Zugspitze - Wanderwege und Berggipfel
Europa

Zugspitze — Wanderung auf Deutschlands höchsten Gipfel

Schon seit eini­gen Jah­ren hat­te ich mir zusam­men mit mei­ner bes­ten Freun­din vor­ge­nom­men auf die Zug­spit­ze zu wan­dern. Der höchs­te Berg Deutsch­lands war für uns die ulti­ma­ti­ve Her­aus­for­de­rung und wir woll­ten uns unbe­dingt bewei­sen, dass wir die­se lan­ge Wan­de­rung schaf­fen kön­nen 🙂

Nach­dem die Tour mehr­fach ver­scho­ben wur­de, mach­ten wir uns in einem Wochen­en­de im Juli 2019 auf den Weg nach Gar­misch-Par­ten­kir­chen. Den Ort hat­ten wir als Basis aus­er­ko­ren, denn wir woll­ten die Wan­de­rung durch die Part­nach­klamm begin­nen. Daher quar­tier­ten wir uns auf Emp­feh­lung einer Freun­din im Hos­tel der Ath­le­ten* ein, das direkt an der Ski­schan­ze liegt und somit der per­fek­te Aus­gangs­punkt für unser Vor­ha­ben war.

Die­ser Arti­kel ent­hält Emp­feh­lungs-Links (*). Wenn du ein Hotel über den Emp­feh­lungs-Link buchst, bekom­me ich dadurch eine klei­ne Pro­vi­si­on. Für dich ver­än­dert sich der Preis nicht.

Frau steht auf einem geschotterten Wanderweg

Unsere Route zur Zugspitze

Für die Wan­de­rung auf die Zug­spit­ze ent­schie­den wir uns für die ein­fachs­te — wobei das sehr rela­tiv zu betrach­ten ist — und dafür längs­te Tour, die zunächst durch die Part­nach-Klamm und danach durch das Rein­tal führt. Hier die Details:

  • Start: Ski­sta­di­on Gar­misch-Par­ten­kir­chen (708 m)
  • Ziel: Zug­spit­ze (2.962 m)
  • Höhen­me­ter: 2.254 m
  • Stre­cke: ca. 23 km
  • Schwie­rig­keit: schwer
Bergpanorama mit grünen Wiesen

Durch die Partnachklamm

Früh am Mor­gen um 05:30 Uhr begann unse­re Wan­de­rung auf die Zug­spit­ze und wir mach­ten uns auf den Weg in Rich­tung Part­nach­klamm; die­se öff­net in den Som­mer­mo­na­ten bereits um 06:00 Uhr und die­ses Erleb­nis woll­ten wir uns nicht ent­ge­hen las­sen. Daher ent­schie­den wir, exakt um 6 Uhr dort zu sein und tat­säch­lich waren wir super im Zeit­plan. An der Klamm muss­ten wir noch nicht ein­mal Ein­tritt bezah­len (sonst 5€) und konn­ten fast allei­ne durch die Part­nach­klamm wan­dern.

Eng am Fel­sen ent­lang lie­fen wir etwas ober­halb der Part­nach durch die Klamm und muss­ten uns immer wie­der ducken, denn der Fels war teil­wei­se sehr nied­rig. An eini­gen Stel­len brauch­ten wir auch mal kurz unse­re Taschen­lam­pen, denn dort führ­te der Weg durch klei­ne Tun­nel. Ansons­ten fiel schon das ers­te Tages­licht von oben in die Klamm und das Was­ser der Part­nach war leuch­tend blau. Mit eini­gen Foto­stopps und schwer beein­druckt ver­lie­ßen wir die Par­nach­klamm nach gut 20 Minu­ten.

Vor uns erschloss sich jetzt das Rein­tal und die Son­ne ging lang­sam über den Ber­gen auf. Wir tra­fen auf ers­te klei­ne­re Wan­der­grup­pen, aber durch unse­re unter­schied­li­chen Geh-Tem­pos hat­ten wir den­noch das Gefühl allei­ne zu wan­dern.

Wanderung durch das idyllische Reintal

Ins­ge­samt gut 14 Kilo­me­ter wan­der­ten wir völ­lig ent­spannt durch das wun­der­vol­le Rein­tal und waren begeis­tert von der Natur um uns her­um. Nur sel­ten begeg­ne­ten uns ande­re Wan­de­rer, immer­hin war es erst 7 Uhr mor­gens und so genos­sen wir die Stil­le. Zunächst ging es über brei­te Wege, die spä­ter klei­ne­ren Wald­we­gen wichen. Ein ers­ter Hal­te­punkt war für uns die Bock­hüt­te, die zu so frü­her Stun­de natür­lich noch geschlos­sen war. Wir nutz­ten die Bän­ke um kurz unse­re Ruck­sä­cke abzu­stel­len und zur Stär­kung für den wei­te­ren Weg einen Müs­li­rie­gel zu ver­put­zen.

Über einen etwas schma­le­ren Weg wan­der­ten wir wei­ter immer an der Part­nach ent­lang. Das Was­ser leuch­te­te auch hier noch in strah­len­dem Blau und das Rau­schen des Flus­ses beglei­te­te uns unter­wegs für eine lan­ge Zeit. Kur­ze Abschnit­te ver­lie­fen durch klei­ne Wald­stü­cke, in denen es noch ein­mal ein biss­chen schat­ti­ger war, ansons­ten war die Son­ne schon kräf­tig und wir hat­ten per­fek­te Tem­pe­ra­tu­ren zum Wan­dern.

Flussf fließt zwischen Bäumen und Bergen - am Horizont geht die Sonne über den Bergen auf
Son­nen­auf­gang über den Ber­gen

Nach gut 3,5 Stun­den Geh­zeit erreich­ten wir gegen 9 Uhr die Rein­tal­ang­erhüt­te. Der Weg bis hier­her war sehr leicht zu gehen und so hat­ten wir an die­ser Stel­le schon die ers­ten 14,5 km und 600 Höhen­me­ter zurück­ge­legt. Die Hüt­te ist sehr idyl­lisch direkt an der Part­nach gele­gen und es gibt einen rie­si­gen Außen­be­reich mit Sitz­mög­lich­kei­ten, der sich bis direkt ans Ufer erstreckt. Mit uns zusam­men pau­sier­ten hier schon eini­ge ande­re Wan­de­rer und erfrisch­ten sich. Schlaf­mög­lich­kei­ten gibt es hier übri­gens auch, falls du die Wan­de­rung in zwei Tagen machen möch­test. Wir leg­ten bei der Rein­tal­ang­erhüt­te zum ers­ten Mal eine län­ge­re Pau­se von gut 20 Minu­ten ein und snack­ten ein biss­chen Obst (wenn man das so liest, haben wir die gan­ze Zeit nur geges­sen ;)).

Sor­ry für den Bil­der-Spam, aber es war ein­fach zu schön im Rein­tal 🙂 Das konn­te ich dir natür­lich nicht vor­ent­hal­ten.

Über den Felssteig zur Knorrhütte

Nach einer bis­lang nicht wirk­lich anstren­gen­den und her­aus­for­dern­den Wan­de­rung folg­te nun das schwie­rigs­te Teil­stück. Es galt nun gute 700 Höhen­me­ter zu über­win­den und das auf kür­zes­ter Stre­cke. Nicht umsonst heißt die­ser Abschnitt ab einem gewis­sen Punkt “Fels­steig”. Wir ver­lie­ßen also das Rein­tal und zunächst wan­der­ten wir noch durch ein ehe­ma­li­ges Fluss­bett (so sah es zumin­dest aus) und such­ten uns unse­ren Weg über Stei­ne und Geröll. Kurz dar­auf erreich­ten wir eine gro­ße Wie­se, über die der Weg wei­ter über einen klei­nen Bach führ­te, in dem wir uns noch ein­mal ein wenig die Arme erfrisch­ten.

Frau steht auf Geröllfeld, dahinter ein Wanderweg am Berg
Noch war alles ent­spannt…

Danach begann der Weg etwas stei­ler anzu­stei­gen und wir wan­der­ten über ein klei­nes Geröll­feld mit einem erkenn­ba­ren Weg am Berg nach oben. Die­ses Geröll­feld wur­de dann von einem schma­len Weg, der nur aus Stei­nen und Fel­sen bestand, abge­löst. Hier leg­ten wir schon ein paar Höhen­me­ter zurück, aber es soll­te noch stei­ler wer­den. Auf die­sem Weg konn­te ich noch gele­gent­lich ste­hen blei­ben und Fotos schie­ßen, danach hat­te ich dafür kei­ne Kapa­zi­tä­ten mehr 😉

Felsen und Geröll am Berg
…lang­sam wur­de der Weg schwie­ri­ger

Der Weg ende­te und vor uns stand ein Schild “Fels­steig” — zur Knorr­hüt­te. Weil es kei­nen ande­ren Weg gab und die Knorr­hüt­te unser Etap­pen­ziel zum Mit­tag­essen ist, folg­ten wir also dem Steig. Der Weg war jetzt nur noch ver­ein­zelt an Fel­sen mar­kiert und kaum erkenn­bar, denn wir über­quer­ten ein ein­zi­ges Geröll­feld. Zunächst ging es noch rela­tiv gut, aber der Schwie­rig­keits­grad wur­de im Ver­lauf noch etwas schwie­ri­ger. Da wir kei­ne Wan­der­stö­cke dabei hat­ten, zogen wir uns teil­wei­se an klei­ne­ren Fel­sen nach oben und such­ten uns unse­ren Weg.

Nach guten zwei Stun­den Klet­te­rei unter höchs­ter Kon­zen­tra­ti­on war ich über­glück­lich, die Knorr­hüt­te eini­ge Meter über uns zu sehen. Von nun an führ­te auch wie­der ein Weg den Berg ent­lang. Die Mit­tags­pau­se hat­ten wir uns somit mehr­mals ver­dient und ich stärk­te mich mit einer hei­ßen Sup­pe (ver­rückt mit­ten im Juli).

Zwi­schen­stand der Wan­de­rung: Zu die­sem Zeit­punkt hat­ten wir übri­gens 18 km und knapp 1300 Höhen­me­ter hin­ter uns gebracht. Gegen 11:00 Uhr — also nach gut 5:30 h — erreich­ten wir die Knorr­hüt­te.

Hütte mitten am Berg zwischen Felsen und grünen Wiesen
Knorr­hüt­te in Sicht

Wanderung zum Zugspitzplatt

Frisch gestärkt wan­der­ten wir wei­ter in Rich­tung Gip­fel, auf die­sem Stück tra­fen wir jetzt eini­ge ande­re Wan­de­rer wie­der, mit denen wir zuvor schon gespro­chen hat­ten. So erga­ben sich in den klei­ne­ren Pau­sen immer wie­der net­te und moti­vie­ren­de Unter­hal­tun­gen 🙂

Der Weg war trotz der glei­chen Anzahl an Höhen­me­ter ein­fa­cher als der vor­he­ri­ge Fels­steig. Ein schma­ler Weg führ­te kur­vig über die Fel­sen und nach kur­zer Zeit wur­den die Schnee­fel­der häu­fi­ger. Nun wan­der­ten wir nicht nur noch berg­auf son­dern es ging gele­gent­lich auch wie­der ein paar Meter berg­ab, was noch schwie­ri­ger war, als das berg­auf lau­fen. Ent­we­der rutsch­ten wir ein wenig über den mat­schi­gen Schnee oder muss­ten über fast blan­ke Sand-/Ge­röll­fel­der hin­un­ter. Das waren glück­li­cher­wei­se immer nur kur­ze Abschnit­te und danach ging es uner­müd­lich wei­ter berg­auf.

Wanderweg zwischen Wiesen und Felsen
Wan­der­weg nach der Knorr­hüt­te

Zur Moti­va­ti­on war inzwi­schen die Zug­spit­ze und die Zug­spitz-Bahn in Sicht gekom­men und wir kamen ihr lang­sam aber ste­tig näher. Eine tie­ri­sche Begeg­nung hat­ten wir auch noch — auf einer Höhe von etwa 2.500 m tra­fen wir eine Schaf­her­de, die zwi­schen den Schnee­fel­dern lag. Eini­ge von denen sahen genau so fer­tig aus wie wir 😉

Und ich konn­te auf die­sem letz­ten Stück die Aus­sicht wie­der rich­tig genie­ßen. Der Weg ließ — auch wegen ver­mehr­ter Pau­sen — vie­le Mög­lich­kei­ten für kur­ze Stopps mit fan­tas­ti­scher Aus­sicht. Da lief die Kame­ra bei mir rich­tig heiß.

Zwi­schen­stand der Wan­de­rung (oder für uns eher End­stand): Bis zum Zug­spitz­platt sind wir 21,7 km gewan­dert und haben knapp 1.900 Höhen­me­ter hin­ter uns gebracht.

Soll­test du also so wie wir auch, das letz­te Stück mit der Gon­del fah­ren, kannst du trotz­dem ver­dammt stolz auf dich und dei­ne Leis­tung sein 🙂

Gondelbahn auf dem Berggipfel, Berg aus Felsen mit Schnee
Berg­sta­ti­on der Zug­spitz­bahn in Sicht

Mit der Gletscherbahn zum Gipfel

An die­ser Stel­le muss­ten wir lei­der schum­meln, aber die letz­ten 300 Höhen­me­ter zum Gip­fel woll­ten wir uns ein­fach nicht mehr antun. Der Weg führt über einen super stei­len Weg aus Geröll hin­auf zum Gip­fel, erst auf dem obe­ren Stück gibt es eine Siche­rung mit einem Seil. Da wir nach etwas mehr als 20 km Wan­de­rung und 2.000 Höhen­me­tern schon ziem­lich geschafft waren und auch kei­ne Wan­der­stö­cke dabei hat­ten, spar­ten wir uns die­se letz­te Anstren­gung. Schon beim Zuse­hen der ande­ren Wan­de­rer ver­ging uns die Lust dazu, denn es sah unglaub­lich müh­sam aus.

Daher sind wir auf die Glet­scher­bahn umge­stie­gen und haben den Weg zum Gip­fel in 4 Minu­ten zurück­ge­legt. Die Tickets für die Fahrt mit der Gon­del hin­un­ter zum Eib­see muss­ten wir ohne­hin kau­fen und in die­sem Preis ist die kur­ze Fahrt mit der Glet­scher­bahn inklu­si­ve. Für 35 €, die eine Ein­zel­fahrt hin­un­ter von der Zug­spit­ze kos­tet, kann man das aber auch erwar­ten 😉

Pistenraupen auf einem Schotterfeld, im Hintergrund schneebedeckte Berge
Fast noch Win­ter auf dem Zug­spitz­platt

Ausblick von der Zugspitze

Oben am Gip­fel ange­kom­men waren wir bei­de mega hap­py und super stolz auf uns 🙂 Wir waren trotz Gon­del­fahrt ziem­lich geschafft, genos­sen den Aus­blick aber auf­grund unse­rer Leis­tung noch viel mehr.

An der Zug­spit­ze ist es oben ziem­lich voll, denn die meis­ten Leu­te fah­ren mit der Gon­del hier hoch und lau­fen nur ein biss­chen am Gip­fel rum. Apro­pros Gip­fel — Das Gip­fel­kreuz ist ein wenig abseits der gro­ßen Gon­del­sta­ti­on und der Platt­form, auf der wir anka­men. Das Kreuz ist über einen Mini-Klet­ter­steig zu errei­chen und nein, das haben wir auch nicht mehr gemacht. Dafür gab es neben feh­len­der Aus­rüs­tung, die man laut Beschrei­bung haben soll­te, auch die man­geln­de Moti­va­ti­on sich dafür lan­ge Zeit in eine Schlan­ge zu stel­len. Dort oben war es rich­tig voll. Wir haben statt­des­sen lie­ber ein­mal rund­her­um den Aus­blick genos­sen. Auf der einen Sei­te konn­ten wir bis auf den Eib­see hin­un­ter­schau­en, ein Stück­chen wei­ter befand sich das Gip­fel­kreuz und auf der ande­ren Sei­te sahen wir den Weg, über den wir gekom­men waren. Ganz schön beein­dru­ckend 🙂

Zugspitze, goldenes Gipfelkreuz auf dem Felsen mit vielen Menschen drumherum

Und unser Timing war auch noch super gut, denn nach­dem wir eine Run­de über die Platt­form gedreht hat­ten, zogen Wol­ken und Nebel auf, sodass von der groß­ar­ti­gen Aus­sicht schnell nichts mehr zu sehen war. Mit einer hei­ßen Scho­ko­la­de setz­ten wir uns trotz­dem noch für eine Wei­le auf die gro­ßen Holz­stu­fen und sahen zu, wie die Wol­ken auf­zo­gen.

Hand mit heißer Schokolade vor einem Bergpanorama
unse­re Sie­ger-Scho­ko­la­de 😉

Rückfahrt nach Garmisch-Partenkirchen

Nach­dem uns lang­sam ein biss­chen kalt wur­de — immer­hin waren es oben auf der Zug­spit­ze nur 11°C — mach­ten wir uns auf den Weg zurück nach Gar­misch-Par­ten­kir­chen. Zuerst fuh­ren wir des­halb in nur 10 Minu­ten mit der gro­ßen Eib­see-Seil­bahn hin­un­ter vom Gip­fel bis nach Eib­see. Dabei bot sich uns noch ein guter Blick auf den wun­der­schö­nen See, dann fing es aber im Tal schon an zu reg­nen. Von der Gon­del muss­ten wir nur ein klei­nes Stück hin­über bis zur Sta­ti­on der Zahn­rad­bahn lau­fen und eini­ge Minu­ten war­ten, bis die Bahn kam. Die Zahn­rad­bahn war rap­pel­voll, weil es inzwi­schen spä­ter Nach­mit­tag war und vie­le zurück nach Gar­misch-Par­ten­kir­chen fah­ren woll­ten. Wir ergat­ter­ten noch einen Sitz­platz und freu­ten uns, für die gut 35 Minu­ten Fahrt nicht ste­hen zu müs­sen.

See inmitten grüner Berge von oben gesehen
Blick auf den Eib­see
Parkplatz einer Gondelbahn mit Blick auf die Zugspitze
Unten ange­kom­men liegt die Zug­spit­ze in den Wol­ken

Ange­kom­men in Gar­misch gin­gen wir so fer­tig wie wir waren direkt in den Ort und such­ten uns einen net­ten Bier­gar­ten fürs Abend­essen. Mein ein­zi­ges Kri­te­ri­um war, dass es Kai­ser­schmarrn geben muss 😉 Und wir tra­fen es noch bes­ser, denn in die­sem Restau­rant gab es sogar einen Apfel­schmarrn — wie Kai­ser­schmarrn, nur mit Äpfeln statt Rosi­nen, alles kara­mel­li­siert und mit Zimt und Puder­zu­cker bestreut. Ich war danach super satt und super zufrie­den 🙂

In die­sem Zustand schlepp­ten wir uns dann noch die 3 km zurück zum Hos­tel — ok, ganz so schlimm war es nicht, aber schnell waren wir nicht mehr unter­wegs.

Fazit: Ich kann die Tour nur jedem emp­feh­len, der den höchs­ten Berg Deutsch­lands erklim­men möch­te und dabei kein kras­ser Berg­stei­ger ist. Gänz­lich unvor­be­rei­tet und untrai­niert soll­test du den­noch nicht sein, denn die Tour hat es in sich. Ich bin sehr glück­lich, die Zug­spit­ze erwan­dert zu haben und so auch an mei­ne Gren­zen gegan­gen zu sein. Der Stolz dort oben zu ste­hen, ließ die Stra­pa­zen des Weges direkt ver­ges­sen 🙂

Frau steht mit in die Höhe gereckten Armen vor einem Bergpanorama
Geschafft!!!

4 Comments

  • Renate Hofmann

    Ser­vus, Corin­na!

    Ein­fach den Fahr­plan von der Zug­spitz­bahn her­un­ter­la­den, dann aus­rech­nen. Viel­leicht hast ja auch 15 Minu­ten ein Nicker­chen gemacht, wäre ver­ständ­lich… 😉

    Klar, die Hüt­ten sind alle voll in der Sai­son. Viel­leicht mal als Ziel eine Über­nach­tung im Münch­ner Haus pla­nen. Ist ein gigan­ti­sches Erleb­nis, Mit­glied im DAV bist Du? Außer­dem müs­sen dafür Herz und Kreis­lauf gut in Schuss sein. Nachts kommt näm­lich kei­ne Gon­del und holt einen von fast 3000 Metern Höhe, nur weil die Pum­pe zu rasen anfängt.….. Alles schon (mit)erlebt.

    Über den Hir­ten mit den Scha­fen auf dem Schnee­fer­ner gibt es glaub in You­Tube einen oder meh­re­re Vide­os, auf jeden Fall inter­es­sant. Kam glaub mal im Rah­men vom Bay­ri­schen Fern­se­hen “Unter unse­rem Him­mel”.

    Ansons­ten wei­ter­hin schö­ne Erleb­nis­se, wer­de ab und zu mal hier vor­bei­schau­en. Kam auf Dei­ne schö­ne Sei­ten im Rah­men von Recher­chen über den Gar­da­see.

    • Corinna

      Hal­lo Rena­te,
      dan­ke noch ein­mal für dei­ne vie­len Tipps. Ich wer­de hof­fent­lich noch vie­le Gele­gen­hei­ten für Wan­de­run­gen haben, die ich dann auch lang­fris­ti­ger und außer­halb von Feri­en­zei­ten pla­nen kann. Dann wird so eine Über­nach­tung auf dem Berg sicher­lich auch dabei sein 🙂
      Ich hof­fe, du bist bei dei­nen Recher­chen zum Gar­da­see wei­ter­ge­kom­men und wün­sche dir schon mal einen schö­nen Urlaub 😉
      Schö­ne Grü­ße
      Corin­na

  • Renate Hofmann

    Ser­vus! Sehr gut geschrie­be­ner Bericht. Trotz­dem ein paar Anmer­kun­gen / Berich­ti­gung.

    Der Weg auf die Zug­spit­ze ist natür­lich in einem Tag zu schaf­fen. Viel schö­ner ist aber das Erleb­nis mit einer Über­nach­tung in der Rein­tal­ang­erhüt­te oder Knorr­hüt­te. Abends, wenn die Tages­tou­ris­ten weg sind und Ruhe ein­kehrt, ist der Auf­ent­halt auf einer der Hüt­ten ein unver­gess­li­ches Ber­g­er­leb­nis. Außer­dem ist es rat­sam, früh­mor­gens den letz­ten Anstieg ober­halb der Knorr­hüt­te zu star­ten. Die­ses Jahr war der Som­mer extrem heiß und dem­entspre­chend wahr­schein­lich nicht mehr über so vie­le Schnee­fel­der zu lau­fen. Aber es ist wahn­sin­nig kräf­te­zeh­rend, erst spät dort drü­ber zu lau­fen und bei jedem Schritt teil­wei­se knie­tief im Schnee ein­zu­sin­ken. Also lie­ber mit Über­nach­tung, und recht­zei­tig über die Schnee­fel­der lau­fen, wenn der Schnee noch trägt.

    Tele­skop­ste­cken (Wan­der­stö­cke) soll­te man unbe­dingt dabei haben. Ers­tens tut man sich beim Auf­stieg leich­ter, zwei­tens federn sie bei Abstie­gen einen Groß­teil des Kör­per­ge­wichts ab und scho­nen somit Knie- und Hüft­ge­len­ke. Natür­lich soll­ten die Ste­cken die Tel­ler dran haben. Man sieht immer wie­der den gro­ben Unsinn mit Tele­skop­ste­cken ohne Tel­ler. Wahr­schein­lich macht es mehr Spaß, mit einem Ste­cken sich in einer Fels­spal­te zu ver­ha­keln und dann erst recht einen Sal­to vom feins­ten zu schla­gen.…… Und natür­lich auch die Schlau­fen der Ste­cken rich­tig her­um zu benut­zen, damit man die Kraft schon aus den Hand­ge­len­ken über­tra­gen kann.

    Fer­tig sahen die Scha­fe bestimmt nicht aus, denn sie leben den Som­mer über im Rein­tal und wan­dern bis etwa 2.600 Meter hin­auf. Habt Ihr nicht den Schaf­hir­ten gese­hen? Es gibt zu dem Leben mit den Scha­fen viel Infor­ma­ti­ves und Inter­es­san­tes zu hören.

    Eine gute Ent­schei­dung, den letz­ten Teil mit der Gip­fel­bahn zu fah­ren. Der Auf­stieg bis zum Gip­fel ist abso­lut nichts für Unge­üb­te und wird dann lebens­ge­fähr­lich!!

    Das Gip­fel­kreuz steht nicht “etwas abseits der Eib­see­seil­bahn”, son­dern es befin­det sich auf dem Ost­gip­fel der Zug­spit­ze in etwas mehr als 2.962 Meter See­hö­he. Der “ehe­ma­li­ge” West­gip­fel wur­de völ­lig zu- und über­baut.

    Die Zug­spitz­bahn fährt vom Eib­see nicht in 20 Minu­ten nach Gar­misch-Par­ten­kir­chen, son­dern in 35 Minu­ten.

    Wel­ches war denn das Restau­rant mit dem Apfel­schmarrn? Hof­fent­lich auch tra­di­tio­nell rich­tig in einer guss­ei­ser­nen Pfan­ne ser­viert.

    • CoRi

      Hal­lo,

      an dei­nem Kom­men­tar hat­te ich jetzt eine Wei­le zu lesen. Dan­ke für dei­ne aus­führ­li­chen Ergän­zun­gen und Bemer­kun­gen zu mei­nem Arti­kel.
      Natür­lich wäre die Stre­cke an zwei Tagen ent­spann­ter und sicher­lich genuss­vol­ler, aber bei rela­tiv kurz­fris­ti­ger Pla­nung und mit­ten in den Feri­en wird es dann schon schwie­rig einen Schlaf­platz in einer der Hüt­ten zu ergat­tern 😉

      Den Abstieg haben wir uns glück­li­cher­wei­se gespart, danach hät­te ich bestimmt neue Knie gebraucht 😉

      Bei den Scha­fen konn­ten wir kei­nen Schä­fer sehen, es wäre auf jeden Fall inter­es­sant gewe­sen, etwas mehr zu erfah­ren.

      Die Fahrt­zeit vom Eib­see bis nach Gar­misch-Par­ten­kir­chen wer­de ich dann in mei­nem Arti­kel anpas­sen, es war auch mehr eine geschätz­te Zeit von mir, weil ich nir­gends etwas dazu fin­den konn­te.

      Essen waren wir im Bier­gar­ten im Fischer’s Moh­ren­platz und haben köst­lich geges­sen 🙂

      Schö­ne Grü­ße
      Corin­na

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