Bergsee umgeben von Wegen und grünen Bergen
Europa

Wandern im Zillertal

Das Zil­ler­tal in Tirol ist das Tal in Öster­reich, das ich bis­her am Häu­figs­ten besucht habe. Sei­en es unzäh­li­ge Auf­ent­hal­te zum Ski­fah­ren (das waren glau­be ich inzwi­schen 12) oder die ers­ten alpi­nen Wan­der-Erfah­run­gen, die ich hier im Som­mer 2014 sam­meln konn­te. Danach zog es mich im Herbst 2016 noch ein­mal zusam­men mit mei­nem Mann ins Zil­ler­tal zum Wan­dern. Für die­sen Bei­trag habe ich flei­ßig in der Foto-Kis­te gekramt, um die­sen Bei­trag ordent­lich zu bebil­dern 😉

Als Aus­gangs­punkt für Unter­neh­mun­gen habe ich bis­lang immer den Ort Zell am Zil­ler aus­ge­wählt, weil er rela­tiv mit­tig im Tal liegt. Aber auch die ande­ren Orte bie­ten sich an, weil die Ver­kehrs­an­bin­dung sehr gut ist. Mit der Gäs­te­kar­te kön­nen bei­spiels­wei­se die Wan­der­bus­se kos­ten­los genutzt wer­den. Wir haben uns bei unse­ren Auf­ent­hal­ten zusätz­lich noch die Zil­ler­tal-Activ­card gekauft, weil hier sämt­li­che Ver­kehrs­mit­tel (auch die Zil­ler­tal­bahn) genutzt wer­den kön­nen und täg­lich eine Berg- und Tal­fahrt mit einer belie­bi­gen Gon­del inklu­si­ve ist. So konn­ten wir alle Wan­de­run­gen fle­xi­bel unter­neh­men und das Auto wäh­rend des Urlaubs ste­hen las­sen.

im Hintergrund bewaldete Berge, davor eine grüne Wiese und Bahngleise

Hotelempfehlungen für Zell am Ziller

Ich habe zwei Unter­kunfts­emp­feh­lun­gen für dich, die wir schon getes­tet haben. Bei­de Hotels lie­gen im mitt­le­ren Preis­seg­ment, sind fami­li­är und boden­stän­dig. Ganz nahe an der Rosen­alm­bahn liegt das Hotel Gar­ni Plat­zer* — die­ses Hotel hat super Zim­mer und ein per­fek­tes, klei­nes Früh­stücks­buf­fet. Und eine Sau­na gibt es auch noch 🙂

Wer lie­ber eine Feri­en­woh­nung mag und näher im Zen­trum woh­nen möch­te, ist even­tu­ell im Hotel Gar­ni Eli­sa­beth* gut auf­ge­ho­ben. Hier gibt es sowohl Feri­en­woh­nun­gen, als auch Gäs­te­zim­mer und eben­falls einen schö­nen Well­ness­be­reich mit Sau­na und Infra­rot-Kabi­ne.

Zell am Ziller: Wanderung zur Karspitze

  • Start und Ziel: Berg­sta­ti­on Rosen­alm­bahn
  • höchs­ter Punkt: Kar­spit­ze — 2.257 m
  • Stre­cke: ca. 12 km
  • Höhen­me­ter: 640 m
  • Schwie­rig­keit: mit­tel

Zu Fuß mach­ten wir uns auf den Weg zur Rosen­alm­bahn und fuh­ren mit der Gon­del zum Gip­fel. Oben ange­kom­men wur­de kurz noch ein­mal die Wan­der­kar­te inspi­ziert, bevor wir den Weg in Rich­tung Kreuz­joch­hüt­te ein­schlu­gen. Über einen brei­ten Wirt­schafts­weg star­te­ten wir berg­auf. Wenn nicht gera­de Wald auf bei­den Sei­ten des Weges steht, gibt es zwi­schen­durch tol­le Aus­sich­ten auf den dar­un­ter lie­gen­den Ort und die umlie­gen­den Ber­ge.

Frau steht am Rand eines Abgrundes - dahinter sind grüne Berge zu sehen

Die Kreuz­joch-Hüt­te ist ein guter Zwi­schen­stopp für eine kur­ze Rast, kurz zuvor begeg­ne­ten uns eini­ge Kühe, die den Weg ver­sperr­ten und auf einer Wei­de gab es hier Pfer­de zu sehen. Ist also tie­risch was los hier 😉

Nach der Hüt­te wur­de der Weg schon ein wenig anspruchs­vol­ler, denn der brei­te Schot­ter­weg wur­de von “ech­ten” Wan­der­we­gen abge­löst. Ein biss­chen stei­ler führ­ten uns die Wan­der­we­ge jetzt zwi­schen grü­nen Wie­sen und Fel­sen hin­auf bis zum Gip­fel­kreuz. Bis dort­hin wur­de noch ein wenig Schweiß ver­gos­sen, auch wenn die Tem­pe­ra­tu­ren recht ange­nehm waren.

Mann klettert auf einem steilen Weg einen Berg hinauf
Bas­ti auf dem Weg zum Gip­fel
Felsen mit kleinen Sträuchern
Inter­es­san­te Fels­for­ma­tio­nen abseits des Weges

Der Weg war nicht sehr stark fre­quen­tiert, sodass wir die meis­te Zeit ganz allei­ne nach oben wan­der­ten. Umso schö­ner ist es dann natür­lich, am Gip­fel­kreuz anzu­kom­men und dort immer noch allei­ne zu sein. So konn­ten wir den Moment auf 2.257 m rich­tig genie­ßen und ein paar Fotos knip­sen. Irgend­wann kamen dann natür­lich auch ande­re Wan­de­rer dazu, aber das macht ja gar nichts.

Hier siehst du übri­gens den Ver­gleich mei­ner bei­den “Ziel-Fotos” — ein­mal mit wun­der­schö­nem Wet­ter im August 2014 und ein­mal sehr bewölkt, aber tro­cken, im Sep­tem­ber 2016. Nur die Schu­he sind gleich geblie­ben — ich fin­de, bei­de Wet­ter­la­gen und Jah­res­zei­ten haben etwas 😉

Und weil die Wan­de­rung zur Kar­spit­ze ein Rund­weg ist, mar­schier­ten wir natür­lich auf der ande­ren Sei­te des Gip­fel­kreu­zes wie­der hin­un­ter in Rich­tung Tal. Hier ging es auch erst ein­mal durch etwas fel­si­ge­res Gelän­de mit der Über­que­rung klei­ne­rer Bäch­lein bis wir wie­der auf einen etwas grö­ße­ren Weg kamen. Der Wan­der­weg schlän­gel­te sich über vie­le Kur­ven bis hin zur Kreuz­wie­sen­alm — auch Schman­kerl­hüt­te genannt.

Frau springt am Berg über einen kleinen Bach
so macht Wan­dern Spaß 🙂

An der Kreuz­wie­sen­alm leg­ten wir noch ein­mal eine klei­ne Pau­se ein, bevor wir ganz ent­spannt zurück zur Berg­sta­ti­on wan­der­ten. Auf dem ers­ten Stück ging es über den Schman­kerl­weg in Rich­tung Rosen­alm. Irgend­wann kam aber eine klei­ne Gabe­lung, an der wir die Wahl hat­ten ent­we­der den Schman­kerl­weg wei­ter­zu­ge­hen oder einen klei­nen Wald­weg zu neh­men. Wir ent­schie­den uns für die etwas kür­ze­re und dafür stei­le­re Vari­an­te. Über den schma­len Wald­weg wan­der­ten wir über Stock und Stein zügig zur Berg­sta­ti­on der Rosen­alm­bahn.

Der Schman­kerl­weg ist mehr für Genie­ßer und Fami­li­en geeig­net, denn es ist ein super ent­spann­ter Wan­der­weg, der auch kin­der­wa­gen­taug­lich ist. Mit wenig Stei­gung gibt es am Weges­rand immer wie­der Info­ta­feln zu regio­na­len Spe­zia­li­tä­ten.

Berg mit Wegen durchzogen

Hainzenberg: Gerlossteinwand

  • Start & Ziel: Berg­sta­ti­on Ger­loss­tein­wand
  • höchs­ter Punkt: Ger­loss­tein­wand (2.166 m)
  • Stre­cke: 5 km
  • Höhen­me­ter: 550 m
  • Schwie­rig­keit: mit­tel

Wie­der ein­mal star­te­te unse­re Tour mit dem Wan­der­bus und wir fuh­ren in Rich­tung Ger­los, aber auf hal­ber Stre­cke stie­gen wir in Hain­zen­berg aus. Mit der Gon­del der Ger­loss­tein­bahn ging es hoch auf 1.650 m und von hier aus wan­der­ten wir auf die Ger­loss­tein­wand.

Der Wan­der­weg ist ein Rund­weg, sodass der Gip­fel von bei­den Sei­ten des Ber­ges erreicht wer­den kann. Wir sind aller­dings rechts­her­um gestar­tet, weil die­ser Weg stei­ler und anstren­gen­der ist — für den Rück­weg haben wir uns den fla­che­ren Weg auf­ge­spart . Der aus­ge­schil­der­te Weg ist mit­tel­schwer, wer auf Ner­ven­kit­zel und Klet­tern steht, kann auch den als schwer aus­ge­wie­se­nen Klet­ter­steig zum Gip­fel neh­men.

Ausblick auf die Gerlossteinalm - grüne Wiesen in den Bergen
Blick auf die Ger­loss­tein­alm

Zu Beginn ver­läuft der Weg rela­tiv flach, wird aber ab der Weg­ga­be­lung zum Klet­ter­steig schon ein wenig anspruchs­vol­ler. Über Ser­pen­ti­nen geht es schma­le Wege immer am Berg ent­lang nach oben. Mei­nem nicht ganz schwin­del­frei­en Wan­der­muf­fel hat das gar nicht gut gefal­len, für mich war es wie­der ein super Weg 🙂 Trotz des schma­len Weges gibt es zwi­schen­durch eini­ge Mög­lich­kei­ten zum Ver­schnau­fen und sogar Bän­ke.

Nach­dem wir viel Schweiß ver­gos­sen hat­ten, kamen wir etwas außer Pus­te oben an der Ger­loss­tein­wand an. Die­ser Gip­fel ist echt toll, weil er ein gro­ßes Pla­teau ist. Auf dem Pla­teau gibt es neben dem Gip­fel­kreuz auch Sitz­bän­ke und vie­le Mög­lich­kei­ten das Pan­ora­ma der umlie­gen­den Berg­welt zu genie­ßen. Und als wir gera­de am Gip­fel­kreuz stan­den, kam plötz­lich ein Kopf am Fels­rand empor — eini­ge Klet­te­rer hat­ten den Gip­fel auch erreicht. Irgend­wie wit­zig, weil wir den Klet­ter­steig vor­her gar nicht sehen konn­ten 😉

Gipfelkreuz auf einem felsigen Berggipfel
Gip­fel­kreuz in Sicht

Nach einer aus­rei­chen­den Pau­se und einem klei­nen Snack tra­ten wir den Rück­weg an. Der Anfang war ein biss­chen schwie­rig, weil ein sehr fel­si­ger Weg über­wun­den wer­den muss­te, bevor es nach eini­gen Metern wie­der auf einen rich­ti­gen (ent­spann­ten) Wan­der­weg ging. Wie­der führ­te der Weg am Berg ent­lang, dies­mal aber in brei­ten Kur­ven und mit unglaub­lich tol­len Aus­bli­cken auf den vor uns lie­gen­den Weg und die Ber­ge. Für den Abstieg war die­ser Wan­der­weg defi­ni­tiv eine gute Wahl und so kamen wir rela­tiv ent­spannt an der Ger­loss­tein­alm an.

Frau steht auf schmalem Wanderweg in den Bergen
Wanderweg in grünen Wiesen und Bergen

Die Ger­loss­tein­alm hat eine gro­ße Ter­ras­se, auf der wir in der Son­ne sit­zen und uns ein lecke­res Mit­tag­essen schme­cken las­sen konn­ten. Und das Mit­tag­essen brauch­ten wir auch, denn wir woll­ten den Weg ins Tal nicht mit der Gon­del zurück­le­gen son­dern kom­plett nach unten wan­dern (mei­ne oben ange­ge­be­nen 5 km stim­men mit die­ser Erwei­te­rung natür­lich nicht mehr). Der Wan­der­weg führ­te uns über Wie­sen und Fel­der zunächst bis zur Son­nalm. Von hier aus war die nächs­te Sta­ti­on die Wall­fahrts­kir­che Maria Rast und von dort aus ging es über den Kreuz­weg hin­un­ter bis nach Zell am Zil­ler. Die Wege hin­un­ter waren nicht anspruchs­voll, aber doch abwechs­lungs­reich — mal ging es durch Wäl­der, mal über Wie­sen und nur kurz muss­ten wir die Haupt­stra­ße über­que­ren um dem Wan­der­weg zu fol­gen.

Nach die­ser Wan­de­rung über gut 7 km berg­ab merk­ten wir am Abend doch unse­re Knie und waren ordent­lich aus­ge­powert 😉

Wallfahrtskirche Maria Rast - zwischen Bäumen
Wall­fahrts­kir­che Maria Rast

Gerlos: Wanderung zum Isskogel

  • Start und Ziel: Tal­sta­ti­on Iss­ko­gel­bahn
  • höchs­ter Punkt: Iss­ko­gel — 2.264 m
  • Stre­cke:
  • Höhen­me­ter: 1.014 m
  • Schwie­rig­keit: ein­fach / mit­tel

Mit dem Wan­der­bus fuh­ren wir bis zur Tal­sta­ti­on der Iss­ko­gel­bahn. Von hier aus star­te­ten wir unse­re Wan­de­rung zum Gip­fel. Klar hät­ten wir auch mit der Gon­del fah­ren kön­nen, aber das wäre ja lang­wei­lig gewe­sen.

Über einen recht ein­fa­chen Wan­der­weg wan­der­ten wir nach oben bis zur Berg­sta­ti­on der Iss­ko­gel­bahn. Der Weg führt hier kon­se­quent berg­auf, hat aber kei­ne all­zu gro­ßen Stei­gun­gen. Unter­wegs kamen wir an der Rös­s­lalm vor­bei, für eine Ein­kehr war es uns aller­dings noch zu früh.

dunkle Wolke über den Bergen, auf einer Wiese steht am Rand eine Kuh
Mann steht auf einer Wiese in den Bergen - im Hintergrund ein Sessellift

Ange­kom­men an der Berg­sta­ti­on wur­de der Weg ein wenig span­nen­der, denn ab jetzt lie­fen wir über klei­ne Wege quer über die Wie­se. Wir pas­sier­ten die Lat­schen­alm — mei­ne abso­lu­te Lieb­lings-Alm in Ger­los, sowohl im Win­ter als auch im Som­mer.

Am Gip­fel­kreuz war das Wet­ter lei­der nicht bes­ser als auf der Wan­de­rung zuvor, immer­hin war es tro­cken (2014 bin ich bei Nebel und Nie­sel­re­gen hier oben ange­kom­men). Gelohnt hat es sich trotz­dem, sieht man sich mal die­se wun­der­schö­nen, schnee­be­deck­ten Ber­ge im Hin­ter­grund an. Und auch wenn die Wan­de­rung zum Gip­fel nicht so her­aus­for­dernd ist, so lohnt sie sich trotz­dem.

Gipfelkreuz "Isskogel" auf einem Felsen, dahinter erst grüne, dann schneebedeckte Berge

Ja und bei den obe­ren Bil­dern siehst du ein­mal, wie mies das Wet­ter auch im Som­mer sein kann (rechts) und ein­mal etwas weni­ger schlecht im Herbst (links). Ich soll­te noch ein­mal her­kom­men und dann aber bei schö­nem Wet­ter auf den Gip­fel 😉

Wir wan­der­ten noch ein Stück­chen über den Gip­fel hin­aus; der Weg führt bis zum Kreuz­joch und es gibt die Mög­lich­keit von dort aus bis nach Zell am Zil­ler zu wan­dern. Das wäre aller­dings eine etwas län­ge­re Wan­de­rung, die noch dazu sehr anspruchs­voll sein soll. Wir lie­fen aber noch bis zu einem nahe gele­ge­nen Stau­see und schau­ten uns den wei­te­ren Weg an.

Stausee mit Spiegelung eines Berggipfels
Der Stau­see am Teu­fel­tal

Danach mach­ten wir uns auf den Rück­weg und wan­der­ten den glei­chen Weg wie­der zurück, den wir auf dem Hin­weg gegan­gen waren. Für eine län­ge­re Wan­de­rung war uns das Wet­ter ein wenig zu unbe­stän­dig. Nach einer ordent­li­chen Stär­kung in der Lat­schen­alm ver­weil­ten wir noch eine Wei­le am Lat­schen­see, bevor wir wie­der ganz hin­un­ter ins Tal wan­der­ten.

Wanderzeichen an einem Wanderweg in den Bergen
Beine mit Wanderschuhen - dahinter ein See und Berge
Pau­se am Lat­schen­see

Ich kann dir die Wan­de­rung zum Iss­ko­gel nur emp­feh­len, denn sie ist schön zu gehen und die Aus­sicht ist bei gutem Wet­ter auf jeden Fall super. Aber auch bei Regen ist es noch recht gut mög­lich, den Weg zu gehen.

Mayrhofen: Wanderung am Ahorn

Mit der Zil­ler­tal­bahn mach­ten wir uns früh mor­gens auf den Weg nach May­r­ho­fen. Die Fahrt dau­ert nicht all­zu lang und so kamen wir moti­viert ans Ziel. In May­r­ho­fen gibt es auf bei­den Sei­ten des Ortes einen Gip­fel — Ahorn und Pen­ken. Die Tal­sta­tio­nen der Gon­deln lie­gen rela­tiv nah bei­ein­an­der, wobei wir vom Bahn­hof aus zuerst an der Pen­ken­bahn vor­bei­ka­men und spä­ter die Ahorn­bahn erreich­ten.

Mit der Gon­del fuh­ren wir auf den Ahorn und befan­den uns an der Berg­sta­ti­on schon auf 1966 m. Die Berg­sta­ti­on ist der per­fek­te Aus­gangs­punkt für alle Wan­de­run­gen am Ahorn.

Ausblick vom Berg ins Tal - einige Siedlungen zwischen grünen Wiesen

Wanderung zum Filzenkogel

Zum Auf­wär­men mach­ten wir die rela­tiv kur­ze aber stei­le Wan­de­rung zum Fil­zen­ko­gel:

  • Start: Berg­sta­ti­on Ahorn­bahn
  • Ziel: Fil­zen­ko­gel
  • höchs­ter Punkt: Fil­zen­ko­gel — 2.227 m
  • Stre­cke: 3 km
  • Höhen­me­ter: 295 m
  • Schwie­rig­keit: ein­fach
unter­wegs am Ahorn

Die Wan­de­rung zum Fil­zen­ko­gel star­te­te an der Berg­sta­ti­on der Ahorn­bahn und zuerst lie­fen wir am Ahorn­see vor­bei — ein klei­ner Vor­ge­schmack auf die Abküh­lung am Nach­mit­tag 🙂 Von dort aus ging es direkt rich­tig los auf einen schö­nen Wan­der­weg über die Wie­se, der nach einem kur­zen, fla­chen Stück direkt steil anstieg. Und so ging es auch für die nächs­ten Kilo­me­ter wei­ter — immer steil berg­auf. Bis auf die Stei­gung bie­tet der Weg aller­dings kei­ne grö­ße­ren Schwie­rig­kei­ten und so konn­ten wir die Aus­bli­cke auf das unter uns lie­gen­de Tal schon beim Wan­dern genie­ßen.

Da wir direkt mor­gens gestar­tet sind, waren außer uns noch nicht so vie­le Wan­de­rer unter­wegs und wir kamen ganz allei­ne oben am Gip­fel­kreuz an. Das Kreuz ist mit dem gro­ßen Edel­weiß in der Mit­te ein rich­ti­ger Hin­gu­cker und auch der Aus­blick kann sich sehen las­sen. Ins­ge­samt brauch­ten wir für den Auf­stieg auch nur gut 45 Minu­ten.

Die klei­ne Wan­de­rung zum Fil­zen­ko­gel ist von mir eine kla­re Emp­feh­lung, wenn du am Ahorn unter­wegs bist. Neben die­ser kur­zen Wan­de­rung bleibt noch genü­gend Zeit um wei­te­re Wan­de­run­gen zu unter­neh­men 🙂

Frau steht an einem Gipfelkreuz mit Ausblick ins Tal - am Gipfelkreuz oben ein großes Edelweiß
Gip­fel­kreuz am Fil­zen­ko­gel

Wanderung zur Edelhütte

Nach­dem wir den Abstieg vom Fil­zen­ko­gel auch zügig hin­ter uns gebracht hat­ten, stan­den wir wie­der an der grö­ße­ren Weg­ga­be­lung am Fuße des Wan­der­we­ges. Hier ent­schie­den wir uns für die Wan­de­rung zur Edel­hüt­te. Als Rund­weg bot sich die­se Tour für uns an und ver­sprach noch ein­mal ein tol­les Erleb­nis zu wer­den.

  • Start: Berg­sta­ti­on Ahorn­bahn
  • Ziel: Edel­hüt­te
  • höchs­ter Punkt: 2.235 m
  • Stre­cke (Hin- und Zurück): 6,2 km
  • Höhen­me­ter berg­auf: 517 m
  • Höhen­me­ter berg­ab: 505 m
  • Schwie­rig­keit: mit­tel
kleiner Bach in der Mitte umgeben von Wiese und Felsen - im Hintergrund sind grüne Berge zu sehen
Wan­de­rung zur Edel­hüt­te

Zu Beginn der Wan­de­rung führ­te ein schma­ler Weg direkt am Fel­sen ent­lang wäh­rend es links einen Abhang hin­un­ter ging. Aller­dings war der Weg breit genug, dass auch Gegen­ver­kehr gar kein Pro­blem dar­stell­te. So wan­der­ten wir wei­ter und gelang­ten spä­ter über klei­ne­re Bäch­lein und Fel­sen quer­feld­ein. Der Weg war jeder­zeit gut aus­ge­schil­dert und es war kaum mög­lich, ihn zu ver­feh­len.

Ange­kom­men an der Edel­hüt­te

Moti­viert und mit vie­len tol­len Aus­bli­cken erreich­ten wir die Edel­hüt­te, wo wir eine kur­ze Rast ein­leg­ten. Nach unse­rer Pau­se mach­ten wir uns auf den Rück­weg in Rich­tung Ahorn­see. Für den ers­ten Teil des Weges wähl­ten wir jetzt einen ande­ren Wan­der­weg, der anders­her­um zurück führ­te. Spä­ter tra­fen sich bei­de Wege wie­der und so gelang­ten wir zurück zu unse­rem Aus­gangs­punkt.

Auch die­se Wan­de­rung kann ich nur emp­feh­len, weil sie einen ange­neh­men Schwie­rig­keits­grad hat und bei (fast) jedem Wet­ter zu wan­dern ist. Nur bei dich­tem Nebel und Regen (Herbst 2016) haben wir uns nicht kom­plett getraut, weil wir irgend­wann nicht mehr sehen konn­ten, wohin wir gin­gen.

Wälder an Bergen mit Blick ins darunterliegende Tal

Ahornsee

Nach einer lan­gen Wan­de­rung bei hei­ßem Wet­ter lädt der Ahorn­see zum Ver­wei­len ein. Hier haben wir natür­lich vor unse­rer Tal­fahrt mit der Gon­del eine Pau­se ein­ge­legt und die Füße im Was­ser erfrischt. Trotz hoch­som­mer­li­cher Tem­pe­ra­tu­ren war das Was­ser eis­kalt und super ange­nehm 🙂

Kleiner Bergsee inmitten von grünen Wiesen - eine Gondelstation
Blick auf Ahorn­see und Berg­sta­ti­on

Hintertux: Aufstieg zur Frauenwand

Ein neu­er Tag, ein neu­es Aben­teu­er — es geht nach Hin­ter­tux, ganz am Ende des Zil­ler­ta­les. Unser Tag beginnt mit einer Fahrt mit der Zil­ler­tal­bahn bis nach May­r­ho­fen, hier stei­gen wir in einen Bus um und fah­ren bis nach Hin­ter­tux. Hier hält der Bus direkt an der Gon­del­sta­ti­on und wir konn­ten schon von Wei­tem den Schnee auf dem Glet­scher sehen — und das im August. Aller­dings fuh­ren wir nicht mit der Gon­del kom­plett bis zum Glet­scher hoch, son­dern stie­gen bereits am Som­mer­berg aus.

Vor­ab hat­ten wir kei­ne Plä­ne für den Tag gemacht und ent­schie­den uns mit einer Wan­der­kar­te in der Hand spon­tan für den Auf­stieg zur Frau­en­wand.

  • Start / Ziel: Som­mer­berg (2.100 m)
  • Etap­pen: Kase­rer Schartl / Frau­en­wand (2.541 m) / Tuxer Joch Haus (2.310 m)
  • Höhen­me­ter berg­auf: 460 m
  • Höhen­me­ter berg­ab: 460 m
  • Stre­cke: ca. 8 km
  • Schwie­rig­keits­grad: mit­tel
Frau im Vordergrund - restliches Bild sind Berge mit einem Weg und die hinteren Gipfel sind schneebedeckt

Moti­viert wan­der­ten wir über den gut aus­ge­schil­der­ten Weg los in Rich­tung Kase­rer Schartl. Unter­wegs lie­fen wir über einen mit­tel­schwe­ren Wan­der­weg, der eine mode­ra­te Stei­gung hat­te. Am Weges­rand sahen wir immer wie­der Löcher im Boden, die von den vie­len, hier leben­den Mur­mel­tie­ren stam­men. Gese­hen haben wir lei­der kei­nes von ihnen. Der Weg war schön zu gehen und erst nach­dem wir die Kase­rer Schartl hin­ter uns gelas­sen hat­te, wur­de der Weg anspruchs­vol­ler.

Von hier an ver­lief der Wan­der­weg teil­wei­se nur über einen schma­len Grat, der aber mit einem Seil gesi­chert war. Wer nicht schwin­del­frei ist, fühlt sich an die­ser Stel­le ver­mut­lich nicht wohl. Für mich war es ein Träum­chen über die­sen Weg zu wan­dern, weil die Aus­sicht nach unten auf den Som­mer­berg ein­fach wahn­sin­nig schön war. Über den Grat erreich­ten wir nach eini­ger Zeit das Gip­fel­kreuz der Wei­ßen Wand. Die­ses Gip­fel­kreuz ist sehr modern gestal­tet und gefiel mir super gut 🙂

Aussicht vom Berg auf einen kleinen See inmitten von grünen Wiesen

Nach dem Errei­chen der Wei­ßen Wand ging die Wan­de­rung auf der ande­ren Sei­te des Gip­fels wie­der berg­ab und wir gelang­ten nach kur­zer Zeit zum Tuxer Joch Haus auf 2.310 m. Das war unser Ziel für ein klei­nes Mit­tag­essen, das wir auf der Ter­ras­se mit groß­ar­ti­ger Aus­sicht genos­sen.

Gut gestärkt wan­der­ten wir nach unse­rer Pau­se über den Wan­der­weg 324 zurück zur Berg­sta­ti­on der Gon­del. Alter­na­tiv besteht die Mög­lich­keit, die Wan­de­rung über das Wei­ten­tal ein wenig län­ger zu gestal­ten. Kurz vor der Gon­del­sta­ti­on fan­den wir noch einen klei­nen Aus­sichts­punkt mit super beque­men rie­si­gen Holz­lie­gen, auf denen wir noch eine Wei­le lagen und das Pan­ora­ma bewun­der­ten. Wäh­rend­des­sen zog sich der Him­mel lei­der immer wei­ter zu, sodass wir die Tal­fahrt mach­ten, kurz bevor es anfing zu reg­nen.

grüne Wiese - dahinter schneebedeckte Berggipfel

Die­se Wan­de­rung auf die Wei­ße Wand war eine der schöns­ten Rou­ten und bis dahin auch eine der ers­ten mit einem so schma­len Steig für mich. Die wei­te Anfahrt bis nach Hin­ter­tux hat sich aus mei­ner Sicht rich­tig gelohnt.

Eigent­lich kann ich alle Wan­de­run­gen nur emp­feh­len, weil die Berg­welt über­all im Zil­ler­tal so wun­der­schön ist und ich wer­de auf jeden Fall dem­nächst wie­der her­kom­men 🙂

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