­schlag-Hoch­alm (ca. 1.680 m)) ende­te der Weg und es galt über klei­ne Pfa­de berg­auf zu stei­gen. Der nun fol­gen­de Weg mach­te defi­ni­tiv mehr Spaß und auch die Land­schaft bot nun eini­ge Blu­men und Pflan­zen am Weges­rand. Der klei­ne Pfad führ­te uns bis zum höchs­ten Punkt der heu­ti­gen Wan­de­rung an der Hin­ten­kar­schar­te (1.829 m). Hier gab es lei­der kein mar­kan­tes Gip­fel­kreuz oder ähn­li­ches und bei schö­nem Wet­ter wäre die Aus­sicht bestimmt toll gewesen.

An die­ser Stel­le ende­te der Auf­stieg für uns und nun ging es zunächst ein Stück­chen am Grat ent­lang wei­ter über schma­le Pfa­de und durch die Gras­land­schaft. Für 2 km wan­der­ten wir immer leicht berg­ab bis wir an einen Forst­weg gelang­ten. Die­sem folg­ten wir für eini­ge Meter, über­quer­ten einen klei­nen Bach und muss­ten uns nun noch ein­mal für einen kur­zen Anstieg anstren­gen. Die­ser ende­te an der unbe­wirt­schaf­te­ten Haglan­ger­alm und gab ers­te Bli­cke hin­ab ins Tal und auf die Labalm frei.

Blumen auf einer Alm am Berg
Blü­hen­de Pflan­zen ent­lang des Wanderwegs
Bach kreuzt einen Wanderweg in den Bergen

Nun kamen wir zum wirk­lich ent­spann­ten Teil der Wan­de­rung, der nach kur­zer Zeit schon eini­ge Aus­bli­cke auf Aschau bot. Wir wan­der­ten eini­ge Forst- und Wie­sen­we­ge in brei­ten Keh­ren hin­ab bis wir zur Labalm (1.263 m) gelang­ten. An die­ser Alm hät­te es die Mög­lich­keit für eine Ein­kehr gege­ben, die wir aller­dings aus­ge­las­sen haben (an der Labalm kannst du übri­gens auch über­nach­ten). Bis zum Ziel in Aschau waren es jetzt ja nur noch rund 5 Kilometer.

Die letz­ten Kilo­me­ter bis nach Aschau führt der Weg immer an der Stra­ße ent­lang, wobei es meist einen Fuß­weg gibt und die Stra­ße nur wenig befah­ren ist. Unter­wegs gab es noch ein klei­nes High­light in Form eines Was­ser­falls und einer Hän­ge­brü­cke für uns. Das haben wir selbst­ver­ständ­lich nicht aus­ge­las­sen. Ganz ent­spannt konn­ten wir so die Kilo­me­ter in der Ebe­ne bis nach Aschau wan­dern und jetzt schien sogar die Son­ne für uns.

Straße führt inmitten von Wiesen nach Aschau
Auf den letz­ten Metern nach Aschau…
Kleine Kirche im Ort Aschau
Kir­che in Aschau

Über­nach­tet haben wir in Aschau sehr kom­for­ta­bel im Aschau­er Hof, der nicht nur über einen Außen­pool zur Erfri­schung ver­fügt son­dern auch noch dazu eine super Lage für die Wan­de­rung auf dem KAT-Walk hat. Der Wan­der­weg der 4. Etap­pe star­tet näm­lich direkt neben dem Haus und so konn­te es am nächs­ten Mor­gen direkt losgehen.

Die wei­te­ren Etap­pen 4 — 6 auf dem KAT-Walk Alpin fol­gen in einem sepa­ra­ten Blog-Bei­trag. Du kannst dich aber schon ein­mal auf traum­haf­te Aus­bli­cke in und um Kitz­bü­hel freu­en und ganz viel wun­der­ba­res Sommerwetter 😉

2 Comments

  • Silke

    Hal­lo Corinna,

    haben uns bei dei­nem Bericht gera­de zurück­ver­setzt gefühlt. Wir sind den KAT-Walk vor 3 oder 4 Jah­ren gegan­gen. Uns war ins­ge­samt der Asphalt­an­teil, ins­be­son­de­re am ers­ten Tag, zu groß. Wir mögen es auch nicht so sehr, nur rela­tiv kurz auf der Höhe zu wan­dern, für uns waren die Etap­pen eher vom “Auf und Ab” domi­niert. Groß­ar­tig gefal­len hat es uns im Gast­haus Stein­ber­ger Micha­el und Aga­ta sind tol­le Gast­ge­ber und es schmeckt so lecker.

    Den Donau­berg­land-Weg auf der Schwä­bi­schen Alb kön­nen wir übri­gens sehr als Mehr­ta­ges-Wan­de­rung emp­feh­len. Nicht alpin, aber trotz­dem mit eini­gen Höhen­me­tern ver­bun­den. Er führt auch über den Lem­berg den höchs­ten Berg der Schwä­bi­schen Alb. Wenn du mehr dazu wis­sen magst, mel­de dich ger­ne. Appe­tit­an­re­gung gibt es auch auf unse­rem Blog.

    Wei­ter­hin viel Spaß beim (Fern)-Wandern,

    vie­le Grü­ße aus Stutt­gart, Sil­ke & Thomas

    • Corinna

      Hal­lo ihr beiden,
      vie­len Dank für euren aus­führ­li­chen Kommentar 🙂
      Ich muss zuge­ben, dass uns die letz­ten drei Etap­pen auch deut­lich bes­ser gefal­len haben als die ers­ten. Da wur­de es dann doch deut­lich aus­sichts­rei­cher und abwechs­lungs­rei­cher beim Wan­dern. Das Gast­haus Stein­berg war kuli­na­risch tat­säch­lich auch unser Favo­rit — so lecker 🙂

      Euren Bei­trag zum Donau­berg­land-Weg schaue ich mir doch sehr ger­ne an, bin ja auch immer auf der Suche nach neu­en Inspi­ra­tio­nen für schö­ne Wanderwege 🙂

      Vie­le Grüße
      Corinna

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